Samstag, 30. November 2019

BNN Artikel vom 30.11.2019 zum Klimastreik vom 29.11.2019


BNN Artikel vom 30.11.2019 zum Klimastreik vom 29.11.2019
BNN 30.11.2019

„Wir sind jung und brauchen die Welt“


Fridays for Future: Über 5 000 Demonstranten ziehen für einen besseren Klimaschutz friedlich durch die Innenstadt

Von unserem Redaktionsmitglied Ekart Kinkel


Eine Dreiviertelstunde nach Beginn der Kundgebung setzt sich der Marsch in Bewegung. Und erst nach einer weiteren Viertelstunde sind die letzten der über 5 000 Teilnehmer vom Schlossplatz in die Waldhornstraße eingebogen. Etwa einen Kilometer lang ist der Protest-Zug, der sich ab 13 Uhr durch die Innenstadt schlängelt und über Kriegsstraße, Herrenstraße und Zirkel zurück zum Abschlusskonzert auf den Schlossplatz zieht. Dabei fordern die Teilnehmer immer wieder lautstark den sofortigen Kohlestopp und recken Plakate mit kreativen Aufschriften wie „Wir sind jung und brauchen die Welt“ in die Höhe. Gegen die Kälte helfen spontane Hüpfeinlagen, gegen den Nieselregen Regenschirme und Funktionskleidung.

„Das Wetter ist vielleicht mies. Aber das Klima ist mittlerweile schon beschissen“, bringt Jonas Labonte vom Organisationsteam der Karlsruher Fridays-for-Future-Bewegung die Stimmung bei der Kundgebung auf den Punkt. Den Demonstranten ist es ernst, dass wird bei Labontes klarer Ansprache schnell deutlich. „Wir müssen weg vom motorisierten Individualverkehr mit immer größeren Fahrzeugen und hin zu einem Ausbau des Schienennahverkehrs und fahrradfreundlichen Städten“, betont Labonte. Der Klimawandel könne schließlich nur durch ein schnelles Umsetzen von Energie-, Agrar-, und Verkehrswende gestoppt werden.

„Es ist unsere Zukunft, die da auf dem Spiel steht“, sagt Demo-Sprecherin Ulla Scheler. In Karlsruhe habe die Stadtverwaltung mit einem Bürgerbeteiligungsverfahren für die Fortschreibung des Klimakonzepts zumindest ein Zeichen gesetzt. In Berlin seien die Forderungen der Bewegung dagegen offenbar noch nicht angekommen und deshalb werde man den Druck weiter erhöhen.

Bei ihren Demonstrationen können die Fridays-for-Future-Aktivisten in der Fächerstadt künftig auf das Karlsruher Klimabündnis zählen. Wenige Tage vor dem vierten globalen Klimastreik wurde das Bündnis zur Unterstützung der Freitagsdemonstrationen von 29 Gruppen und Organisationen aus der Taufe gehoben. „Nur wenn wir alle gemeinsam auf die Straße gehen, können wir die Politik künftig zum Umdenken bewegen“, nennt der Karlsruher DGB-Vorsitzende Dieter Bürk den Grund für die Bündnis-Gründung. An diesem Samstag organisiert zudem die Elterninitiative Parents for Future von 12 bis 16 Uhr auf dem Ludwigsplatz eine Mahnwache gegen das Karlsruher Klimaschutzkonzept.

Beistand erhält Fridays for Future auch von den Wissenschaftlern der Vereinigung Scientists for Future. „Dass Klimaschutzpaket der Bundesregierung reicht bei Weitem nicht aus“, sagt Meteorologe Peter Knippertz vom Karlsruher Institut für Technologie auf dem Schlossplatz. Deshalb müssten Maßnahmen zum Erreichen der internationalen Klimaziele gemeinsam mit den Forschern entwickelt und umgesetzt werden. Fast 27 000 Wissenschaftler haben die Stellungnahme der Scientists for Future unterzeichnet. Diese wollen künftig auch gezielt gegen Falschinformationen und die Relativierung des Klimawandels vorgehen.
MIT PLAKATEN UND PAROLEN machten die Teilnehmer der Fridays-for-Future-Demonstration am Freitag auf dem Schlossplatz ihrem Unmut gegen die Klimapolitik der Bundesregierung Luft. Die Demonstration war Teil des vierten globalen Klimastreiks der internationalen Jugendbewegung. Fotos: jodo
EIN LANGER PROTESTZUG mit mehr als 5 000 Menschen zog bei wechselhaftem Wetter durch die Innenstadt.

