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Montag, 28. Januar 2019

Radverkehrsführung Durlacher Tor

Radverkehrsführung Durlacher Tor


Zur bereits sehr weit fertig gestellten Verkehrsdrehscheibe Durlacher Tor hier der Blog von KA-Radler (Thomas)
http://ka-radler.blogspot.com/2019/01/nicht-wirklich-auf-der-hohe-der-zeit.html

Hier noch meine praktischen Beobachtungen und Erkenntnisse dazu. Außerdem habe ich es in der AG Radpolitik am 23.01.2019 auf die Tagesordnung gesetzt:

Ja, das Durlacher Tor ist jetzt, wo es weitgehend fertig gestellt ist, nicht wirklich gelungen. Das Durlacher Tor ist ein Musterbeispiel, was am Ende rauskommt, wenn zwischen Planung am Reißbrett und Ausführung über ein Jahrzehnt vergeht, und dabei ohne gesellschaftliche Veränderungen im Auge zu behalten und darauf zu reagieren, stur das umgesetzt wird, was einmal geplant wurde. Der Umbau des Durlacher Tores wurde vor über 10 Jahren an eine Planungsbüro gegeben. Damals waren die Ambitionen für die Fahrradstadt Karlsruhe noch kein Thema. Es ging nur darum, eine Verkehrsdrehscheibe für Straßenbahnen und Busse und die Fußwege zueinander so zu planen, dass der Autoverkehr möglichst zügig drum herum kommt. Damals war die Durlacher Allee noch eine Verkehrsachse Richtung Autobahn und die Radfahrer radelten auf dem Bürgersteig.
Dementsprechend hat das Planungsbüro und damit auch die Stadt den Fahrradverkehr schlicht vergessen.
Aus damaliger Sicht verständlich, dass das niemand bemerkte.

Jetzt über 10 Jahre später ist Karlsruhe Fahrradstadt, schnelle Radverbindungen stehen oben auf der Agenda. Außerdem zeigte der Sommer 2018, wie Klimawandel aussieht, was er für die Stadt bedeutet, dass Maßnahmen und Umdenken nötig ist, um das Leben in der Stadt lebenswert zu machen. Es ist alles zu unternehmen, um eine klimafreundliche und gesunde Mobilität so zu fördern, dass man sich gar nicht mehr groß fragt, das Auto stehen zu lassen und auf Fahrrad oder ÖPNV oder eine Kombination von beiden umzusteigen.

Irgendwann im letzten Jahrzehnt vor Vergabe der Lose zum Umbau hätte dem Stadtplanungsamt, dem Umweltamt aufgehen müssen, dass die Planung schon weit weg von dem ist, wie zeitgemäße Verkehrsplanung aussieht. Und dass Fahrräder der wesentliche Baustein der Mobilität sind.

Wie sieht das Durlacher Tor jetzt aus?
Aus der Oststadt stadteinwärts funktioniert es problemlos, da bin ich als täglicher Nutzer fast voll des Lobes. Über Gerwigstraße - Ludwig-Wilhelm-Straße kommt an der Bernhardstraße an, biegt dort Richtung Durlacher-Allee ab und kommt dann auf die Platte des Durlacher Tors an. Auf dem kombinierten Bereich für Fußgänger zwischen dem Bahnsteig und Busbahnhof muss man zwar aufpassen und kommt dann an der Spitze an. Die Ampel hängt viel zu hoch, das ist wahr. Bei dem Übergang geradeaus kommt man in die neue Fahrradstraße Kaiserstraße, wenn man sich rechts hält, kommt man in den großzügigen neu gestalteten Zufahrtsbereich des KIT. Um bei der Zufahrt zur Kaiserstraße nicht in die Rille der Straßenbahnschienen zu kommen, radle ich nicht geradeaus, sondern in einem leichten Bogen, um die Schienen möglichst rechtwinklig zu kreuzen. So sollte auch die Markierung geändert werden, um Stürze zu verhindern.

Soweit so gut.

