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Freitag, 28. Februar 2020

CM 28.02.2020 Keine Sperrung Fahrradstraße Weihnachtszeit 9,5 km

CM 28.02.2020 Keine Sperrung Fahrradstraße Weihnachtszeit  9,5 km
Start: Kronenplatz, 
Zähringer Str., 
(L) Adlerstr., 
(R) Markgrafenstr., 
Rondellplatz, 
(KL) Karl-Friedrich-Str., Ettlinger Str., 
(R,L) Ettlinger Allee, 
(R) Nürnberger Str., 
Belchenstr., 
Belchenplatz, 
(R) Neckarstr., 
Weiherfeldstr., 
(L) Breite Str., 
(R) Gebhardstr., 
(L) Ebertstr., 
(R) Brauerstr., 
Reinhold-Frank-Str., 
(R) Kaiserplatz, Amalienstr., 
(L) Herrenstr., 
(R) Erbprinzenstr., 
(L) Ritterstr., 
(R) Ziel: Friedrichsplatz

PRESSEMELDUNG:

Critical Mass - Februar 2020

Keine Sperrung der Fahrradstraße in der Weihnachtszeit

Die Fahrradbewegung Critical Mass trifft sich wie immer am letzten Freitag des Monats, also den 28.02., um 18 Uhr am Kronenplatz. Die 9,5 km lange Fahrradtour durch die Stadt führt dieses Mal über Ettlinger Straße, Dammerstock, Weiherfeld, Beiertheim, Ebertstraße, Brauerstraße zurück in die Innenstadt.
Das Ende wird am Friedrichsplatz sein, um dort noch einmal auf die Wichtigkeit der dortigen Fahrradstraße für den innerstädtischen Radverkehr zu unterstreichen. Die Critical Mass begrüßt die kürzliche Entscheidung des Gemeinderats, dass die Erbprinzenstraße am Friedrichsplatz künftig auch zur Weihnachtszeit für den Radverkehr freibleibt

Seit diesem Jahr gelten auch neue Verkehrsregeln zum Schutz des Fahrradverkehrs.
Verordnete Regeln sind aus Erfahrung nur dann wirksam, wenn sie auch überwacht und geahndet werden. Das ist bei diesen Regeln schwierig, da diese Übertretungen ja spontan und kurzfristig passieren. Wichtig ist darum, dass im Bewusstsein der Menschen eine Veränderung und eine Sensibilisierung stattfindet.
Aber die Erfahrung zeigt, es ist ein schwieriger Prozess, zu unterschiedlich sind die Interessen der Menschen. Die, die sich für notwendige Veränderungen einsetzen, treffen auf die, die an Besitzständen festhalten. Denn an sich sind das alles Selbstverständlichkeiten, die auch ohne Verordnungen im eigenen Verhalten verankert sein sollten. Schon Paragraph 1 der Straßenverkehrsordnung besagt, dass die Grundlage für alles die gegenseitige Rücksichtnahme ist.
Dem Schutz aller Verkehrsteilnehmer und auch dem Klima nützt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 130 km/h auf Autobahnen. Das Tempolimit kommt schon seit meiner Studienzeit regelmäßig in die Diskussion und Abstimmung. Anlässe dafür gibt es immer wieder. Es wäre eine Maßnahme, wo mit wenig Aufwand Effekte erreicht werden können. Es wird als Eingriff in die persönliche Freiheit angesehen, "freie Fahrt für freie Bürger", es ist irgendwie irrsinnig, dass hier bei einem Großteil der Bevölkerung die Vernunft aussetzt. So ist auch diesmal wieder das Tempolimit abgelehnt worden. Wenn alle vernünftig wären, bräuchte es auch dieses Gesetz nicht. 130 kann man auch ohne Gesetz fahren.
Wenn man 200 km/h und mehr fahren will, kann man die Ziele ja auch entspannt mit dem ICE ansteuern. Aber das ist ein anderes Thema.
Darum hier nochmal (und immer wieder) eine Zusammenfassung der neuen Verkehrsregeln für den Fahrradverkehr. Das haben wir erreicht:


Mittwoch, 12. Februar 2020

Petition für Tempolimit

Petition für Tempolimit

Die Critical Mass hat jetzt nicht unbedingt was mit einem Tepolimit zu tun.
Die Critical Mass kämpft für bessere Bedingungen für alle, die mit dem Fahrrad mobil sind.
Für das Radfahren gibt es viele Gründe, das Schonen des Klimas ist immer dabei.
Eine preiswerte Massnahme, die man leicht in den Alltag einbauen kann.

