Mittwoch, 17. Mai 2023

Ride of Silence Rückblick, 50 sind mitgeradelt zu den 3 Ghostbikes

Ride of Silence Rückblick, 50 sind mitgeradelt zu den 3 Ghostbikes

Bei Sonnenschein fanden sich 50 Radlerinnen und Radler am Marktplatz vor dem Rathaus ein. SWR und Zeitung waren vor der Abfahrt auch da. Im Gegensatz zu einer Critical Mass ging es bei Ride of Silence, wie der Name zum Anlass ausdrückt, ruhig zu: keine Musik und auch nicht das übliche Klingeln.
Die erste Station war in der Baumeisterstraße am Theater, wo nochmal des Bühnenarbeiters gedacht wurde, der 2022 beim links abbiegen von einem Auto angefahren wurde und so schwer verletzt wurde, dass er einige Tage später im Krankenhaus verstarb. Es war noch einmal ein sehr bewegender Moment, Angehörige waren am Ghostbike und auch Uli versagte in Trauer die Stimme. Er wies auch mit Unverständnis auf die Pietätlosigkeit einiger unbekannter Mitmenschen hin, die immer wieder das Gedenkschild zerstören und das Rad verschandeln.
Weiter ging es zum Durlach-Center, wo seit 2020 ein Ghostbike eines Radlers gedenkt, der dort von Durlach kommend von einem aus der Oststadt kommenden Auto übersehen wurde und dabei tödlich verletzt wurde. Als Sofortmaßnahme wurden die riesigen Reklametafeln entfernt, die die Sicht versperrten. Maßnahmen, die den dortigen Verkehr, der jetzt noch rein auf reibungslosen Autoverkehr ausgerichtet sind, sind noch auf die lange Bank geschoben. Darauf wurde bei der Kundgebung hingewiesen.
Das nächste und letzte Ghostbike war bei der Brücke auf dem Herdweg über die Autobahn, wo 2022 eine 82-jährige fitte Alltagsradlerin auf dem schmalen Fuß- und Radweg wahrscheinlich von einem Rollerfahrer touchiert wurde und dabei so unglücklich stürzte, das sie das später im Krankenhaus nicht überlebte. Der Radweg ist zwar durch Leitplanken von der Straße getrennt, auf der Straße fahren viele Lastzüge, sodass man nur auf dem schmalen Radweg radeln kann. Hier braucht es auch eine größere Lösung, bei der diese Engstelle entschärft werden muß. Aber hier hat auch die Autobahn GmbH mitzureden.
So ging es nicht nur um das Gedenken sondern auch um Ursachenforschung und die Aufforderung an die zuständigen Verantwortlichen, Lösungen zu realisieren, die sich daran orientieren, das Radler und Fußgänger sicher ihren zugehörigen Platz bekommen.
Denn Verkehrswende gelingt nur, wenn sie für alle sicher ist.

Am Ghostbike Herdweg hielt Tanja Dopf vom ADFC folgende Ansprache:

"Dieses Ghostbike erinnert an die 82jährige Karin Weber, eine fitte
Alltagsradlerin, die in Folge eines Sturzes oben auf der Brücke am
Folgetag verstarb.
Zum Sturz kam es, weil ein 55-jähriger Fahrer eines Motorrollers zu dicht
vorbeifuhr und sie vermutlich streifte.
Schon 2017 kam es an dieser Bücke zu einem schweren Unfall zwischen
Radfahrenden - einfach, weil der Radweg viel zu schmal ist und
Begegnungen nicht problemlos möglich sind. Laut Stadtverwaltung kommt es
auch immer wieder zu Böschungsstürzen, weil Menschen vom schmalen Weg
abkommen. Daher steht das Ghostbike auch hier unten und nicht oben auf
der Brücke.
Man könnte Abhilfe schaffen, wenn man wollte. Dazu müsste man eine
Autospur umwidmen. Daß das geht, sieht man in der Ortenau, wo es zwei
solcher Lösungen gibt, zumal dies hier eine Radhauptroute ist.
Es kann nicht sein, dass nichts voran geht, nur weil man Schwierigkeiten
mit der Autobahn GmbH. des Bundes vermutet und dafür schwere Unfälle von
und mit Radfahrenden in Kauf nimmt.
Hier muss gehandelt werden - mehr als nur Büsche schneiden!"