Samstag, 16. November 2019

CM 29.11.2019 Strassen sicher machen 9 km

CM 29.11.2019 Strassen sicher machen   9 km
275 waren diesmal dabei
gpsies : https://www.gpsies.com/map.do;jsessionid=BD40D9BEE4D4D0BAB7D9458391C78648.fe3?fileId=uuykxkyqyeryoniq

Kronenplatz
Zähringerstr.
Adlerstr.
Markgrafenstr.
Erbprinzenstr.
Lammstr.
Kriegstr.
Reinhold-Frank-Straße
Kaiserallee
Yorckstr.
Weinbrennerstr.
Kriegstr.
Ludwig-Erhard-Allee
Wolfartsweiererstr.
Durlacher Allee

Alter Schlachthof



Rückblick

Es war ein typischer Novembertag. Trüb, kalt und es wollte nicht richtig Tag werden. Mittags beim Fridays for Future vor dem Schloss goss es zeitweise in Strömen. 6.000 waren trotzdem gekommen. Das Thema mobilisiert, wenn es sich machen lässt, will man dabei sein. Auch, um Reklame für die Critical Mass am Abend zu machen.


Das Wetter blieb Novemberwetter, ab 16 Uhr regnete es nicht mehr. Auch, wenn inzwischen die Critical Mass wetterfest geworden ist, man ist ja schließlich nicht aus Zucker, es bleibt die bange Unsicherheit. Nachdem wir bei den letzten Anmeldungen immer von der Polizei nach oben korrigiert werden mussten, meldeten wir diesmal 300 an. So viele wurden es diesmal nicht, nach mehreren Zählungen unterwegs, waren es jetzt 275 Radlerinnen und Radler, die diese Critical Mass wieder sichtbar gemacht haben. Für einen solchen Novembertag ein Spitzenergebnis, wenn man es mit den letzten Jahren vergleicht.
Fridays for Future und Critical Mass ergänzen sich ideal. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen wächst immer stärker. Wir sind ein Querschnitt durch die Bevölkerung, das Klima betrifft uns alle. Und was ich besonders schön finde, es ist keine verbissene Demo, wo aggressiv für Veränderungen geworben wird, vielmehr ist es ein Ereignis, wo das gemeinsame Radeln in unserer Stadt ein Gefühl des "must have" erzeugt, es macht Spass mit Gleichgesinnten unterwegs zu sein. Ein Gefühl, dass wir mit allen teilen wollen, die uns vom Straßenrand aus beobachten. Ein Gefühl, mit dem wir begeistern wollen, vom zuschauen zum mitradeln.
Es ist ein schönes Gefühl, zügig und sicher durch die Stadt zu radeln, vor allem, wenn einem die Polizei den Weg frei macht. Das Ziel ist allerdings erst erreicht, wenn das auch im Alltag ohne Polizeibegleitung geht.
Das da noch viel geschehen muss, erlebten wir auf dem Rückweg auf der Kriegstraße vor der Kreuzung am Karlstor. Da half zunächst auch die Polizeieskorte nicht viel weiter. Die kritische Masse saß da nämlich in der deutschen liebstem Kind, seinem "heilix Blechle". Alle auf dem Weg in die Stadt. Als Einzelradler hätte man sie lächelnd überholt und ihnen das Fahrradrücklicht gezeigt. Aber so standen wir mit ihnen im Stau in abgasgeschwängerter Luft. Unsere Polizisten stoppten dann kurzerhand den Verkehr auf der Karlstraße und winkten die Autoschlange vor uns durch. Wir konnten weiterradeln. An sich hätten diese Autofahrer vor uns sich bei uns bedanken müssen, das plötzliche schnelle Vorwärtskommen hatten sie ja unserer Critical Mass zu verdanken.
Am Alten Schlachthof wartete dann schon an der Fettschmelze der Feuerkorb mit wärmendem Lagerfeuer auf uns. Es blieben noch viele da, Raum für viele anregende Gespräche. Auch unter dem Eindruck der schieren Masse an Automobilen, die das Vorwärtskommen auf unser Tour immer wieder behinderten, die Frage, wie müssen wir es anstellen, wie müssen wir nach außen wirken, dass Bewusstseinswandel kein aufgedrückter Zwang ist, sondern als attraktiver Befreiungsschlag erlebt wird und gesucht wird. So wie es bei uns selbstverständlich ist. Mit polarisieren erreicht man keine Ziele. Eine Frage, die auch das Forschungsprojekt "Klima im Alltag" in der Oststadt bewegt und nach Lösungen suchen lässt. Letztendlich muß bei jedem und jeder von uns etwas passieren, wir müssen es wollen.
Dass unsere Critical Mass immer weiter wächst, egal wie das Wetter ist, zeigt ja, dass wir auf dem richtigen Weg sind, dass wir attraktiv sind. Dass wir ungeduldig sind, ist ok, schliesslich liegen spannende Zeiten vor uns. 
Inzwischen hatten sich die letzten Wolken verzogen und die leuchtenden Sternbilder über uns zwinkerten uns zu, 
"einfach weiter machen :-) Denn Machen ist wie Wollen, nur krasser !"

In diesem Sinne allen eine besinnliche Adventszeit mit der Muse der Gelassenheit.
Am Montag, den 2. Dezember treffen sich alle, die sich für die CM interessieren in der Welfenstraße 13, dem neuen ADFC-Büro.

