Mittwoch, 23. September 2020

Critical Mass 25.09.2020 – Umsetzung der Verkehrswende in Karlsruhe, Bevorzugung von Fuß- und Radverkehr 13,4 km. 205 sind mitgeradelt

Critical Mass 25.09.2020 – Umsetzung der Verkehrswende in Karlsruhe, Bevorzugung von Fuß- und Radverkehr  13,4 km

205 sind mitgeradelt

zum zweiten Mal während der Corona-Pandemie findet wieder eine Critical Mass statt.

Um der Verbreitung des Virus keine Chance zu geben, sind die AHA - Regeln einzuhalten. Abstand nicht nur auf dem Kronenplatz. Das Tragen einer Alltagsmaske wird dringend empfohlen, denn damit schützt man nicht nur sich selber, sondern vor allem alle anderen.

Hier die Route:



Kronenplatz -
Fritz-Erler-Straße – Ludwig-Erhard-Allee – Wolfartsweierer Straße – Ostring –
Durlacher 
Allee – Georg-Friedrich-Straße – Parkstraße –
Am Fasanengarten – Adenauerring –
Moltkestraße – Mozartstraße – Haydnplatz –
Nördliche Hildapromenade – Kochstraße –
Anliegerfahrbahn Kaiserallee –
Yorckstraße – bis zur Weinbrennerstraße – um den Kreisel –
Yorckstraße – Sophienstraße – Südliche Waldstraße –
Amalienstraße – Herrenstraße – 
Erbprinzenstraße –
Karl-Friedrich-Straße –
Marktplatz

Hier die Vorgaben des Ordnungsamtes:

Die Personen halten zueinander mindestens einen Abstand von 1,5 Metern ein. Dies gilt nicht für Angehörige einer Familie mit minderjährigen Kindern. 

Teilnehmende mit Krankheitssymptome nehmen nicht an der Versammlung teil.

Den Teilnehmenden wird dringend empfohlen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. 

Versammlungsleiter sowie die Ordnerinnen und Ordner werden einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Hier noch der Beitrag von Thomas von KA-Radler

Rückblick

Es war kühl und regnerisch. Anders als in den vergangenen Tagen, wo es noch spätsommerlich war. Aber als es auf 18 Uhr zuging, zog sich der Regen zurück. Mit Ankunft am Marktplatz regnete es kurz einige Tropfen. Es war wie in alten Tagen, trotzdem fanden sich nach und nach immer mehr mit ihren Fahrrädern ein. 205, die ich später in der Oststadt gezählt habe, sind nicht schlecht unter diesen Umständen. Am Vormittag war der erste Klimastreik seit dem Lockdown im März. Letztes Jahr hatten wir nach so einem zeitgleichen Ereignis eine Rekordbeteiligung bei der CM. Aber wir haben jetzt noch andere Zeiten. Die Menschen schwanken zwischen Lockerungen und Vorsicht für sich und die Umgebung. Niemand will einen neuen Lockdown. Oder sich gar mit Covid-19 infizieren.

Aber gerade in diesen Zeiten, in dem die Menschheit vom Corona-Virus bedroht wird, wo Einschränkungen notwendig sind, ist es wichtig, mit Klima-Aktionen wie diese auf ein noch viel einschneidendere Gefahr aufmerksam zu machen. Corona werden wir alle irgendwann besiegt haben, mit disziplinierter Beachtung der AHA-Regeln, mit Forschung nach einem Impfstoff, mit wirksamen Medikamenten. Vielleicht müssen wir noch ein Jahr warten oder etwas länger. Aber gemeinsam schaffen wir es.

Der Klimawandel ist nicht mehr zu leugnen, es ist kaum noch möglich, die Auswirkungen aufzuhalten. Wenn es zu spät ist, können wir nur noch versuchen, Katastrophen abzumildern. 