Für den Auftakt vor dem Rathaus und dem Ghostbike in der Baumeisterstraße hat mir Michael Reichert die Redemanuskripte geschickt:

Ride of Silence am 17. Mai 2023

Auftaktkundgebung

Rednerin: Katrin Hillenbrand
Redemanuskript – es gilt das gesprochene Wort.

Vielen Dank, dass ihr alle heute so zahlreich erschienen seid.

Wir sind heute hier, um im Rahmen des Ride of Silence denjenigen zu gedenken, die in den vergangenen Jahren im Straßenverkehr getötet wurden.

In Karlsruhe stehen derzeit fünf Ghostbikes. Den drei neuesten statten wir heute einen Besuch ab.

An jedem der drei Ghostbikes wird es eine kurze Ansprache geben.

Verkehrsunfälle sind kein Schicksal, sondern eine Folge von technischem Versagen oder – weitaus häufiger – menschlichem Versagen. Während bei Autos eine Blechhülle kleine Fehler verzeiht, führen Zusammenstöße bei zu Fuß Gehenden und Radfahrenden fast immer zu Verletzungen.

Jährlich werden ein bis zwei Radfahrende in Karlsruhe im Straßenverkehr getötet.

Der Gemeinderat hat im Jahr 2005 mit dem 20-Punkte-Programm eine Reduktion der Anzahl der schwerverletzten Radfahrenden um 25 Prozent gefordert. Zwar ist der Radverkehrsanteil mittlerweile mehr als doppelt so groß, die Anzahl dieser Unfälle ist unverändert hoch.

Der Gemeinderat hat im Oktober 2021 das Karlsruher Programm für Aktive Mobilität beschlossen. Dieses fordert die Reduzierung dieser Zahl um 50 Prozent bis zum Jahr 2030. Bis 2035 soll es gar keine Fahrrad- und Fußgänger[1]Unfälle mit schweren Personenschäden mehr geben.

Diese Vision Zero ist mit dem aktuellen Vorgehen unerreichbar. Es genügt nicht, sich auf ein paar wenige Unfallhäufungsstellen zu konzentrieren, wo aber nur ein kleiner Teil der Unfälle überhaupt geschieht.

Der zweite Platz im Fahrradklimatest darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass unsere Straßen immer noch für die Flüssigkeit des Autoverkehrs gebaut sind und entworfen werden.

Es bedarf einer Prioritätensetzung, die ganz klar „Sicherheit vor Leichtigkeit“ lautet. Es darf nicht sein, dass die Flüssigkeit des Kraftverkehrs wichtiger ist als die Sicherheit der Radfahrenden, die bei grüner Ampel geradeaus fahren und dabei gerammt werden. Straßen müssen so gebaut sein, Ampeln müssen so geschaltet sein, dass kleine Fehler nicht zu Unglücken führen.

Es darf nicht sein, dass eine Gefahrenstelle nicht nachhaltig beseitigt werden wird, weil eine Umfahrungsstraße für Hagsfeld zur Förderung des Autoverkehrs 70 Millionen Euro verschlingt. Das sind 40 Prozent dessen, was der Maßnahmenkatalog des Fuß- und Radentscheid kosten wird.

Für das Geld kann man z.B. ein paar Dutzend Kreuzungen sicherer machen.

Die Flüssigkeit des Kraftverkehrs ist nicht gottgegeben. Aber leider steht sie bis heute im Gesetz.

In Straßenverkehrsgesetz und Straßenverkehrsordnung ist die Freiheit, anderen das Leben zu nehmen – auch bekannt als schnelles Fahren –, höher angesiedelt als die Gesundheit der ungeschützten Verkehrsteilnehmer. Hier ist der Bundesverkehrsminister am Zug.

 

Ride of Silence am 17. Mai 2023

Zwischenkundgebung vor Baumeisterstraße 12

Redner: Ulrich Eilmann
Redemanuskript – es gilt das gesprochen Wort.