Und jetzt einige Bilder der Tour:





Die Critical Mass ist zwar eine spontane Aktion, von den Ursprüngen und vom Wesen her. Aber wenn man sie nicht einfach dem Zufall überlassen will, und dafür ist sie schon lange zu wichtig und hier in Karlsruhe verwurzelt, ist doch einiges an Engagement und damit Mithilfe nötig. 

Hier die Eindrücke von Christa: 
Die CM hat wieder Spaß gemacht :-) Tim und Thomas, ihr dürft gerne öfters die Führung übernehmen ;-)



Passend zum "Black Friday" gingen auch unsere "Geschäfte" gut, danke Gerti für deine Unterstützung. Gefühlt wollte jeder plötzlich eine Weste haben, verkauft haben wir 10 Stück (Rekord). "Hier die Ordnerbinden... wo sind die Ordner?...", nachdem alles eingepackt war, die Frage: "kann ich eine Ordnerbinde haben?"   Auch die Flyer wurden besonders attraktiv, nachdem sie weggepackt waren, Mist, dass es in der Tasche so dunkel ist.  Wo Fotos machen? ... auch die Straßen sind dunkel... Wo sind sie geblieben, die Fotografen und Zähler, die Fotografinnen und Zählerinnen? Bei den vielen  anderen Veranstaltungen, die alle das Klima retten wollen. Dann am Ziel ...wie schön, das Feuer brennt schon, ... dann die Frage "wo warst du, ich hätte noch mehr Flyer benötigt"....

Seit wir soviel Ordner benötigen, gibt es weniger Leute für die weiteren Jobs.
Und obendrein bräuchten wir auch noch Sängerinnen und Sänger, :-) um die Songvorschläge von Uwe in die Tat umzusetzen. Wer traut sich???? ;-)
Toll war wieder das Feuer, ein idealer Ausklang, zum Aufwärmen, zum eintauchen in Gespräche. 

Die Hauptsache aber ist doch, dass wir wieder sichtbar viele hatten, die an dieser Critical Mass teilgenommen hatten. Mit diesem Link könnt ihr die Teilnehmerzahlen anderer Städte erfahren. 

Wir kommen gleich nach Hamburg und Stuttgart, gehören wir nun zu den "ganz Großen" ? ;-)

Aufruf am 28.11.2019
Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,



für morgen laden gleich zwei Bewegungen ein, auf die Straße zu gehen. Um 12:00 Uhr vor dem Schloss  der Globale Klimastreik und wie immer am letzten Freitag im Monat die Globale Critical Mass. Die Details und Hintergründe, wie auch den Rückblick dazu, findet ihr auf unserem Blog. 



Die BNN berichtete gestern, 27. November, über den Klimastreik und das Klimabündnis und heute gab es einen kurzen Hinweis zu unserer Tour. s.u.



Wenn auch die Wettervorhersage nicht die Beste ist, kommt in Massen, bringt Freunde, Bekannte und eure Nachbarn mit.



Euer Team der Critical Mass Karlsruhe


P.S. Wichtig! Das Treffen der CM-Aktiven findet in den neuen Räumlichkeiten des ADFC in der Welfenstraße 13, 18:00 Uhr, jeden ersten Montag im Monat statt. Wir sehen uns dann am Montag den 2.12.

BNN 27.11.2019
Schulterschluss zahlreicher gesellschaftlicher Kräfte
Klimastreik in der Innenstadt: Fridays-for-Future-Bewegung rechnet an diesem Freitag mit bis zu 8 000 Teilnehmern
29 Gruppen gründeten Karlsruher Klimabündnis
Seit über 30 Jahren gibt es dieselben Forderungen
Von unserem Redaktionsmitglied Ekart Kinkel
Beim vierten globalen Klimastreik der Umweltschutzbewegung Fridays for Future gehen an diesem Freitag auch in Karlsruhe wieder zahlreiche Menschen für einen besseren Klimaschutz sowie eine Reduzierung der Treibhausgase auf die Straße. Startschuss für die lokale Aktion ist um 12 Uhr auf dem Schlossplatz. Nach den Ansprachen der Fridays-for-Future-Aktivisten Pawel Bechthold und David Lied setzt sich ein Demonstrationszug in Bewegung und zieht über Waldhornstraße, Fritz-Erler-Straße, Markgrafenstraße, Lammstraße, Kriegsstraße, Herrenstraße und Zirkel durch die Innenstadt. Gegen 14.30 Uhr läutet eine Band auf dem Schlossplatz das Ende der Protestaktion ein. Während des Demonstrationszuges wird es aller Voraussicht nach zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Ortskundige sollen die Innenstadt deshalb weiträumig umfahren. Die Veranstalter rechnen laut eigenen Angaben mit 6 000 bis 8 000 Teilnehmern. Beim dritten globalen Klimastreik am 20. September gingen in Karlsruhe über 11 000 Menschen auf die Straße.

