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Sonntag, 26. Januar 2025

Gedenkdemo für Natenom Sonntag 02.02.2025 11 h in Pforzheim, Zubringer 8 KA Kronenplatz

Gedenkdemo für Natenom Sonntag 02.02.2025 11 h in Pforzheim, Zubringer 8 KA Kronenplatz

diverse Fahrradinitiativen, u.a. der ADFC und die Critical Mass Karlsruhe, rufen zu einer Gedenkdemonstration am 2. Februar 2025 für Andreas Mandalka alias Natenom auf, der am 30. Januar letzten Jahres auf der Landstraße zwischen Schellbronn und Neuhausen überfahren wurde.

Treffpunkt ist um 11:00 Uhr vor der Staatsanwaltschaft Pforzheim (Lindenstraße 3). Wir fahren im stillen Gedenken die Hausstrecke von Andreas, auf welcher er am 30. Januar 2024 tödlich überfahren worden ist, bis zur Unfallstelle auf der L574 zwischen Schellbronn undNeuhausen (Enzkreis). Unterwegs werden wir um 13.00 Uhr eine Gedenkminute abhalten.

 Anschließend fahren wir auf der gleichen Strecke nach Pforzheim zurück. 

Die Gedenkfahrt ist als Demonstration angemeldet und wird von der Polizei begleitet.

Es gibt eine Zubringer-Demo ab Karlsruhe, der um 08:00 Uhr auf dem Kronenplatz startet.

Weitere Informationen und Sharepic:

https://karlsruhe.adfc.de/neuigkeit/fahrraddemo-zum-gedenken-an-natenom-am-2-februar-2025

 Informationen zum Zubringer:

https://touren-termine.adfc.de/radveranstaltung/140794-gedenkfahrt-natenom-zubringer-ab-karlsruhe

Ich würde mich freuen, wenn ihr an der Demo – gerne auch am Zubringer –teilnehmt und fahrradaffine Leute aus eurem Bekanntenkreis mitbringt.
Letztes Jahr nahmen über 500 Menschen an der Demonstration teil. Wir
gehen auch dieses Jahr von einer ordentlichen dreistelligen Teilnehmendenzahl aus.

Viele Grüße

Michael

Freitag, 1. März 2024

01.03.2024 FR Zubringer zur Critical Mass Pforzheim um 13:15 am Kronenplatz. 18 aus Karlsruhe waren dort.

01.03.2024 FR Zubringer zur Critical Mass Pforzheim um 13:15 am Kronenplatz mit Rückblick

Treffpunkt, Uhrzeit 16 h in Pforzheim und Informationen der Critical Mass Pforzheim

Rückblick zur Critical Mass Pforzheim 01.03.2024

Bei dem Zubringer nach Pforzheim fuhren 15 sportliche Radler mit, dazu kamen drei mit der Bahn.
So waren wir fast 20 Karlsruher, die die Pforzheimer unterstützen konnten. Die meisten engagierten sich auch als Ordner, so dass die CM gut begleitet war. Was sehr geschätzt wurde. 
Insgesamt versammelten sich ca. 80 Menschen auf dem Waisenhausplatz. Bei der Nachfrage, wer zum ersten mal eine CM mitfährt, meldete sich eine Person, die mit lauten Applaus begrüßt wurde. 
Nach langen Reden ging es los, aber schon in der ersten großen Kreuzung kam es zum Stillstand. 
Es gab eine lange "Schweigeminute" in der wir der tödlichen Verunglückten gedachten. Die Schweigeminuten wurden von allen Verkehrsteilnehmern respektiert.
Die weitere Tour führte über Berg und Tal, ein wesentlich sportlicheres Erlebnis als in den Karlsruher Ebenen. Auffallend war die positive Resonanz der Passanten insbesondere die mit offensichtlichem Migrationshintergrund, wie auch die Hochzeitsgesellschaft, die sich so begeisterte, dass sie den Eindruck erweckte, mitfahren zu wollen. So fuhren wir fröhlich weiter bis zum Café Roland, in dem einige versackten. 
Die meisten Karlsruher radelten trotzt ihrer schon geleisteten Kilometer wieder nach Hause. 
Insgesamt ein eindrucksvolle Erlebnis, es lohnt sich also, auch mal in anderen Städten mitzufahren. 