Am 21. Mai 2022 wurde an dieser Stelle Martin Scheffer beim Linksabbiegen von einem PKW erfasst und schwer verletzt. Martin Scheffer war allen, die ihn kannten als umsichtiger Radfahrer bekannt. Er hinterlässt eine Frau mit zwei Kindern, eine Mutter und eine Schwester mit ihrer Familie. Laut Polizeibericht hat er die Richtungsänderung angezeigt und ist dann sofort, ohne sich um den rückwärtigen Verkehr zu kümmern direkt abgebogen. So steht es im Polizeibericht. Martin Scheffer wurde in das städt. Klinikum eingeliefert und dort ins künstliche Koma gelegt. Er starb am 03. Juni 2022 an den Folgen seiner Verletzungen, ohne noch einmal das Bewusstsein erlangt zu haben. Das Verfahren gegen die PKW-Fahrerin wurde von der Staatsanwaltschaft eingestellt.

Was bleibt ist die große Trauer und Unwissen.
Wir wissen nicht, ob sich der Unfall so zugetragen hat.
Wir wissen nicht, ob der Unfall hätte verhindert werden können.
Wir wissen nicht, ob das Tragen eines Helmes die Todesfolge hätte abwenden können.

Dieses Ghostbike soll uns an Martin Scheffer erinnern und der Familie, den Radfahrenden und allen Verkehrsteilnehmenden ein Ort des Innehaltens sein.
Es soll an den unnötigen Tod eines Menschen im Straßenverkehr erinnern und alle zur gegenseitigen Rücksicht mahnen.

Bei all dem Unwissen gibt es eine Gewissheit:
Es gibt Leute, die die Trauer der Angehörigen missachten und ohne Rücksicht auf die Gefühle Anderer immer wieder die Gedenktafel mutwillig abreisen und die Ventile entwenden.
Dieses Verhalten ist pietätlos und zu tiefst verstörend



Christa hat diesmal Bilder der Tour eingefangen, danke dafür:
Einige sind auch stilecht weiß gewandet geradelt, passend zu den weiß gestrichenen Ghostbikes. Danke allen, die weß mitgeradelt sind :-) und natürlich allen anderen auch !!!
Der Ride of Silence wurde das erste mal 2003 in Dallas Texas begangen. Inzwischen wird er weltweit in 340 Städten in 20 Ländern immer am 3 Mittwoch im Mai abgehalten. 















Montag, 15. Mai 2023

Ride of Silence am Mittwoch, den 17. Mai 2023

Ride of Silence am Mittwoch, den 17. Mai 2023

Am dritten Mittwoch im Mai findet der weltweite Aktionstag "Ride of
Silence" in Erinnerung an Radfahrende statt, die im Straßenverkehr
getötet wurden. In Karlsruhe ruft der ADFC deswegen zur Teilnahme am
hießigen Ride of Silence auf. Dazu fahren wir schweigend – gerne in weiß
gekleidet – als Fahrraddemonstration zu den drei jüngsten Ghostbikes in
Karlsruhe.

Diese weiß lackierten Fahrräder sind als Mahnmale für Radfahrende
aufgestellt worden, die im Straßenverkehr getötet wurden. Sie sollen auf
die Gefahrenstellen aufmerksam machen und zur Rücksichtsnahme im
Straßenverkehr aufrufen.

Auch in der "Fahrrad(haupt)stadt" Karlsruhe sind die Straßen noch nicht
sicher. Jährlich werden ein bis zwei Radfahrende im Straßenverkehr
getötet. Die Flüssigkeit und Leichtigkeit des Kfz-Verkehrs genießt in
der Straßenverkehrsordnung immer noch einen zu hohen Stellenwert auf
Kosten der Sicherheit der ungeschützten Verkehrsteilnehmenden. Hunderte
Städte und Gemeinden fordern, selbst entscheiden zu dürfen, auf welchen
Straßen sie die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h absenken
dürfen. Der Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) blockiert wie
auch seine Vorgänger diese Initiative. Unfälle wie der in der
Baumeisterstraße (links abbiegender Radfahrer von hinten gerammt) wären
mit einer ganztägigen Tempo-30-Begrenzung vermeidbar gewesen oder
glimpflicher ausgegangen.