Dieses Mal werden die Teilnehmer des Protestzugs erstmals in Blocks eingeteilt. „Im Familienblock geht es eher ruhig zu. In anderen Blocks wird Musik gespielt oder richtig Krach gemacht“, sagt Lenny Orazulike vom Fridays-for-Future-Team. Außerdem wird die von Schülern und Jugendlichen geprägte Bewegung erstmals vom Karlsruher Klimabündnis unterstützt. Für die Fridays-for-Future-Gruppe stellt die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen kein Problem dar. „Wir sind froh über jeden Unterstützer. Und außerdem werden wir auch weiterhin unsere eigenen Demos organisieren“, sagt Orazulike.

Das Klimabündnis besteht aus insgesamt 29 Gruppen und Organisationen und wurde vor wenigen Tagen zur Unterstützung der Fridays-for-Future-Aktivisten aus der Taufe gehoben. „Sämtliche Mitglieder haben sich schon zuvor für einen nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen eingesetzt“, betont Bündnis-Sprecher Ingo Laubenthal von der Elterninitiative Parents for Future. Künftig wolle man den Druck auf die Politik durch gemeinsame Aktionen und den lautstarken Protest auf der Straße weiter erhöhen. „Dabei wollen wir kein Club der Umweltvereine sein, sondern uns mit allen Menschen zusammenschließen, denen die Erhaltung einer lebenswerten Zukunft am Herzen liegt“, sagt Laubenthal. Sportvereine seien im Klimabündnis ebenso willkommen wie Kulturorganisationen oder religiöse Vereinigungen. Der Hauptgrund für das gemeinsame Vorgehen ist für Laubenthal die teilweise ignorante Haltung der Politik gegenüber dem Klimawandel. „Wenn uns die Politik für dumm verkaufen will, bleibt nichts anderes übrig, als selbst Fachwissen zu erwerben und die Politik auf die Straße zu verlegen“, verweist Laubenthal auf die Warnungen von renommierten Wissenschaftlern vor den drastischen Folgen der Klimakrise. Ein gemeinsames Grundsatzprogramm hat das Klimabündnis aber noch nicht erarbeitet. „Jede Organisation spricht für sich und deshalb kann es durchaus auch einmal zu Widersprüchen kommen“, sagt der Bündnissprecher.

Nachwuchsgruppierungen wie Fridays for Future oder das Klimakollektiv sind im Bündnis deshalb ebenso vertreten wie die Karlsruher Ortsgruppen von bundesweit agierenden Organisationen wie dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) oder dem Verkehrsclub Deutschland (VCD).

„Um den Kampf gegen die Klimakrise zu gewinnen, braucht es einen Schulterschluss sämtlicher gesellschaftlicher Kräfte“, sagt der DGB-Vorsitzende Dieter Bürk. Für BUND-Aktivist Harry Block muss vor allem die Energiewirtschaft zum Umdenken genötigt werden. „Eigentlich fordern wir heute dieselben Dinge wie vor 30 Jahren“, sagt VCD-Sprecher Uwe Haack. Das bedeutet: Um die Innenstädte zu entlasten, muss die Mobilitätswende durch den Ausbau des Schienenverkehrs und die Ausweisung von Fußgängerzonen vorangetrieben werden. Der einfachste Schritt zur Entlastung des Klimas sei aber immer noch ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen. Haack: „In ganz Europa gibt es Geschwindigkeitsbegrenzungen. Nur in Deutschland wird die Politik von der Automobil-Lobby ausgebremst.“


LAUTSTARKER PROTEST gegen die Klimapolitik: Im Rahmen eines globalen Aktionstags gehen am Freitag in Karlsruhe wieder mehrere Tausend Menschen für einen besseren Schutz der Umwelt auf die Straße. Archivfoto: jodo (BNN)



Pressemitteilung:

Folgenden Text haben wir vorgeschlagen:

Karlsruhes Straßen sicher machen – für alle!

Radfahren ist in Karlsruhe noch immer gefährlich und auch wenn vermeintlich weniger passiert, fühlt es sich trotzdem noch immer gefährlich an, weil viele Unfälle nur wegen der Umsicht und der Erfahrung der Radler nicht passieren. Noch schwieriger ist die Entscheidung in der Stadt zu radeln für diejenigen, die nicht geübte, sportliche Radler sind. Für Menschen, die nicht mehr so jung sind oder die sich auf dem Rad nicht ganz so sicher fühlen, für Kinder oder auch für Menschen mit einem Handicap, ist die Situation noch viel bedrohlicher. In der Konsequenz meiden sie das Rad. Wenn Karlsruhe wirklich Fahrradstadt werden will, muss die Stadt das Fahrradfahren auch für die Schwächeren sicherer machen – gefühlt und tatsächlich.

Für dieses Ziel wirbt im November die monatlich stattfindende Critical Mass Karlsruhe. Am 29. November trifft man sich um 18h am Kronenplatz, um gemeinsam die ca. 9 km lange Strecke zu radeln. Im durch die Polizei gesicherten Konvoi geht es über Zähringer Straße, Adlerstraße, Markgrafenstraße, Erbprinzenstraße, Lammstraße, Kriegstraße zur Reinhold-Frank-Allee, dann über Kaiserallee, Yorck-, Weinbrenner- und Kriegstraße auf die Ludwig-Erhard-Allee, um über Wolfartsweierer Straße und Durlacher Allee letztlich am Alten Schlachthof anzukommen. Wenn das Wetter mitspielt, sollte dort bereits vor der Fettschmelze ein Feuer brennen, an dem sich die Teilnehmer aufwärmen können.