Wann fahren die CM in der Region:
Stuttgart: 05.04., jeden 1. Freitag, 18:30 Uhr am Feuersee
Bruchsal: 27.03., jeden letzten Mittwoch, 17:30 Uhr am Bahnhof 
Heilbronn: jeden 1. Freitag, 19:00 Uhr am Götzenturm 

Und zu guter Letzt noch ein Hinweis auf eine Veranstaltung des ADFC Bretten:
Veranstaltung des ADFC Bretten "Sichere Schulwege" am 08. März 2024
von Hermino Katzenstein, der auf der Gedenkfahrt für Natenom des ADFC Pforzheim eine sehr gute Rede gehalten hat..

(Christa Walter)

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Einladung zum Zubringer

Die Behörden in Pforzheim haben Natenoms Anzeigen oft wegen
"mangelnden öffentlichen Interesses" abgelehnt. Wir sind der Meinung
das ein öffentliches Interesse an der Aufklärung von
Verkehrsverstößen und Nötigungen gegenüber Radfahrenden besteht.
Sicheres Radfahren ist mehr als nur "öffentliches Interesse".
Andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden ist eine Pflicht die
sich aus der Straßenverkehrsordnung ergibt. Für Autofahrende
vorsätzlich Radfahrende gefährden sind Strafen vorgesehen. Als
Bürger müssen wir uns drauf verlassen können das gefährliche
Regelüberschreitungen anderer sanktioniert werden. Die Position der
Polizei und Staatsanwaltschaft in Pforzheim die Gefährdung von
Radfahrenden zu dulden ist nicht hinnehmbar.

Um dies zum Ausdruck zu bringen haben wir beschlossen die Präsenz
von Radfahrenden in Pforzheim zu erhöhen. Deshalb bieten wir einen
Zubringer zur nächsten Critical Mass in Pforzheim an. Die
Critical Mass in Pforzheim findet außer der Reihe¹ am 1.3. im
Anschluss zum Klimastreik um 16:00 statt. Wir treffen uns um 13:15
in Karlsruhe am Kronenplatz um gemeinsam nach Pforzheim zu radeln.
Natürlich könnt ihr auch anders nach Pforzheim kommen und die CM
dort unterstützen.

Für alle die den Weg nach Pforzheim bei Natenoms Gedenkfahrt
anstrengend fanden haben wir die gute Nachricht das wir dieses mal
flacher und kürzer fahren werden. Da keine Faschingsumzüge im
Kämpfelbachtal sind können wir die einfachere Route nehmen.


¹) Am regulären Termin, dem 23.2., finden in Pforzheim, anlässlich
des Jahrestages der Bombardiering der Stadt, Nazi-Demos statt. Die
Pforzheimer CM verzichtet auf die CriticalMass an dem Tag um
die Gegendemo zu unterstützen. Aus Karlsruhe wird es am 23.2 auch
einen Zubringer zu dieser Gegendemo unter dem Motto "Radfahrt gegen
Rechtsextremismus" geben. Details dazu werden folgen.

(Christian Thäter)

Auszug zu Ort und Termin aus der Infomation der Critical Mass Pforzheim:
Treffpunkt: Freitag, 1. März, 16.00 Uhr, auf dem Waisenhausplatz
(zwischen Theater und CCP)
Wir freuen uns auf mitradelnde Gäste der Critical Mass Karlsruhe und starten nach der Auftaktkundgebung am Waisenhausplatz auf unserer Critical Mass-Runde dieses Mal nach Westen. Auf der Kreuzung Zerrenner-/Goethestraße halten wir inne für eine Gedenkminute für alle dieses Jahr im Straßenverkehr umgekommenen Radfahrenden – bringt bitte passende Plakate zum Hochhalten mit! – und radeln anschließend weiter nach Brötzingen. Von dort fahren wir in angepasstem Tempo über die B294 zurück, machen gemeinsam einen Abstecher durch Maihälden und fahren über B294/B10 und Bayernstraße weiter in die Nordstadt. Über Nordstadtbrücke, Schlossberg und Deimlingstraße lassen wir es gemütlich in die Südstadt rollen und nehmen am Krankenhauskreisel klingelnd Schwung auf für den entspannten Endspurt zu unserem Ziel am Café Roland. 
Nachdem wir gemeinsam radelnd ein Zeichen für Sicherheit für Radfahrende und gegen unnötige Dissonanzen im ....