Anders sieht es aus, wenn man von der Stadt oder dem KIT Richtung Osten will. Vom KIT kann man auf dem Radweg nördlich Richtung Haid-und-Neu-Straße radeln. Dieser endet allerdings bei der Meidinger-Schule an den Parkplätzen. Außerdem braucht man an zwei gegenläufig geschalteten Ampeln lange, um an den kurzen Radweg zu gelangen. So werden viele von dort quer über den Platz radeln, um über den Wall und späteren Durchbruch in die Oststadt zu gelangen.
Und hier ist der nächste Konflikt programmiert und vom Bürgerverein Oststadt thematisiert. Dort ist der Bernhardusplatz mit Spielplätzen und Außengastronomie mit Aufenthaltsqualität. Wenn er, wie geplant, Teil des Radschnellwegs ist, ist es vorbei mit der jetzigen Nutzung. Der Bernhardusplatz war übrigens die erste Fußgängerzone Karlsruhes, damals noch gegen den Autoverkehr.
Das geht gar nicht, da gibt es massiven Widerstand der Anwohner.
Eine Lösung, die von den Radlerinnen und Radlern angenommen wird, wenn sie schnell zu fahren ist, wäre, den Bereich zwischen dem Durlacher Tor und der Bernhardstraße Richtung Haid-und-Neu-Straße mit einem roten Fahrradstreifen markant als Radspur sichtbar zu machen, damit dort niemand sein Auto parkt. Zum Teil ist es jetzt schon durch Zick-zack-Linien vor Baumscheiben nicht erlaubt, aber da hält sich niemand dran. Ein roter Streifen bis zur Einfahrt Bernhardstraße erlaubt einen zügigen Radweg. Vor dort kommt man dann auf den zukünftigen Radschnellweg zur Gerwigstraße Richtung Osten, Pfinztal.

Dieses Thema nahm viel Platz bei der Sitzung der AG Radpolitik am 23.01.2019 ein,das Ergebnis wird bei dem nächsten Termin mit der Stadt erörtert.

Wir hoffen jetzt, dass sich die Einsicht durchsetzt, dass nicht alles in Stein gemeißelt ist, was mal in anderen Zeiten, unter anderen gesellschaftlichen Voraussetzungen geplant ist.
Das Leben ist im Fluss, Leben ist Bewegung und Entwicklung, ist Lernen und Erkenntnisse umsetzen :-)

Alles wird gut :-) 
Das ist das Ziel

Gruß Cornelius




Freitag, 25. Januar 2019

CM 25.01.2019 Um den Rondellplatz ins neue Jahr

CM 190125 Um den Rondellplatz ins neue Jahr  8,5 km
Es war eiskalt, am Morgen hatte es noch geschneit, 76 verzichteten trotzdem nicht aufs Radeln, 13 mehr als im Jahr zuvor.

Veranstaltung Karlsruhe | CM 25.01.2019 | GPSies

Kronenplatz - Zähringerstraße
Marktplatz
Karl-Friedrich-Straße  - Rondellplatz
Erbprinzenstraße
Ritterstraße rechts
Zirkel links bis Herrenstraße
Herrenstraße
Erbprinzenstraße links
Rondellplatz rechts
Karl-Friedrich-Straße 
Ettlinger-Straße
Hermann-Billig-Straße rechts
Ritterstraße links
Beiertheimer Allee
Bahnhofstraße rechts
Karlstraße rechts
Kriegstraße rechts
Karl-Friedrich-Straße links
Rondellplatz - Markgrafenstraße rechts
Steinstraße - Adlerstraße - Markgrafenstraße
Waldhornstraße rechts
Kapellenstraße links
Durlacher Allee rechts
Gottesauer Platz - U-Turn
Durlacher Allee
Kaiserstraße
Fritz-Erler-Straße
Markgrafenstraße - Rondellplatz - rechts
Marktplatz

Ursprünglich wollten wir um die Pyramide herum auf den Marktplatz radeln. Dort findet aber zur gleichen Zeit eine Klima-Mahnwache statt, weswegen wir südlich der Pyramide bleiben müssen. Vom Thema her passt das ja optimal, im Anschluss kann man ja vorbeischauen.

Modifikation der Route nach Vorgaben des Ordnungsamtes. Im wesentlichen ist der Marktplatz durch eine andere Veranstaltung belegt und kann somit nicht befahren werden.
Hier die Straßen, die durch das Ordnungsamt freigegeben wurden:

Kronenplatz – Zähringerstraße – Ritterstraße – Zirkel – Herrenstraße – Erbprinzenstraße –
Karl-Friedrich-Straße – Ettlinger Straße – Hermann-Billing-Straße – Ritterstraße –
Beiertheimer Allee – Bahnhofstraße – Karlstraße – Kriegsstraße – Karl-Friedrich-Straße –
Markgrafenstraße – Fritz-Erler-Straße – Kaiserstraße – Durlacher Allee – Gottesauer Platz – Durlacher Allee – Kapellenstraße – Waldhornstraße – Markgrafenstraße – Marktplatz.