Aber selbst dort, wo die StVO kein direktes Hindernis ist, werden
Gefahrenstellen nicht konsequent entschärft. Zwei Ghostbikes stehen an
Orten, an denen es vorher schon mehrere Schwerverletzte gab oder
Radfahrende wiederholt miteinander auf einem zu schmale Radweg
kollidiert sind. Sobald größere Umbauten erforderlich sind, fehlt der
Wille und das Geld. Der Gemeinderat verwendet die finanziellen Mittel
lieber für die Verflüssigung des Kfz-Verkehrs (Karoline-Luise-Tunnel,
Südumfahrung Hagsfeld), als dass gezielt Unfallhäufungsstellen
entschärft werden.

Die Fahrraddemo startet um 18:00 Uhr auf dem Marktplatz und ist 16,4 km
lang. Sie dauert etwas mehr als zwei Stunden. Unterwegs sind an den
Ghostbikes in der Baumeisterstraße, der Elfmorgenbruchstraße und im
Herdweg gibt es kurze Zwischenkundgebungen geplant. Die Fahrt endet auf
dem Gottesauer Platz. Es wird im üblichen, langsamen Tempo der Critical
Mass gefahren, sodass alle mitkommen. Die Versammlung wird von der
Polizei geschützt.

Musik ist während der Versammlung unerwünscht.

Route wurde geändert. Neue Strecke:

Marktplatz
Karl-Friedrich-Straße
Ettlinger Straße
Baumeisterstraße
Zwischenkundgebung vor Baumeisterstraße 12 auf der Fahrbahn
Baumeisterstraße
Meidingerstraße
Kriegsstraße
Ludwig-Erhard-Allee
Wolfartsweierer Straße
Ostring
Gerwigstraße
Elfmorgenbruchstraße
Zwischenkundgebung an der Einfahrt zum Durlach-Center auf den
Hauptfahrbahnen (beide Fahrtrichtungen)
Elfmorgenbruchstraße
Am Storrenacker
Herdweg
Ghostbike Herdweg (Abzw. Kompostieranlage) – hier wenden
Herdweg
Brückenstraße
Karlsruher Straße
Haid-und-Neu-Straße
Ostring
Rintheimer Straße
Georg-Friedrich-Straße
Gottesauer Platz
Gesamtlänge: 15,0 km

Foto: Michael Reichert









Donnerstag, 11. Mai 2023

Radfahren für die Wissenschaft - MODELO Rad HKA Hochschule Karlsruhe

Radfahren für die Wissenschaft - MODELO Rad  HKA Hochschule Karlsruhe


QR-Code für Doodle-Anmeldung:

(zu Vergrößern auf Bild klicken)

erneut haben Sie die Möglichkeit, ein paar Minuten für die Rad-Wissenschaft der Hochschule Karlsruhe zu investieren.

Wir sind am Freitag, den 26. Mai auf dem Kronenplatz zwischen 11 und 14 Uhr bei der "Wissenswoche Mobilität , ebenso am Pfingstsamstag, 27. Mai, 11 bis 14 Uhr.

Doktorand Martin Bejarano freut sich, wenn Sie dort eine kleine Route mit dem Sensorbike fahren und ihr Fahrverhalten aufgezeichnet wird.

Auch an anderen Tagen gibt es dafür die Möglichkeit. Folgen Sie dafür gerne dem QR Code oder dem Link oben, um einen Termin mit Martin auszumachen.

Diese Terminabfrage kann auch gerne weitergeleitet werden.