Eine gemütliche und sichere gemeinsame Radtour soll es werden für alle Teilnehmer. So angenehm und sicher, wie es sich jeden Tag anfühlen und sein sollte. Bis es allerdings soweit ist, muss noch einiges passieren.

Und hier noch der sehr intensiv und ausführliche Beitrag von Thomas in seinem Blog KA-Radler zur November Critical Mass.


Am 29.11.2019 findet auch um 12 Uhr am Karlsruher Schloss der Globale Klimastreik statt.


Freitag, 25. Oktober 2019

CM 25.10.2019 Unfallträchtige Stellen 13 km

CM 25.10.2019 Unfallträchtige Stellen  13 km
485 sind mitgeradelt


Startpunkt: Kronenplatz
Zähringerstraße
Adlerstraße
Markgrafenstraße
Erbprinzenstraße
Herrenstraße
Zirkel
Hans-Thoma-Straße
Akademiestraße
Douglasstraße
Kaiserstraße
Kaiserplatz
Stephanienstraße
Kaiserallee
Kochstraße
Haydnplatz
Weberstraße
Moltkestraße
Reinhold-Frank-Straße
Sophienstraße
Entenfang
Rheinstraße
Kaiserallee
Körnerstraße
Goethestraße
Scheffelstraße
Kriegstraße
Meidingerstraße
Baumeisterstraße
Hermann-Billing-Straße
Ritterstraße
Mathystraße
Karlstraße
Welfenstraße
Michaelstraße
Endpunkt: am Grünstreifen an der Ebertstraße, vor der Sparkasse



Rückblick
die Critical Mass Karlsruhe gehört zum letzten Freitag im Monat. Sie würde fehlen, wenn es sie nicht gäbe. Denn inzwischen gehört es zum Ritual des Freitags vor dem Monatsende, sich auf dem Kronenplatz zu treffen. Es sind nicht mehr nur ein paar unentwegte, die sich dort einfinden, es ist vor 18 Uhr und der Platz ist schon reichlich gefüllt, die Stimmung ist gut, alle freuen sich auf die Tour. Heute war es nicht schwer, sich zu motivieren, es war warm und der Tag war sonnig. 
485 auf ihren Fahrrädern, Lastenrädern, 8 Velomobile, ein Musikanhänger und weitere Fahrräder mit Musik, bei der langen Schlange war damit überall für gute Stimmung gesucht. Das ist die zweithöchste Anzahl bis jetzt an für das Radfahren Begeisterten. Die Anzahl des letzten Monats ist so schnell sowieso nicht zu toppen.
Kreuz und quer ging es jetzt durch die Straßen der Stadt bis raus zum Entenfang, wir kreuzten immer wieder mal eine Straße, wo wir gerade eben schon mal entlang radelten. Wir hatten Spaß und vor allem, wir waren nicht zu übersehen. Wir tauchten immer wieder neu auf. Die Schilder und Fahnen an den Fahrrädern waren somit immer wieder im Blickfeld. Nicht nur bei den Passanten am Straßenrad, sondern auch bei den Fahrgästen der Straßenbahnen, deren Gleise wir immer wieder kreuzten. Dafür, dass wir den Fahrplan diesmal kräftig durcheinander wirbelten, bitten wir um Verständnis. Aber heute ist halt wieder ein Friday for Future. "Wegen einer Demonstration im Stadtgebiet kommt es zu Verspätungen und Zugausfällen" lief es noch nach 20 Uhr über die Laufbänder an den Haltestellen. 
Mit einer Dauer von fast zwei Stunden war es zeitlich die längste Critical Mass, wir waren also bis zum Ladenschluss sichtbar.
Hell erleuchtet waren die Schaufenster des Fahrradbüros des ADFC in der Welfenstraße 13, wo wir auf dem Weg zum Endpunkt vorbeiradelten. Getränke warteten dort. Einige fanden sich im Anschluss dort ein. Die große Masse war es leider nicht, nach 2 Stunden radeln, wollten die meisten jetzt wohl doch nur noch nach Hause.
Wir sehen uns in einem Monat. Diesmal bitte alle mit Beleuchtung, wir starten dann schon in der Dunkelheit. Die Polizei sortiert alle ohne Beleuchtung aus, zu aller Sicherheit. Und wir wollen doch schlussendlich wieder mit maximaler Besetzung durch die Stadt radeln :-)







BNN Artikel vom 28.10.2019

Kritische Fahrt durch die Stadt
Knapp 500 Teilnehmer der Radfahrer-Bewegung Critical Mass steuern Unfallorte an
Zu E-Scootern gehen Organisatoren auf Distanz
Von unserem Mitarbeiter Matthias Dreisigacker
Plötzlich, gegen 18 Uhr, ist der halbe Kronenplatz voller Fahrräder. Zum 55. Mal seit März 2015 hat die Radfahrer-Bewegung Critical Mass auch an diesem letzten Freitag des Monats zur Fahrrad-Demo aufgerufen. Die Bewegung will mit ihren spontan wirkenden Aktionen auf die Berechtigung des Radverkehrs aufmerksam machen. Die Route führt dieses Mal über 13 Kilometer von der Innenstadt bis nach Mühlburg.