Rückblick

Die Winterkälte hatte Karlsruhe mit Minusgraden im Griff, der leichte Schnee von der Nacht vorher hinderte nicht, die Gruppe auf dem Kronenplatz war nicht ganz so massig, wie wir es schon fast gewöhnt sind, aber 20% mehr als genau vor einem Jahr wollten es wieder wissen und zusammen genießen.76 Radlerinnen und Radler waren dabei. In der Stadt erregten wir umso mehr Aufsehen, wenn bei diesem ungemütlichen Wetter so viele mit dem Fahrrad unterwegs sind, machte das neugierig. Ich musste immer wieder erklären, dass es der letzte Freitag im Monat ist, weltweit der Termin der Critical Mass. Zum Nachlesen freuten sich anschließend über den Flyer. Vielleicht sind nächstes Mal auch wieder neue Radler und Radlerinnen mit uns unterwegs.
Zum Abschluss war der Marktplatz wieder frei und so konnten wir, wie ursprünglich geplant, um die Pyramide radeln, bevor wir in der Marktlücke im Warmen einkehrten. Auch hier ein Rekord, wieviele die Tour mit uns ausklingen liessen.
Selbstbewusst stellt die jüngste Teilnehmerin ihre Schilder mit den Wünschen der Critical Mass vor. An die Fahrräder geheftet, machen sie unsere Forderungen sichtbar.
Ebenso verwaltet sie die Flyer. Denn wenn sie dann selber radeln kann, sollte alles optimal verwirklicht sein :-) 


Presseerklärung in den BNN 25.01.2019


Critical Mass radelt wieder

BNN – Zur ersten Radtour im neuen Jahr trifft sich die Critical Mass am Freitag, 25. Januar, um 18 Uhr auf dem Kronenplatz. Aber auch unterwegs können sich Radlerinnen und Radler einreihen.

Nach einem kurzen Abstecher Richtung Südwesten fährt die Critical Mass über die Markgrafenstraße, Kaiserstraße, das Durlacher Tor bis zum Gottesauer Platz. Mit einem U-Turn geht es dann zurück über die Kapellenstraße und Markgrafenstraße auf den Marktplatz, wo die Tour gegen 19 Uhr endet.

Danach treffen sich die Radler in der „Marktlücke“, um sich mit einem Glühwein aufzuwärmen, sich zu stärken. Alle sind herzlich eingeladen, teilzunehmen.
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Jede und jeder von euch, die/der mitfährt sorgt dafür, dass es die CM gibt und dass sie idealerweise weiter wächst. 
Wer darüber hinaus die Aktion unterstützen möchte, kann beim Verteilen der Flyer helfen, sich eine CM-Weste kaufen (7,00 €) oder ihr kommt zu unseren Treffen, jeden ersten Montag im Monat (4. Februar), 18:00 Uhr, im Umweltzentrum, Kronenstr. 9. Schon jetzt vielen Dank für eure Unterstützung.
Weiter unten folgt eine amüsante Beobachtung von Anke: "Mit dem Rad zum Bäcker"
Der letzte Beitrag kommt aus Berlin zum Thema "Mahnmal für die im Straßenverkehr Getöteten", mit einem Link zu Petition.






Vorbereitete Presseerklärung:


Im neuen Jahr um den Rondellplatz



Nach dem erfolgreichen Jahr 2018, in dem insgesamt über 2.000 Menschen mitgeradelt sind, ist es klar, dass diese Begeisterung für das Radfahren in der Stadt auch in 2019 nicht geringer wird.

Es werden sich also weiterhin jeden letzten Freitag im Monat um 18 Uhr, gut gelaunte Radlerinnen und Radler auf Fahrrädern, Velomobilen, Kinderanhängern, Kinderrädern, Lastenrädern und dem Musikbike, Menschen jeglichen Alters, unterschiedlichster Berufe und Herkunft, die komplette Vielfalt auf dem Kronenplatz zur Critical Mass einfinden. Dieses Wir-Gefühl verleiht Sicherheit, wir sind bei dieser Tour nicht mehr das schwächste Glied, der Autoverkehr ist nicht mehr gefährlich, die Stadt in dieser Gruppe zu erfahren, macht Lust, auch im Alltag das Fahrrad zu nutzen und genießen.