Fahrradfreundliche Grüße

Anja Zeller

Akademische Mitarbeiterin

––––––––––––––––––––––––

BMDV-Stiftungsprofessur Radverkehr

 

Hochschule Karlsruhe

University of Applied Sciences
Moltkestraße 30
76133 Karlsruhe

Fon: +49 721 925 – 2559
Mail:  anja.zeller@h-ka.de
Web: www.h-ka.de



Donnerstag, 4. Mai 2023

07.05.2023 SO Kidical Mass

07.05.2023 SO Kidical Mass

Vom 5. bis 7. Mai 2023 bringt das Kidical Mass Aktionsbündnis zehntausende Menschen in über 440 Orten auf die Räder und fordert von der Metropolregion bis in den ländlichen Raum:
Straßen sind für alle da! An den Aktionstagen machen sich Kinder, Eltern, Freund:innen und Schulen für kinder- und fahrradfreundliche Orte, sichere Schulwege und selbstständige Mobilität stark. Mit großen bunten Kidical Mass Fahrraddemos, Schulstraßen und Fahrradbussen „Bicibús“ zeigen alle Generationen, wie Städte und Gemeinden zu gestalten sind.
Mittendrin: tausende Kinder und Jugendliche, die für einen kurzen Moment nicht mutig sein müssen, um auf der Straße Rad zu fahren. [...]

Über das Kidical Mass Aktionsbündnis: Die Kidical Mass ist eine weltweite Bewegung. Seit 2017 gibt es sie auch in Deutschland. Bei bunten Fahrraddemos erobern Radfahrende von 0 bis 99 Jahren die Straße. Die Kidical Mass setzt sich für kinder- und fahrradfreundliche Städte und Gemeinden ein. Herzstück des Aktionsbündnisses sind mehr als 400 lokale Organisationen und Initiativen. Ein einzigartiges Netzwerk – dezentral, selbstorganisiert und gemeinsam stark. Unterstützt wird es von den überregionalen Partner:innen: ADFC, Campact, Changing Cities, Clean Cities Campaign, Deutsches Kinderhilfswerk, Greenpeace, Parents For Future, Pro Velo Schweiz, VCD und Zukunft Fahrrad." (Pressemitteilung www.kinderaufsrad.org)

In Karlsruhe sind wir die ersten Jahre nur einmal im Jahr gefahren. Seit 2022 finden von Mai bis September monatliche Veranstaltungen statt.

Die Termine für 2023:

jeweils Sonntag 15 Uhr am Kronenplatz, 7. Mai, 4. Juni,  2. Juli, 6 August, 3. September und zum zweiten bundesweiten Aktionswochenende am 24. September

Die angemeldete Route für diesen Sonntag: 

Kronenplatz, Waldhornstraße, Alter Friedhof, Ludwig-Erhard-Allee, B 10, Wolfartsweierer Straße, Ostring, Durlacher Allee, Adenauerring, Willy-Brandt-Allee, Hans-Thoma-Straße, Herrenstraße, Erbprinzenstraße, Markgrafenstraße, Kronenplatz

76 Radlerinnen und Radler, Kinder (auch in Lastenrädern und Anhängern) und Erwachsene machten bei der Kidical Mass am 7. Mai mit.

Bilder von Michael Reichert
Kronenplatz

Ludwig-Erhard-Allee


Oststadt-Kreisel

Waldhornstraße

Weitere Termine sind dann immer am ersten Sonntag UND am 24.09., jeweils 15 Uhr auf dem Kronenplatz



Freitag, 28. April 2023

Rückblick CM 28.04.2023 nach dem Fahrrad-Klima-Test. 250 sind mitgeradelt

Rückblick CM 28.04.2023 nach dem Fahrrad-Klima-Test.  250 sind mitgeradelt

Der Tag war verregnet, der letzte Regenguss kam 20 Minuten vor dem Start runter. Aber als ich am Kronenplatz ankam, war es wie jedes mal. So um die 200 tummelten sich auf ihren Fahrrädern, Tandems, Velomobilen. Musik kam aus der Box. Da kapitulierte auch das Regenwetter, die Sonne kam raus. So richtig schön warm, diesmal konnten wir die Regenklamotten so nach und nach ausziehen.
Thema vor dem Start waren zunächst die Eckdaten des Fahrrad-Klima-Tests. Nach 4 Jahren als Fahrradhauptstadt bei Städten unserer Größe verloren wir den ersten Platz an Münster, die diesmal alles dran setzte, den ersten Platz wieder zu erlangen. Der Abstand war knapp, aber er zeigte, dass Stillstand zu wenig ist, um vorne zu bleiben. Freiburg rückt uns jetzt näher auf die Pelle.