Corona kann man auch als Weckruf betrachten. Bei Covid-19 arbeiten die meisten mit, den Virus zu stoppen. Wir sehen, es ist auch ein Leben möglich, indem (oft notgedrungen) mit weniger Resourcenverbrauch Lebensqualität gewonnen ist. Kreativität macht Spaß. Man merkt auch an Politik und Wirtschaft, Umweltbewusstsein hat einen Schub nach vorne bekommen. Wir lernen unter Corona, was wir erreichen können, wenn wir alle auf ein Ziel hinarbeiten, wir in Deutschland sind weltweit im Ranking auf dem 1. Platz bei der Meisterung von Corona. Mit der selben Energie und Einstellung müssen wir es auch hinbekommen, das Klima zu retten.

Jetzt wieder zurück zur Critical Mass. Die Strecke hat alle begeistert. Es war eine Strecke, die wir sehr schnell radeln konnten. Ich hatte zu tun, wenn ich nach dem Zählen oder fotografieren wieder an die Spitze kommen wollte. Abkürzungen waren auch schwer möglich.

Die meisten, die mit uns radelten, taten dies mit Mund- Nasenmaske, wie wir es dringend empfehlen. Damit schützen sich alle gegenseitig. Aber gegenüber dem letzten Mal waren diesmal doch schon mehr ohne diesen Schutz dabei. Während der Fahrt, vor allem, wenn es so schnell geht wie heute, sind während des Radlens Abstände vorhanden. Aber wenn es mal langsamer wird, oder gar, wenn die CM an wichtigen Kreuzungen, Ampeln anhalten muss, bildet sich jedesmal der Ziehharmonika-Effekt, wo alle aufeinander hocken. Das muss noch besser werden.

Und hier jetzt einige Bilder der Tour:

Ludwig-Erhard-Allee



York-Platz mit Markus-Kirche


Hier die Eindrücke von Thomas in deinem Blog KA-Radler

Abends dann die CM. Ungewohnt für mich, dass ich den September übernehme - sonst ist ja eher der November mein Standardmonat. Das Wetter war ja aber tatsächlich schon eher spätherbstlich, aber immerhin blieb es am Ende während der ganzen Fahrt trocken. Trotz des Absturzes bei den Temperaturen haben sich am Ende immerhin 205 Menschen eingefunden, um die 13 km unter die Räder zu nehmen. 

Ich glaube, wir sind gestern insgesamt recht flott gefahren. Hoffentlich nicht zu flott, aber vielleicht war das bei kühlen 10° gar nicht so verkehrt. Insgesamt lief es für mich als Anmelder extrem stressfrei ab. Vielen Dank dafür an alle Teilnehmer und nochmals extra an diejenigen, die sich als Ordner zur Verfügung gestellt haben. Keine Probleme mit Sicherheitsabstand, kein Stress unterwegs, offensichtlich alle mit Licht! Der leitende Beamte von der Polizei, Herr Richter, hat uns gestern ausdrücklich gelobt. 


Mittwoch, 2. September 2020

BNN 3.September 2020 Linke will Überblick und Leserbriefe

 

BNN 05.09.2020 Leserbrief

Angebot schafft Nachfrage


Veränderte Verkehrswelt: Die Pop-up-Radwege, die an den vergangenen Wochenenden an mehreren Stellen in der Innenstadt eingerichtet wurde, sorgten für Diskussionsstoff. Diese Aktion fand zwischen Stephanien- und Waldstraße statt. Archivfoto: Peter Sandbiller

Zur Ausweitung des Radverkehrs in Karlsruhe und zum Leserbrief „Autos werden vergrault“ vom 22. August:

Ein häufig gemachter Denkfehler in der Debatte um die Verkehrswende ist die Ignoranz gegenüber den sogenannten Pull- und Pusheffekten. Der Pulleffekt besagt, dass eine vebesserte Infrastruktur mehr Nutzer und Nutzerinnen anzieht, wohingegen der Pusheffekt besagt, dass eine eingeschränkte Infrastruktur Menschen zum Umstieg bewegt. Verkehrspolitische Maßnahmen haben also eine Lenkungswirkung, die leider auch von den Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung viel zu oft nicht erkannt wird. Das ist übrigens keine Einzelmeinung, sondern in der Verkehrswissenschaft allgemein anerkannt. 

