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Freitag, 16. Februar 2018

CM 23.02.2018 Radler sichtbar in der Stadt

CM 23.02.2018 Radler sichtbar in der Stadt   12 km
51 sind trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt mitgeradelt
Kronenplatz – Fritz-Erler-Straße
r. Kriegsstr.
r. Lammstr.
r. Erbprinzenstr.
l. Karl Friedrichstr. l. Hebelstr.
l. Lammstr.
r. Kriegsstr.
r. Ritterstr. l.Erbprinzenstr. l. Herrenstr.
r. Amalienstr.
r. Hirschstr.
r.Stephanienstr.
l. Seminarstr.

r. Moltkestr.
r. Hans-Thoma-Str/ Zirkel.
r. Waldhornstr./Fritz-Erler-Straße.
r. Baumeisterstr.
l. Wilhelmstr.
l. Augartenstr.
l. Marienstr.
r. Werderstr.
Morgenstr./ Elisabeth-Großwendt-Str.
r. Philipp-Reiss-Straße./ Klara-Siebert-Str.
r. Rahel Straus-Str./ Luisenstr.
r. Ettlingerstr.

r. Kriegsstr.
l. Fritz-Erler-Straße.
l. Markgrafenstr./ Erbprinzenstr.
r. Herrenstr.
Ende der Tour auf dem Platz bei der St. Stephans-Kirche


Einkehrmöglichkeit in der „Alten Bank“ 

Rückblick:
Es war gefühlt arktisch kalt, wenn der Nordwind ungehindert blasen konnte. Aber der Stadtkurs schirmte uns weitgehend vor dem Wind ab und wandte uns dem Publikum zu. Ich bin immer wieder erstaunt, wie vielen Leuten man noch neues erklären kann, wenn man sie mit den Flyern einlädt, mal mit zu radeln. 
Die winterlichen Temperaturen hielten im Schnitt 51 Radlerinnen und Radler nicht davon ab, mit durch die Straßen der Stadt, der Südstadt und Südstadt Ost zu radeln, das Musikbike sorgte für gute Stimmung.
Für eine super Stimmung sorgte auch die coole Begleitung der Polizei. In Anbetracht der Temperaturen und des engen und damit langsamen Stadtkurses waren keine Polizeimotorräder dabei, sondern bis zu vier Polizeiautos. Und da waren die Polizisten des führenden Streifenwagens richtig cool mit ihren Durchsagen und Anzeigen auf dem Dach. An den Kreuzungen wurde erklärt, was für eine Demo wir radeln, wie man sich als Verkehrsteilnehmer zu verhalten hat, dass man bis zum Abschluss zu warten hat. Und wenn Radler im Umkreis zu sehen waren, wurden diese über den Polizeilautsprecher eingeladen, mit uns mit zu radeln. Es zeigte Wirkung, mit ausgeschaltetem Motor wurde andächtig gewartet bis die Karawane vorbei war, Radler schlossen sich gut gelaunt an, auch wenn die meisten der Spontan-Mitradler bald wieder abdrehten, aber manche blieben auch länger. So sind die 51 ein Durchschnittswert und Momentaufnahme zugleich. Es war eine pulsierende Critical Mass mit tatsächlich mehr als diesen 51 gleichzeitig anwesenden Radlern und die Polizei war Teil der guten Stimmung. Die Polizisten, die zu Fuß die Kreuzungen absicherten, erklären den Leuten auch, was hier los ist.
Ein großes Dankeschön dafür an die mitmachenden Polizisten.
Ein Teil von uns ließ es dann bei warmer Kartoffelsuppe in der Alten Bank ausklingen.

Gruß Cornelius
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Polizeibegleitung hin oder her:
Der tolle Job des "Safety Car" an der Spitze ist aufgefallen, hierzu auch ein Kommentar auf Facebook vom 25.02.2018:

Manuel Quinting Es ist ja traurig genug, dass die Polizei die Karlsruher CM überhaupt eskortiert. Sie lassen sich scheinbar nicht mehr abschütteln. Aber bei aller Last für den Steuerzahler und Aufdringlichkeit. Bzw. ist es am Ende eine Last oder ist die CM nicht das Licht im grauen Beamtenalltag, das die Motivation steigert und den Krankenstand reduziert? Wie dem auch sei: Ich finde gestern hat das „Safety Car“ an der Spitze des „Aufzugs“ (bewegt der sich nicht vertikal?), wie wir liebevoll genannt wurden, einen richtig guten Job gemacht! Ich finde, das muss auch mal gesagt werden und hoffe, dass es dem Polizist, der die Durchsagen gemacht hat, auch persönlich gesagt wurde! 