Passiert werden bei der Tour gezielt 200 Stellen, die in der Vergangenheit als besonders konflikt- und unfallträchtig für Fahrradfahrer aufgefallen sind. Seit der vorangegangenen Tour Ende September sind die E-Scooter als weitere zweirädrige Fahrzeuge hinzugekommen. Dem Teilnehmer Moritz ist noch vorhin auf der Sophienstraße jemand auf so einem E-Roller begegnet, mit erheblicher Geschwindigkeit. Vorschnell urteilen möchte er über die elektrifizierten Trittbrettfahrer aber nicht: „Die gibt es ja erst seit kurzem“.

Uwe Lancier und Christa Walter gehören zum Organisationsteam der aktuellen Critical Mass. Die Organisatorengruppe setzt sich jedes Mal neu zusammen. Sollte demnächst jemand mit dem E-Roller an der Demo teilnehmen wollen, „dann müssten wir das in der Gruppe ausdiskutieren“, sagt Christa Walter. Inlineskater hätten diesen Wunsch schon einmal geäußert, das sei abgelehnt worden. „Wir setzen uns für mehr Platz für Fahrräder ein, nicht für E-Roller“, unterstreicht Walter.

Lancier, der bis Mai Stadtrat der Kult-Fraktion war, sieht Fortschritte in der Stadt, hält das Erreichte aber für „noch nicht genug. Kraftfahrzeuge werden traditionell immer noch bevorzugt. 60 Jahre autogerechte Stadt lassen sich nicht so leicht korrigieren. Und es macht schon einen Unterschied, wenn als Fahrzeug keine zwei Tonnen, sondern nur 20 Kilo unterwegs sind.“

In der Menge fällt Leon aus Bruchsal auf. Er sitzt auf einem Leihfahrrad des KVV. Er habe sein Studium erst begonnen und sein Rad noch nicht mitbringen können. Sein Befund: „Im Vergleich mit Bruchsal ist es für Radler in Karlsruhe zwar besser, aber es könnte noch viel mehr gehen. Eine autofreie Innenstadt wäre möglich.“ Auch die Karlsruher Linnea und Sebastian kennen Verbesserungsmöglichkeiten. Sie wünschen sich wegen der vielen Baustellen eine bessere Koordination der Wege für Autos und Radfahrer. In der Ettlinger Straße ist ihnen stadteinwärts auf einer langen Passage die Regelung unklar.

Lancier verkündet das Motto der Fahrt. Es gehe um die verletzten Fahrradfahrer des vergangenen Jahres. „Wir wollen nicht, dass diese Zahl steigt. 600 sind schon zu hoch“, sagt er mit Bezug auf die Unfallzahlen der Polizei. Bevor sich alle Räder über die Zähringerstraße in Bewegung setzen, erinnert er an die Regeln: verkehrstaugliches Fahrrad, Alkohol „bitte auf später verschieben“, Handyverbot im Sattel. „Letztes Mal hat es einen erwischt, der musste 55 Euro abdrücken“, warnt Lancier.

Als gegen 20 Uhr das Ziel in der Ebertstraße erreicht ist, gibt Lancier die Teilnehmerzahl bekannt. 485 Menschen wurden diesmal gezählt. Laut dem Critical-Mass-Mitorganisator wären es noch mehr gewesen, wenn die Polizei nicht einige Mitradler wegen mangelhafter oder fehlender Beleuchtung aus dem Verkehr gezogen hätte.

DIE FAHRRAD-DEMONSTRATION der Bewegung Critical Mass führte zu unfallträchtigen Kreuzungen in der Innenstadt und Mühlburg. Wechselnde Aktive organisieren die monatliche Fahrt. Die Teilnehmer fordern mehr Platz fürs Fahrrad Foto: jodo


Hier noch der Blog KA-Radler von Thomas mit Kommentaren von Uwe Lancier, der diese Tour ausgedacht hat.

 
Liebe Radlerinnen und Radler,
nur noch wenige Tage und es ist wieder soweit. Die CM-Route führt diesmal an konflikt- und unfallträchtigen Strecken vorbei, mehr dazu in der Pressemeldung unten.