Dienstag, 20. Februar 2024

Critical Mass am 23.02.2024 #natenom 11,8 km

Critical Mass am 23.02.2024 um 18 Uhr #natenom  11,8 km

(siehe auch 15:30 Fahrraddemo nach Pforzheim für Demokratie)

Nachdem wir im Januar mit für eine Winter-Tour ungewohnten 150 Teilnehmenden sehr gut ins Jahr gestartet sind, passierte wenige Tage später im Enzkreis ein tragischer Unfall. Danach stand fest: im Februar ist unser Thema "natenom", denn auch bei uns ist er mitgefahren, war vielen persönlich oder durch seinen Blog bekannt.
 
In Karlsruhe werden wir also an diesem Abend an Andreas "natenom" Mandalka denken: Wir fahren unter anderem an der Staatsanwaltschaft Karlsruhe vorbei, deren Zweigstelle Pforzheim einerseits für das Verfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen den Autofahrer verantwortlich ist, andererseits aber auch die Anzeigen und Verfahren bearbeitet hat, die Andreas gestellt und in Gang gebracht hat. Und sollten der oder die Täter gefunden werden, die das Ghostbike an der Unfallstelle umgestoßen und die Gedenkstätte verwüstet haben, ist auch hierfür die Staatsanwaltschaft zuständig! Wir hoffen auf gründliche und lückenlose Aufklärung.
Wir starten dabei wie üblich um 18 Uhr am Kronenplatz, fahren eine Schleife um die Staatsanwaltschaft und dann in die Weststadt, ein Mal um das Städtische Klinikum herum - stellvertretend für alle Unfallopfer, die in deutschen Kliniken behandelt werden müssen. Und dann geht es durch die Kriegsstraße und den Karoline-Luise-Tunnel zur Südstadt, wo wir am Werderplatz enden werden. Die Route ist etwa 11,8 Kilometer lang:



Kronenplatz, 
Fritz-Erler-Str., 
Kriegsstr., 
Karlstr., 
Stephanienstr., 
Hans-Thoma-Str., 
Akademiestr., 
Douglasstr., 
Stephanienstr., 
Reinhold-Frank-Str., 
Amalienstr., 
Hirschstr., 
Kriegsstr., 
Weinbrennerstr., 
Herderstr., 
Händelstr., 
Moltkestr., 
Kußmaulstr., 
Franz-Lust-Str., 
Moltkestr., 
Reinhold-Frank-Str., 
Kriegsstr., 
Karoline-Luise-Tunnel unterm Karlstor, 
Ettlinger Str, 
Werderstr., 
Werderplatz
 
Navigationsdaten für die Tour:



Sonntag, 11. Februar 2024

Bilder zur Gedenkfahrt zur Aufstellung des Ghost bikes für Natenom am Sonntag 11.02.2024 (und eine Linkliste)

Es waren eindrucksvoll viele, die zum Gedenken an Natenom sich in Pforzheim versammelten, um zur Unfallstelle zu radeln, wo das Ghost Bike aufgestellt wurde. Um die 500 Radlerinnen und Radler setzten sich von Pforzheim aus in Bewegung.
Beim Zubringer von Karlsruhe nach Pforzheim waren 55 dabei.

Das Ghost Bike  erinnert an den am 30.01.2024 tödlich verunglückten Andreas Mandalka. Es steht jetzt dort als Mahnmal.

Michael Krause hat die Stimmung der Gedenkfahrt von Pforzheim zur Unfallstelle zwischen Schellbronn und Neuhausen in Bildern festgehalten.
Zum Vergrössern anklicken.



