Text für die BNN vor dem Termin:

"Radler sichtbar in der Stadt" 
 am 23.02.2018, Abfahrt 18:00 Uhr am Kronenplatz
 Die Critical Mass ist ein wunderbares Instrument, um an die Rechte des Fahrradverkehrs zu erinnern. Es soll die Forderung: (mindestens) gleiche Rechte, wie sie der Autoverkehr in der Stadt hat, untermauern. Die ca. 12 km lange Tour führt deshalb durch die Innenstadt, sodass eine große Zahl von Passanten erreicht wird. 
Ende der Tour ist ca. 19:15 Uhr, am Platz bei der St. Stephans-Kirche mit der 
Einkehrmöglichkeit in der „Alten Bank“ 

Dieser Text wurde in den BNN am 21.02.2018 gedruckt:


Radler strampeln für ihre Rechte

BNN 21.02.18– Für die Gleichberechtigung der Radfahrer demonstrieren Radler am Freitag, 23. Februar, erneut mit einer Aktion „Critical Mass“. Um 18 Uhr starten die Radfahrer am Kronenplatz zu einer gemeinsamen Tour durch den Kern der Fächerstadt. Gegen 19.15 Uhr wollen sie das Ziel, den Kirchplatz St. Stephan an der Erbprinzenstraße, erreicht haben. Die Veranstalter wollen damit die Forderung nach mindestens gleichen Rechte wie die der Autofahrer für die Radler auf der Straße unterstreichen. Auf der zwölf Kilometer langen Strecke durch die City und die Südstadt will man möglichst viele Passanten für die eigenen Ziele erreichen. Unter anderem führt die Tour zum Schloss sowie die Südstadt und den Südost-Stadtpark.

Freitag, 9. Februar 2018

Europäische Kulturtage Umbrüche Aufbrüche - Gleiche Rechte für alle CM am 27.04.2018

Europäische Kulturtage Umbrüche Aufbrüche - Gleiche Rechte für alle CM am 27.04.2018

Da das Thema zur Idee der Critical Mass passt, wird sie am Marktplatz enden. Sie ist damit Teil aller Veranstaltungen der Europäischen Kulturtage in Karlsruhe.
Die Critical Mass ist ja selbst eine Bewegung für neue Aufbrüche und die Gleichen Rechte betreffen hier, als ein Teil der zukunftsgewandten Verkehrswende auch zumindest die gleichen Rechte zu bekommen, die der Autoverkehr hat, wie zum Beispiel gut zu befahrende Radstraßen. Karlsruhe macht viel, aber wir müssen immer am Ball bleiben, damit das auch weiterrollt.
Ein Thema von  Umbrüche - Aufbrüche sind die 68er Bewegungen vor 50 Jahren.
Orte von damals, die zum Teil Auswirkungen im Heute haben, könnten Teil der CM-Route vom 27.04.2018 sein.
Wir haben beim letzten Treffen Anfang Februar darüber nachgedacht.
Christa hat das in die Hand genommen. Vielen Dank!
Wenn jemand das meiste über Ort weiss, die in der Zeit der 68er Bewegung eine Rolle gespielt haben, dann bestimmt Jürgen Schuhladen-Krämer, Historiker im Stadtarchiv Karlsruhe. Christa hat sich bei ihm erkundigt und eine Liste der relevanten Lokalitäten erhalten.
Wenn wir am 27.04.2018 die Critical Mass radeln, könnten wir das eine oder andere passieren, um bewusst zu machen, dass Bewegungen aus Umbrüchen Aufbrüche machen können.
Das mal nur als Idee, denn Aufbrüche sind immer auch Teil der Kultur. Kultur lebt.