Jeder kann dazu beitragen, dass das Radeln sicherer wird. Verunreinigungen, Gefahrenstellen, bauliche Mängel, Verkehrsverstöße u.a. können auf der folgenden Seite der Stadt Karlsruhe  https://feedback.karlsruhe.de gemeldet werden.
Ein anderer und schneller Weg, auf Verstöße wie Falschparker aufmerksam zu machen, ist die App "Wegeheld" https://www.wegeheld.org. Auch hier können die Verkehrsverstöße online eingetragen werden. Siehe dazu Deutschlandfunk, Fahrradfahrer wehren sich:  



Wer bei Scherben auf dem Weg lieber zum Telefon greift, kann auch die Sauberkeitshotline der Stadt Karlsruhe anrufen Tel: 0721 133-7082

Je mehr wir Mängel weitergeben um so sicherer werden unsere Wege.



Was Karlsruhe unternehmen will um als Fahrradstadt Top zu werden, könnt ihr in dem unten stehenden Bericht aus dem Radlerforum nachlesen.



Top und sicher soll auch unsere Tour werden, deshalb kontrolliert eure Fahrradbeleuchtung und lasst das Smartphone in der Tasche stecken. 



Viel Spaß beim gemeinsamen Radeln


wünscht euch das Team der Critical Mass 


P.S. Wir treffen uns wieder am 4.11., 18:00 Uhr im Umweltzentrum.


P.S. Den Rückblick zur Tour und vieles mehr findet ihr in unserem Blog: 




Pressemeldung in BNN 23.10.2019


PRESSEMELDUNG:



  Rad-Aktion “Critical Mass” gedenkt Verletzter 2018

 Wie jeden letzten Freitag des Monats startet am 25.10. um 18 Uhr die Karlsruher Critical Mass wieder vom Kronenplatz. Die ca. 1-stündige Tour führt diesmal 13 km durch Innenstadt, Weststadt bis Entenfang zurück über Kaiserallee und Kriegstraße zur Rüppurer Straße, schließlich über Gartenstraße und Karlstraße zu dem Grünstreifen vor der Sparkasse an der Ebertstarße, nahe der neuen Geschäftstelle des ADFC Welfenstraße 13. Radfahrende jeder Fitness, Alters und Radtyps sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Informationen zur Critical Mass finden sich auch unter http://cmkarlsruhe.blogspot.com
Die CM thematisiert dabei diesmal besonders konflikt- und unfallträchtige Strecken in der Stadt. Entlang der Wegstrecke liegen laut Unfallatlas 2018 ca 200 Unfallstellen von Radelnden mit Personenschäden, und viele von Radelnden aber auch von Kraftfahrern gefürchtete Kreuzungen, unübersichtliche Querungen und Einscherungen.
Auch im Radlerforum der Stadt, wie zuletzt am 11. Oktober, sind diese Stellen als Unfallschwerpunkte heiß diskutiert. Polizei, Radlerverbände und Stadtämter sowie Gemeinderat ringen um Lösungen für das friedliche Nebeneinander von Fuß- und Radverkehr mit dem öffentlichen, gewerblichen sowie privaten Kraftverkehr in Karlsruhe.

Die Critical Mass ruft durch die monatlich Fahrt als Fahrradkolonne die Bedeutung des klimafreundlichen, abgas- und lärmfreien Radverkehrs in der City in Erinnerung. Wir möchten dabei zeigen, dass der Radverkehr dazu auch einen fairen Anteil im Straßenraum braucht, passend zur aktuellen #Mehr PlatzFürsRad-Initiative des ADFC. Bei Unfallfreiheit ist Radfahren zudem gesundheitsfördernd und auch damit ein Beitrag für die Gesellschaft insgesamt.

Das Radlerforum


Das Radler­fo­rum ist das Exper­ten­gre­mium zum Thema Radverkehr. Es besteht aus Vertretern der im Gemein­de­rat vertre­te­nen Parteien sowie Vertretern verschiedener städtischer Ämter. Mitglie­der der Inter­es­sen­ver­bände des Radver­kehrs sowie weitere ­In­ter­es­sen­grup­pen sind eingebunden. Beim jüngsten Radlerforum erstmals mit dabei war auch ein Vertreter von "Fridays for Future". Das Gremium besteht seit Mitte der 90er Jahre und tritt etwa ein- bis zweimal im Jahr zusammen.
Im Radler­fo­rum werden Ziele der Radver­kehrs­po­li­tik disku­tier­t und Radver­kehrs­pla­nun­gen vorge­stellt. Die Ergebnisse werden dann als Empfeh­lun­gen an den Planungs­aus­schuss oder Gemein­de­rat wei­ter­ge­ge­ben. Geleitet wird das Radler­fo­rum von Bau­bür­ger­meis­ter Daniel Fluhrer.