Hier noch eine Linkliste rund um Natenom:

Mittwoch, 7. Februar 2024

Zubringer Fahrrad-Demo von Karlsruhe nach Pforzheim zur Gedenk-Demo für "Natenom" zum Unfallort Neuhausen / Schellbronn (Enzkreis) am SO 11.02.2024

Am Sonntag, den 11. Februar 2024 ruft ein breites Bündnis aus Fahrradverbänden zu einer Fahrraddemonstration in Pforzheim auf, um Andreas Mandalka (auch bekannt als Natenom) zu gedenken. Ein 77-jähriger Autofahrer überfuhr und tötete ihn am 30. Januar 2024 auf der L 574 zwischen Neuhausen und Schellbronn (Enzkreis).

Die Demonstration startet um 11:00 Uhr in der Lindenstraße 3 in Pforzheim (bei der Staatsanwaltschaft, neben dem Hauptbahnhof). Von dort aus führt die Fahrraddemonstration zum Unfallort, wo es gegen 13:00 Uhr eine Schweigeminute geben wird. Die gesamte Demonstration wird etwa vier Stunden dauern.

Zur Erleichterung der Anreise (und Entlastung der Bahn) organisieren wir eine Zubringer-Demo von Karlsruhe nach Pforzheim. Diese ist als Versammlung angemeldet und führt auf Hauptverkehrsstraßen über Durlach nach Grötzingen. Anschließend fahren wir über die B 10 nach Pforzheim. In Wilferdingen ist am Bahnhof eine Pause eingeplant.

 
Treffpunkt ist um 08:00 Uhr auf dem Kronenplatz in Karlsruhe. Ankunft in Pforzheim wird um 10:45 Uhr sein. 

Weitere Informationen zum Zeitplan und zur Strecke findet ihr im Tourenportal des ADFC.

Natenom war nicht irgendjemand. In seinem Blog und auf Mastodon (davor auf Twitter) beschrieb er regelmäßig Geschehnisse, wie Autofahrende ihn absichtlich zu eng überholten, bedrohten, gefährdeten und nachstellten. Behörden – egal ob Bußgeldstelle, Polizei oder Staatsanwaltschaft – ignorierten ihn und ließen (motorisierte) Gewalttäter gewähren.

Die Bußgeldstelle der Stadt Pforzheim entschied, dass sie seine Ordnungswidrigkeitsanzeigen nur bearbeite, wenn das Bußgeld mindestens 35 Euro betragen würde (enges Überholen kostet 30 Euro). Eine Amtsrichterin stellte ein Verfahren gegen einen Autofahrer wegen zu engen Überholens ein, weil sie 1,4 m (laut Gutachter, Herleitung fragwürdig) außerorts als ausreichend einschätzte. Natenom hätte statt der flacheren Landstraße auch steile, holprige Waldwege benutzen können.

Polizeibeamte verweigerten die Annahme seiner Anzeigen und untersagten ihm die Benutzung seines Abstandshalters. Staatsanwälte stellten praktisch alle Strafverfahren ein – auch bei Wiederholungstätern, bezeichneten ihn als Verkehrshindernis und sprachen ihm das Recht ab, mit seinem Fahrrad eine für den Radverkehr freigegebene Landesstraße zu benutzen.

Sein im Lauf der Jahre gewachsener Blog beschreibt viele Fälle und dennoch nur eine Auswahl.


(Michael Reichert)


Unfallstelle auf der L574 (Foto Roland)

Ghost bike (Symbolfoto Michael Reichert)
Ghost bike für Natenom 11.02.2024 (Foto Michael Krause) 



Sonntag, 4. Februar 2024

Die letzte Fahrt von Natenom (Andreas Mandalka aus dem Enzkreis)

Die letzte Fahrt von Natenom (Andreas Mandalka aus dem Enzkreis)
(der letzte Post von Andreas Mandalka (Natenom))

Am Mittwoch 31.01.2024 erfuhr ich über den Verteiler unserer Critical Mass von dem tödlichen Unfall am Dienstagabend 30.01.2024. Am Donnerstag dann ein großer Artikel in den BNN mit viel Hintergrundinformation über die Aktivitäten des Fahrradaktivisten Andreas Mandalka. Sein bester Freund, Tino M. sprach mit Redakteuren der BNN und so entstand ein sehr authentisches Bild des Fahrradaktivisten und Menschen Andreas. Wie er sich einsetzte, dass die gesetzlichen Regelungen auch durchgesetzt werden, damit Radfahren sicherer wird. Damit die Verkehrswende mit Gleichberechtigung von Auto und Fahrrad auch in der Realität ankommt.