Wer diese Begeisterung miterleben will, die erste Critical Mass im neuen Jahr trifft sich am Freitag, 25.01.2019 um 18 Uhr auf dem Kronenplatz. Aber auch unterwegs können sich Radlerinnen und Radler einreihen. Wir radeln jedes Mal auf wechselnden Strecken, etwa eine Stunde lang in angemessener Geschwindigkeit, sodass auch Kinder mit radeln können.

Nachdem der Marktplatz jahrelang von den Baustellen und danach mit dem Weihnachtsmarkt belegt war, freuen wir uns, um den Rondellplatz herum in allen Richtungen unsere Runden durch die  Innenstadt zu drehen.
Nach einem kurzen Abstecher Richtung Süd-Westen, fährt die Critical Mass über die Markgrafenstraße, Kaiserstraße, das Durlacher Tor bis zum Gottesauer-Platz. Mit einem U-Turn geht es dann zurück über die Kapellenstraße und Markgrafenstraße auf den Marktplatz, wo die Tour gegen 19:00 Uhr endet. Danach treffen sich die Radler in der "Marktlücke", um sich mit einem Glühwein aufzuwärmen, sich zu stärken. Alle sind herzlich eingeladen, teilzunehmen.


Mit dem Rad zum Bäcker

von Anke

Samstags hole ich morgens immer die Brötchen für die ganze Woche. Entweder ich gehe den knapp einen Kilometer zu Fuß oder ich fahre mit dem Rad.
Jeden Samstag spielen sich vor der Bäckerei tumultartige Szenen ab, denn die meisten Kunden kommen mit dem Auto. Beim Bäcker gibt es zwei PKW Parkplätze. Jeder hofft, einen dieser beiden Parkplätze zu ergattern, was einem Sechser im Lotto gleichkommt, denn dieser Bäcker ist nicht nur für mich erste Wahl, sondern für die meisten Bewohner der Karlsruher Bergdörfer.
Heute Morgen hatten wir wieder den Klassiker. Ich fuhr mit dem Rad zum Bäcker, mein Nachbar mit dem Auto. Ich stieg aufs Rad und fuhr los und sah aus den Augenwinkeln, wie er ins Auto stieg, es anließ und wieder ausstieg, um die Scheiben freizukratzen. Als ich mit den Brötchen den Laden verließ, bog er gerade um die Ecke und musste zu seiner Enttäuschung feststellen, dass beide Parkplätze belegt waren.
Ich frage mich dann immer, was in den Köpfen der Leute vorgeht, die mit dem Auto kommen. Ist das Bequemlichkeit? Haben die zu viel Zeit? Oder setzen sie sich einfach aus schierer Gewohnheit ins Auto?
Mein Nachbar wäre selbst zu Fuß schneller als mit dem PKW. Bei Licht betrachtet täte ihm das auch gut, denn er neigt ein wenig zur Fülle.



BNN 17.01.2019

Neuling aus dem Tiefland
Langzeit-Leihrad ist neuer Mosaikstein im Mobilitätsmix der Stadt
„Spannend, was es noch für Potenzial gibt“
Von unserem Redaktionsmitglied Kirsten Etzold
Blauweißer Vorderreifen, darüber ein Frontgepäckträger: Das Hollandrad weckt neugierige Blicke an Karlsruhes ältester City-Radroute und an einem Fahrradständer in der Kaiserstraße. Schmal, abgasfrei und lautlos bis auf ein Klingeling, sind die Fahrräder mit dem Schriftzug Swapfiets am Rahmen neue Mosaiksteine im Mobilitätsmix der Fahrradstadt Karlsruhe.


Mit seinen ab Freitag, 18. Januar, offenen Räumen in der südlichen Herrenstraße reiht das niederländische Unternehmen Swapfiets die badische Technologie- und Universitätsstadt in ihr Deutschland-Angebot ein. „Swap“ ist englisch für Austauschen, „fiets“ nennt man das Fahrrad im Tiefland hinterm Nordseedeich. Wer einen Monatsbeitrag im Gegenwert von zwei bis drei Taschenbüchern zahlt, dem stellt die Firma ein Rad vor die Tür. Reparatur vor Ort innerhalb eines Tages oder Ersatzfahrrad sind im Preis inbegriffen.