Das entspannte sichere Fahrradklima während einer Critical Mass heißt es, auch in das Alltagsradeln zu übertragen, wenn die Verkehrswende schneller vorwärts kommen soll.

Die Stimmung war gut wie immer, die Sonne tat ihr übriges dazu, es schlossen sich unterwegs noch weitere an, sodass ich 250 zählte, als wir am ADFC-Büro in der Welfenstraße vorbei radelten.

Ach ja, und übrigens: Obwohl es immer wieder regnete, startete Tim in Bruchsal den Zubringer zur Critical Mass, in Weingarten schloss sich noch jemand an, sodass sie zu zweit nach Karlsruhe radelten. Eine stolze Leistung, ist der Zubringer in einer Richtung doch doppelt so lang wie die eigentliche Critical Mass. :-)

Hier die Stimmung der Critical Mass in Karlsruhe in Bildern. Zum vergrößern, Bilder anklicken:
ein Blick von oben von Christa

Hier jetzt Bilder von mir (Cornelius), die Sonne trocknet die Straße







zurück in der Stadt, kommen wir zum zweiten Mal am Karlstor aus dem Karoline-Luise-Tunnel


Monika Wendt hat die Tour begleitet und folgende Bilder eingefangen:



























Donnerstag, 20. April 2023

Critical Mass 28.04.2023 Anlass ADFC Fahrradklima-Test, Unfallschwerpunkte 11,9 km

Critical Mass 28.04.2023 Anlass ADFC Fahrradklima-Test, Unfallschwerpunkte  11,9 km


Kronenplatz, Ausfahrt über Kreuzung Markgrafenstraße/Fritz-Erler-Straße

Fritz-Erler-Straße
Kaiserstraße
Adenauerring
Reinhold-Frank-Straße
Kriegsstraße
Karoline-Luise-Tunnel
Ritterstraße
Beiertheimer Allee
Ebertstraße
Albtalstraße
Welfenstraße
Michaelstraße
Ebertstraße
Brauerstraße
Kriegsstraße
Karoline-Luise-Tunnel
Kriegsstraße
Lammstraße
Hebelstraße
Marktplatz

Länge: 11,9 km


Pressemitteilung: 
 

Critical Mass fährt anlässlich des “ADFC Fahrradklimatests” Unfallschwerpunkte an

Nachdem im März trotz Regens 307 mitgeradelt sind, fährt die Critical Mass am Freitag, den 28.04., anlässlich der kurz vorher erfolgten Ergebnisbekanntgabe des ADFC Fahrradklimatests verschiedene Unfallschwerpunkte an. Los geht es wie üblich um 18 Uhr am Kronenplatz. Die letzten Ergebnisse der großen ADFC-Befragung mit Schulnoten 3,7 und 3,1 waren “befriedigend”, aber trotzdem das beste Ergebnis der Großstädte über 200.000 Einwohnern. Karlsruhe rühmt sich seitdem als “Fahrradhauptstadt”, dabei gibt es noch immer viel Verbesserungspotential und nicht wenige Unfälle.

Im Jahr 2022 sind drei Menschen beim Radfahren im Stadtgebiet tödlich verunglückt - die Stadt ist von der “Vision Zero” (null Tote im Straßenverkehr) also leider noch weit entfernt. An der Reinhold-Frank-Straße befinden sich zahlreiche radfeindliche Kreuzungen, wie auch der Unfallatlas zeigt: Unfallatlas | Kartenanwendung (https://unfallatlas.statistikportal.de/).

Entlang des Adenauerring wurde der bestehende Radweg zwischen Am Fasanengarten und Linkenheimer Allee zwar kürzlich saniert. Dabei wurden die Straßenlaternen jedoch auf den Radweg verlegt und dieser zugunsten von mehr Parkplätzen in Stadionnähe schmaler als zulässig angelegt.