Eine kostenlose Möglichkeit, das Klima zu schonen, die sofort realisiert werden kann, ist ein Tempolimit auf Autobahnen. 
Deshalb kann man die Petition auch aus unserem Blog heraus unterschreiben.
Sign the Petition

Dienstag, 11. Februar 2020

Fahrrad-Professur für Karlsruhe

Fahrrad-Professur für Karlsruhe





Badische Neueste Nachrichten | Karlsruhe | KARLSRUHE | 11.02.2020 

Perspektivenwechsel für Verkehrsplaner

Hochschule Karlsruhe erhält Stiftungsprofessur für Erforschung des Radverkehrs

Von unserem Redaktionsmitglied Ekart Kinkel
Mit den Auswirkungen des Wetters auf den Fahrradverkehr hat sich Jochen Eckart bereits wissenschaftlich auseinandergesetzt. „Wenn es morgens stark regnet, lassen viele Radfahrer ihr Zweirad zuhause stehen“, sagt der Verkehrsökologie-Professor der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft. Setzen Niederschläge erst mittags ein, habe das dagegen nur marginale Auswirkungen auf den Radverkehr. Wie Radpendler bei Extremereignissen wie dem Sturmtief Sabine reagieren, darüber hat er jedoch noch keine Erkenntnisse. „Es gibt auf jeden Fall Leute, die bei jedem Wetter aufs Rad steigen. Für eine präzisere Beschäftigung mit dem Thema haben uns bisher aber die Kapazitäten gefehlt“, sagt Eckart.

Das könnte sich ändern, denn an der Hochschule wird es bald einen Studiengang zur Radverkehrsforschung geben. Als eine von sieben Wissenschaftsschmieden in Deutschland erhielt die Hochschule eine Stiftungsprofessur des Bundesverkehrsministeriums. Nun wird die Professur ausgeschrieben. Falls sich in absehbarer Zeit ein geeigneter Kandidat findet, soll bereits im kommenden Wintersemester ein Masterstudiengang für den Radverkehr angeboten werden. Außerdem sind der Aufbau eines Radfahrinstituts und Weiterbildungsangebote für Radverkehrsplaner in den Kommunalverwaltungen geplant. „Bei der Radverkehrsplanung fehlt es derzeit noch an den wissenschaftlichen Grundlagen“, nennt Eckart einen Grund für die Stiftungsprofessur, die er gemeinsam mit seinem Kollegen Christoph Hupfer beantragt hat.

Selbst in Karlsruhe, laut dem Fahrradklimatest des ADFC die fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, ist die angestrebte dauerhafte Erhöhung des Radverkehrs derzeit ins Stocken geraten. „Hier fahren bereits 25 Prozent der Verkehrsteilnehmer mit dem Rad. Die wichtige Frage ist deshalb, wie man die nächsten 25 Prozent zum Umsteigen motivieren kann“, betont Eckart.

Neu ist das Thema an der Hochschule nicht. Bereits in den vergangenen Jahren initiierten Eckart und Hupfer dazu zahlreiche Forschungsprojekte. Die Entwicklung eines Sensor-Rades gehörte ebenso zu den Leuchtturmprojekten wie die Vortragsreihe „Radverkehr als Baustein nachhaltiger Mobilität“ im Sommersemester 2019. Von der Stiftungsprofessur erhoffen sich Eckart und Hupfer neue Impulse aus Theorie und Praxis. „Wenn jemand hier frischen Wind hereinbringt, erzeugt das schnell eine Aufbruchsstimmung“, sagt Eckart. Gemeinsam mit den Experten vor Ort könne das Institut dann mit Leben gefüllt werden.
Nachholbedarf herrscht nach Eckarts Einschätzung vor allem beim Auf- und Ausbau der Infrastruktur. Hier müssten sich Verkehrsplaner künftig verstärkt in die Rolle der Radfahrer hineinversetzen und die Erhöhung des Fahrkomforts im Visier haben. Die Oberflächenbeschaffenheit von Radwegen könne nämlich ebenso positive Auswirkungen haben wie grüne Wellen für den Radverkehr. Und während das Fahrrad in Ballungsräumen bereits ein weit verbreitetes Verkehrsmittel ist, sind Radpendler auf dem Land relativ wenige Überzeugungstäter. Bei der technischen Weiterentwicklung des Fahrrads sieht Eckart ebenfalls genügend Spielraum für Forschungsprojekte. „Bislang kamen Innovationen fast ausschließlich von den Herstellern oder kleineren Unternehmen“, sagt Eckart. Durch Impulse aus der Wissenschaft könnten Bremsen, Schaltungen und elektrische Hilfsantriebe künftig verfeinert werden.

FAHRRÄDER MIT SENSORTECHNIK: Diese Exemplare wurden an der Hochschule Karlsruhe von Professor Jochen Eckart (rechts) und Studierenden entwickelt. Archivfoto: jodo