Dass Karlsruhe Deutschlands Fahrradstadt Nummer zwei ist, fast gleichauf mit Spitzenreiter Münster, gab den Ausschlag für die Ansiedlung, erklärt der Regionalmanager der Start-up-Firma, Flen Halm. Fast erstaunt es da, dass die Fächerstadt erst jetzt und zugleich mit Heidelberg, Freiburg und München bestückt wird. Die Bundeshauptstadt Berlin immerhin wird erst nächstens als Standort Nummer elf in Deutschland folgen.


Ein Zusatzangebot neuer Art in Karlsruhe sind die Langzeit-Leihräder mit dem blauen Reifen. Bisher dominierte in der Leihlandschaft das kommunal bezuschusste Fächerrad, das Benutzer häufig für kürzere Einzelfahrten und spontan einsetzen. Im Frühjahr wird es als kvv.rad-System weit in die Region hinein ausgerollt. Kostenlose „Lastenkarle“-Transport-Fahrräder stellt in Karlsruhe zudem eine Initiative, die dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) der Region entstammt, zur Verfügung.


Der Grünen-Stadtrat Johannes Honné sieht das Swapfiets-Konzept als innovatives Angebot und Bereicherung der Karlsruher Fahrradlandschaft. Sein Parteifreund Tim Wirth findet es „spannend, was noch für Potenzial in der Stadt steckt“. Er rückt in Kürze ins Kommunalparlament nach, wenn die Grünen-Stadträtin Ute Leidig in den Landtag wechselt. ADFC-Geschäftsführer Christian Büttner begrüßt „jedes Angebot, das Menschen aufs Rad bringt“. Umso wichtiger sei, das Wegenetz weiter auszubauen. Sein Mitstreiter Hans Keller hat jahrelang ADFC-Reparaturkurse geleitet. Er hält die neuen Leihräder für „robust, pflegeleicht und nicht so leicht mutwillig zu beschädigen.“ Das sei wichtig: „Vandalismus ist in Karlsruhe schon ein Problem.“


Deutsche Radler wollen eine Gangschaltung, das sei anders als in seiner Heimat, sagt Swapfiets-Geschäftsführer Onno Huyghe aus Amsterdam. Daher hat das deutsche Leihradmodell sieben Gänge. Huyghe sah sich bei der Ankunft am Hauptbahnhof Karlsruhe positiv überrascht: „Ich sah sehr viele Menschen auf Fahrrädern auf den Fahrradspuren der Stadt.“ Dabei war es kurz vor Mitternacht.

BLICKFANG des Langzeit-Leihrades „Swapfiets“, das aus den Niederlanden kommt und in Karlsruhe an den Start geht, ist ein blaues Vorderrad. Das Konzept ist, einen Reparaturservice inklusive zu bieten. Das ist neu in der Fahrradstadt. Foto: Jodo


Mahnmal für die im Straßenverkehr GetötetenVergangene Woche startete ein Bündnis für ein zentrales Mahnmal der Bundesrepublik Deutschland für die im Straßenverkehr Getöteten. Die Initiator*innen fordern, dass es gegenüber dem Verkehrsministerium errichtet wird.
Foto: Aktivistinnen und Aktivisten von Changing Cities demonstrieren gegen die hohe Zahl an Verkehrstoten

Mögliche Maßnahmen zur Senkung der Zahl der Getöteten sind bekannt. Ihre Nicht-Einführung ist Folge der bewussten politischen Entscheidung, dass jährlich über 3000 Getötete als Preis für den automobilen Lebensstil offenbar politisch akzeptabel sind. Eine zynische Haltung. Diese Verantwortung einzugestehen und einen zentralen Gedenkort zu errichten, würde im wahrsten Sinne des Wortes ein Zeichen von Anstand setzen.
Changing Cities unterstützt diese Initiative und bittet alle Leser*innen, das auch zu tun und die Change-Petition zu unterschreiben. Weitere Informationen gibt es hier und hier.

Dienstag, 22. Januar 2019

Fußgängerparadies, E-Mobilität, Lebensqualität: Verkehrswende ist kommunal

Fußgängerparadies, E-Mobilität, Lebensqualität: Verkehrswende ist kommunal 
 
Fußgängerparadies, E-Mobilität, Lebensqualität: Verkehrswende ist kommunal
 
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