Am Freitag war dann nochmal ein Bericht in den BNN über die Reaktionen bundesweit. Denn Natenoms Aktivitäten strahlten bundesweit aus.

Wie es zu dem tödlichen Unfall kam, bei dem ein 77-jähriger Autofahrer den Radfahrer von hinten rammte, wird zur Zeit noch von der Staatsanwaltschaft untersucht mit dem Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung. Das Fahrrad war beleuchtet, der Radfahrer durch Helm und Warnweste gut erkennbar, auch auf der zu dieser Zeit regennassen und glänzenden Fahrbahn.

Gerade durch den Bericht in den BNN, der intensiv mit dem tragischen Ende, gerade ein halbe Stunde, nachdem Natenom den obigen Post abgesetzt hatte, lassen mir die letzten Minuten von Natenom keine Ruhe, so, als wenn man die Zeit zurück drehen könnte.

Die Botschaft an die Politik, die örtliche Polizei, die motorisierten Verkehrsteilnehmer, die Andreas Mandalka meistens als Störenfried abgetan haben, wie er es selber immer wieder beklagte, wird jetzt gerade auch durch die bundesweite Berichterstattung, wohl hoffentlich überall intensiver ankommen. Damit kann er auch nach seinem Tod hinaus wirken.

Aber Natenom hat für mich noch eine ganz andere, darüber hinausgehende Botschaft hinterlassen. Eine Botschaft, die Leben retten kann. Ohne dass er es bewusst beabsichtigt zu haben scheint.

Was mir zur Zeit nicht aus dem Kopf geht, ist dieser sein letzter Post. Er wusste nicht, dass es sein letzter Post sein wird.

Vorausgegangen war wohl eine äußerst kritische Verkehrssituation auf der Landstraße. Er wurde wohl von einem SUV überholt, der wegen Gegenverkehrs dicht an ihm vorbei einscheren musste. Es trieb seinen Adrenalinspiegel, seine Angst so hoch, dass er völlig aufgelöst, am nächsten Parkplatz die Straße verließ, um wieder runter zu kommen.

Dort begegnete er dem SUV und seiner Fahrerin wieder. Warum sie dort wartete, kann ich nur ahnen. Ihr war wahrscheinlich die gefährliche Situation ebenfalls in die Knochen gefahren, vielleicht wollte sie auch wie ein Schutzengel ihn davor warnen, sich aus der Gefahrenzone zu begeben. Sie hatte Angst um ihn, deswegen kam ihr auch nicht in den Sinn, sich zu entschuldigen, sondern die Aufforderung, den Radweg zu benutzen. (Wobei seit 2021 der begleitende Waldweg nicht als Radweg ausgewiesen ist und somit auch nicht benutzungspflichtig ist.)
Sie ahnte wohl, dass bei diesen Verhältnissen die Gefahren auf der Landstraße sich wiederholen. Das Gefühl lässt mich nicht los, dass das Schicksal zwei mal versuchte, ihn zu retten.

Ich weiß nicht, was er vom Unfall noch mitbekam. Aber ich bin mir sicher, dass eine letzte Botschaft dabei war, deswegen lässt es mich nicht in Ruhe, "denkt daran, dass es kein höheres Gut gibt, als Leben zu schützen. Das eigene und das der anderen. Alles, was wir tun, kann Konsequenzen haben.“

Mit seinem letzten Post hat er vielleicht nicht nur bei mir ein starkes Reflektieren ausgelöst. Und kann so posthum Leben retten. Abseits von Politik, sondern von Mensch zu Mensch. Bei mir hat er das ausgelöst.

Er möge in Frieden ruhen.

(Cornelius Berkmann)

Dies ist mein persönliches Empfinden

und hier jetzt vom Tourenportal das ADFC Karlsruhe

Nachruf des ADFC Karlsruhe für Andreas Mandalka (Natenom)