Radstadt: "Karlsruhe will Top bleiben"

Diskussion im Radlerforum über aktuelle Radverkerkehrsmaßnahmen und Planungen
"Wir sind Deutschlands Fahrradhauptstadt. Wir sollten den ersten Platz nutzen, um den Vorsprung weiter auszubauen", betonte Bürgermeister Daniel Fluhrer im jüngsten Radlerforum. Der strategische Überbau soll mit einem neuen BYPAD-Audit (Bicycle Policy Audit) neu justiert werden, erfuhr das Expertenforum. Am Freitag (11. Oktober) befasste dieses sich im Karlsruher Rathaus unter Leitung von Bürgermeister Daniel Fluhrer mit aktuellen Themen der Radverkehrspolitik.
Neuer Aktionsplan über BYPAD-Verfahren
Anders als beim ersten Beteiligungs- und Zertifizierungsverfahren im Jahr 2005, als Karlsruhe mit dem BYPAD-Verfahren die Radverkehrsförderung erstmals mit dem 20-Punkte-Programm gezielt in Schwung bringen wollte, können die Radakteure 14 Jahre später auf eine Stadt schauen, in der "die Radstadt Karlsruhe Top bleiben will". Mit dem BYPAD-Audit soll das Leitbild "Radverkehr als System" mit konkreten Maßnahmen und Zielen für die nächsten zehn bis 15 Jahre unterfüttert werden. Erstmals soll auch der Fußverkehr ins Verfahren einbezogen werden. Die beauftragte Planungsgemeinschaft Verkehr (PGV-Alrutz) hat daher für die Ist-Analyse einen ähnlichen Fragebogen erarbeitet. Der neue Aktionsplan soll von einer BYPAD-Gruppe im Wesentlichen in drei Workshops zwischen Januar und Mai nächsten Jahres erarbeitet werden.
Unfallstatistik 2018: Weniger Schwerverletzte, aber mehr Leichtverletzte
Standardthema im Radlerforum ist die Unfallstatistik des Polizeipräsidiums Karlsruhe für Unfälle mit Rad-Beteiligung. 2018 gab es 588 Fahrradunfälle mit Personenschaden, seit 2010 (435 Fälle) steigt die Kurve stetig an. Dabei zeige die Statistik bei den Schwerverletzten (2018: 80, 2016: 96) eine rückläufige Tendenz, so Joachim Zwirner, Leiter des Referats Verkehr beim Polizeipräsidium Karlsruhe. Nach oben gehen jedoch die Zahlen bei den Leichtverletzten (2018: 544, 2016: 496). 287 Unfälle – und damit rund 50 Prozent der Rad-Unfälle - ereigneten sich an Unfallhäufungsstellen. Das sind Stellen, an denen sich innerhalb von drei Jahren fünf Unfälle mit Personenschaden ereignen. Unter den ersten zehn Unfallhäufungsstellen sind Abschnitte, die künftig nach erfolgten Umbauten aus der Liste verschwinden dürften, etwa Kapellenstraße/Durlacher Tor oder Mendelssohnplatz.
Schon verbessert hat sich die Situation auch im Bereich Karl-Friedrich-Straße und Zirkel – seit der Zirkelsperrung für Autofahrer hat die Polizei nur noch einen Radunfall dokumentiert. Näher anschauen muss sich die Karlsruher Unfallkommission unter anderem noch die Erzbergerstraße/Michiganstraße. Problematisch ist hier der Sichtbezug aufgrund der relativ spitzwinkligen Kreuzung. Bei fünf Unfällen in der Durlacher Allee/Alte Karlsruher Straße fuhren die Radfahrer entgegen der Fahrtrichtung. "Das muss man unterbinden", so Zwirner.
Werkstattbericht: durchgehende Radfahranlage in der Kriegsstraße
In die richtige Richtung geht es auch für den Radverkehr in der Kriegsstraße. Für die Zeit nach Fertigstellung der KASIG-Baumaßnahme wird bereits an einer durchgehenden Radfahranlage sowie Berücksichtigung der ab- und einbiegenden Radler an den Querungen geplant. Das belegt der Werkstattbericht der KASIG im Radlerforum. Der zeige, dass viele ihrer Punkte aus den vorangegangenen separaten Gesprächen umgesetzt wurden, dankte der ADFC-Vertreter den Planern. Positiv aufgenommen wurde im Radlerforum die Überlegung, Radlern zwischen Herren- und Sophienstraße eine Gleisquerung zu ermöglichen. Aus der Mitte des Gremiums kam die Bitte, Radfahrstreifen großzügig zu bemessen und Aufstellflächen für Radfahrer an Ampeln vorzusehen. "Das System ist extrem ausbalanciert mit allen Verkehrsarten", gab Fluhrer zu bedenken. Dennoch: Gerade an den großen Kreuzungen schaue man aktuell noch nach Optimierungen.  
Noch bevor sich der Planungsausschuss als Fachgremium mit den Details beschäftigt, gaben Tiefbauamt und Stadtplanungsamt dem Radlerforum einen Ausblick auf geplante Maßnahmen, wie die Verbreiterung des Geh- und Radwegs entlang der L623 zwischen Grünwettersbach und Wolfartsweier. Und während das Tiefbauamt im nächsten Jahr die weitgehende Fertigstellung der Radroute vom Durlacher Tor nach Hagsfeld vorhat, schauen die Planer bereits mit Rad-Blick auf die Radroute zwischen Grötzingen und Hagsfeld. Für die Innenstadt in der Untersuchung sind unter anderem die Hans-Thoma-Straße stadteinwärts und ihre Kreuzungsbereiche.