Die Ergebnisse des Fahrradklimatests 2022 werden am Montag vor dem CM-Termin am letzten Freitag des Monats veröffentlicht. An vielen veralteten Straßen-Planungen wird entgegen neuer verkehrswissenschaftlicher Erkenntnisse festgehalten, die Sicherheit für Fuß- und Radverkehr hat nach wie vor nur geringe Priorität. Das muss sich dringend ändern! Der Vorstand des ADFC Karlsruhe ist zur Critical Mass dabei und wird dann auch Details zu den Ergebnissen bekannt geben können. Die Abschlusskundgebung findet vor dem Rathaus statt – in der Hoffnung, dass die Verantwortlichen in Stadtplanung und Gemeinderat endlich die Sicherheit ungepanzerter Menschen im Straßenverkehr priorisieren.

ADFC-Fahrradklima-Test - Ergebnisse https://fahrradklima-test.adfc.de/ergebnisse

Route: Kronenplatz, Ausfahrt über Kreuzung Markgrafenstraße/Fritz-Erler-Straße, Fritz-Erler-Straße, Kaiserstraße, Adenauerring, Reinhold-Frank-Straße, Kriegsstraße, Karoline-Luise-Tunnel, Ritterstraße, Beiertheimer Allee, Ebertstraße, Albtalstraße, Welfenstraße, Michaelstraße, Ebertstraße, Brauerstraße, Kriegsstraße, Karoline-Luise-Tunnel, Kriegsstraße, Lammstraße, Hebelstraße, Marktplatz

Länge: 11,9 km



BNN 25.04.2023

Wer von Bruchsal, Weingarten kommt, kann sich folgendem Zubringer anschliessen:

Tim Felber, der auch im CM-Team in Karlsruhe aktiv ist, bietet für Freitag, den 28.4.23 eine Tour von Bruchsal aus zur CM nach Karlsruhe an. Abfahrt ist um 14:45 Uhr am Schotterparkplatz, Zwischenstopp oder Zustieg ist gegen 16 Uhr in Weingarten am Ortsausgang auf dem Parkplatz beim Einkaufszentrum geplant.  Gefahren wird außerorts auf den Radwegen entlang der B3 und das Ziel ist der Treffpunkt zur CM in Karlsruhe am Kronenplatz. Die Abfahrt dort ist um 18 Uhr.
 
Falls noch jemand so einen "Zubringer" aus seinem Wohnort für Mai organisieren möchte, schreibt mir bitte eine Mail an cm-ka@web.de - danke!
Langfristig planen wir monatliche "Sternfahrten".


Folgende Termine:
Montag, 1. Mai 18 Uhr online: Orga-Treffen für die Critical Mass Karlsruhe im Mai und Juni (Achtung, trotz Feiertag!)
Sonntag 7. Mai 15 Uhr Kronenplatz: Kidical Mass (bundesweites Aktionswochenende) - dann immer am ersten Sonntag UND am 24.09., jeweils 15 Uhr
Mittwoch 17.05. 18 Uhr Kronenplatz: Ride of Silence

Ride of Silence am 17. Mai 2023 (zu 3 Ghost Bikes)

Anlässlich des weltweiten Aktionstags "Ride of Silence" rufen Fahrradinitiativen in mehreren Städten weltweit zu schweigenden Fahrraddemonstrationen auf. Mit ihnen soll den Radfahrenden gedacht werden, die im Straßenverkehr getötet wurden.

Am dritten Mittwoch im Mai findet der weltweite Aktionstag "Ride of Silence" in Erinnerung an Radfahrende statt, die im Straßenverkehr getötet wurden. In Karlsruhe ruft der ADFC deswegen zur Teilnahme am hießigen Ride of Silence auf. Dazu fahren wir schweigend – gerne in weiß gekleidet – als Fahrraddemonstration zu den drei jüngsten Ghostbikes in Karlsruhe.

Diese weiß lackierten Fahrräder sind als Mahnmale für aufgestellt, die im Straßenverkehr getötet wurden. Sie sollen auf die
Gefahrenstellen aufmerksam machen und zur Rücksichtsnahme im Straßenverkehr aufrufen.