Zur Erinnerung Jürgen Schuhladen-Krämer bereitet im Rahmen der Europäischen Kulturtage (EKT) folgende Ausstellung vor.
"Stadtmuseum Karlsruhe"
Bewegt euch! 1968 und die Folgen in Karlsruhe
Ausstellung zur 68er-Bewegung und zu den Neuen Sozialen Bewegungen
Laufzeit: 27. April 2018 bis 14. Oktober 2018
Eröffnung: Do, 26. April 2018, 19 Uhr

Mit dem Aufgreifen dieses Themas, hätte unsere CM einen noch stärkten Bezug zu den EKT, denn das Thema ist:
Umbrüche Aufbrüche - Gleiche Rechte für alle


Hier die Orte für „1968 und die Folgen in Karlsruhe“

[verbunden mit politischen Bewegungen seit 1968]

- Roter Turm Durlach  = Basler Tor (Basler-Tor-Straße 3)
- Alter Mühlburger Bahnhof (werkstatt68 bis zum Schluss)
- Studentenhaus (Adenauerring 7): Ort von Veranstaltungen und teach-ins, Sitz des ASTAs, der seit 1969 linke Mehrheit hatte
- Republikanischer Club (Ettlinger Straße 17 und auch Adlerstraße 15)
- Ehemalige Hebelstube, Hebelstr. 5 – Ort der Gründung des Republikanischen Clubs
- "Walfisch" (Mendelssohnplatz, Röser-Haus, Fritz-Erler-Straße 25) – Treff Aktiver von APO, SDS, Republikanischer Club…
- Karl-Friedrich-Denkmal auf dem Schlossplatz („Bühne“ verschiedener APO-Demos 1968 usw.)
- Kronenhalle (Kronenstraße 3) – Treff zahlreicher APO-Aktiver, Ort politischer Veranstaltungen bis um 1980
- Lessingstraße 70 (temporär werkstatt 68) – Ausgangspunkt auch für Kinemathek, Jazzclub, Folkclub-Tollhaus
- Gartenstr. 29a – Bonhoeffer-Haus(ESG, KDV...)
- 1. Standort Weltladen (Kronenstraße 4)
- Umweltzentrum (Kronenstr. 9) – eingerichtet aus der 1971 gegründeten Bürgerinitiative Umweltschutz Zentrales Oberrheingebiet (BUZO)
- Kriegsstraße 76: Jugendzentrum K91, teils selbstverwaltet, besetzt… (1970er/Anfang 80er)
- Bäckereigebäude, besetzt, (Luisenstraße 24/Hinterhof-Grünstreifen)
- besetzte Häuser in den 1980er Jahren: Leopoldstr. 24 (1988) und Rüppurrer Str. 19 (1989)
- Frauenbuchladen (Viktoriastraße 9)
- Steffi (Stephanienstraße 60-64)
- Ex-Steffi (Schwarzwaldstraße 79)
- Südstadtforum, Augartenstr. 78 (Quartierszentrum, Migrantenhausaufgabenhilfe, Treff verschiedener linker Projekt)
- Gewerbehof (Steinstraße 23)
- Stadthalle (Festplatz) – alte Stadthalle als Ort des Gründungsparteitags 1980 der Partei Die Grünen
- Tollhaus (Ursprung aus werkstatt68 und Kampf mit langem Atem um Kulturzentrum)
- Landratsamt/früher Badenwerk AG, Badenwerkstr. 1 / ENBW heute an Durlacher Allee: Ziel von Protesten gegen Atompolitik, Kohlepolitik, Müllkonzept (Thermoselect)
- BNN-Eingang, Lammstraße (Zielscheibe des studentischen und Schülerprotests 1968 wegen Leiartikel „Unmündige Jugend“ und spätere Konfrontationen
- Mika, Nordstadt – Wohn- und Kulturprojekt 1997 umgesetzt, Anfänge 1995 [Initiator*innen aus verschiedenen politischen Zusammenhängen der 1970er, -80er und 90er Jahre]
- Kaiserstraße zwischen Durlacher Tor und Mühlburger Tor – übliche Strecke von Demonstrationen in Karlsruhe ehe seit Ende der 1980er Jahren die Stadt in Verbindung VBK/KVV die Route zunehmend beschränkte