Ein glänzendes Beispiel für diesen Irrtum ist der Leserbrief von Daniel Hennings vom 22. August, in dem er behauptet, diese Aussage wäre falsch, denn „dann müsste es ja in Karlsruhe von Radfahrern regelrecht wimmeln“. Das stimmt so aber leider nicht – die Fahrradinfrastruktur in Karlsruhe ist nämlich noch nicht so gut wie es häufig behauptet wird. Im ADFC-Fahrrad-Klimatest wird Karlsruhe gerade einmal mit einer 3,15 bewertet. Dass wir damit immer noch das beste Ergebnis in ganz Deutschland erreichen, ist eher ein Armutszeugnis für die anderen Städte, als ein Lob für uns.

Um eine Stadt zu gestalten in der es von Fahrradfahrern regelrecht wimmelt, müssen wir genau das machen, was im letzten Jahrhundert unter dem Stichwort „autogerechte Stadt“ für die Autos gemacht wurde, nämlich eine möglichst effiziente und sichere Lenkung des Fahrradverkehrs auf entsprechend ausgebauten Wegen herstellen. Wichtig ist dabei auch die bauliche Trennung zu anderen Verkehrsteilnehmern wie Autos und Fußgänger.

Außerdem brauchen wir mehr Fahrradstraßen. Fast nirgendwo in der Stadt ist es so angenehm mit dem Rad zu fahren wie auf einer Fahrradstraße auf der keine Autos mehr unterwegs sind. Um so ärgerlicher ist es, dass wir in der Stadt nur einen Flickenteppich an Fahrradstraßen haben. Ein mittelfristiges Ziel für die Stadt sollte sein, ein Radstraßenraster herzustellen, wie es die Organisatoren der Pop-up-Radwege fordern, so dass man von A nach B fahren kann ohne die Radstraßen verlassen zu müssen.

Eine bessere und eigenständige Fahrradinfrastruktur und damit einhergehend mehr Radfahrer sind nicht nur deutlich besser fürs Klima und für die Gesundheit jedes Einzelnen, sondern bringt auch zahlreiche Vorteile für die Stadt mit sich, denn Fahrräder stoßen keine Schadstoffe aus, sind viel leiser als Autos und brauchen weniger Platz. 

Übrigens sind Radfahrer und Radfahrerinnen bessere Kunden für den lokalen Einzelhandel wie eine Studie aus London zeigt.

Deshalb brauchen wir jetzt einen Plan, wie wir von der autogerechten zu einer fahrradgerechten Stadt kommen.

Pawel Bechthold

Mitorganisator der Pop-up-Radwege

Karlsruhe-Nordstadt



BNN 03.09.2020

Linke will Überblick über Radwegeprojekte




Freitag, 28. August 2020

Critical Mass 28.08.2020 10 km: 217 sind mitgeradelt. Rückblick

Critical Mass 28.08.2020 10 km: 217 sind mitgeradelt

Rückblick

Die Corona-Pandemie ist noch lange nicht überwunden, im Gegenteil, wir stehen vor kritischen Zeiten, was die Entwicklung der Infektionen betrifft. Das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite ist die Sehnsucht, wieder auf einer echten Critical Mass, wie sie vor dem Lockdown war, zu radeln, immer stärker geworden. Es waren schließlich 217 Begeisterte, man konnte fast den Eindruck gewinnen, wir haben Corona hinter uns. Aber es war allen bewusst, dass eine Critical Mass in diesen Zeiten nur verantwortbar ist, wenn alle mit Mund-, Nasenschutz radeln. Ausreichend Abstand war meistens in der Begeisterung und auch verkehrsbedingt schwer einzuhalten. Und so war es eine Critical Mass der ganz besonderen Art, in der alle, die mitradelten auch mit Maske radelten und sich damit gegenseitig schützten. Unser OB Dr. Frank Mentrup, der diesmal dabei war, trug einen in den badischen Farben. Vor dem Tourstart am Kronenplatz und im Anschluss auf dem Schlossplatz nutzten viele die Gelegenheit, sich mit ihm zu unterhalten. Es war eine gelungene Critical Mass voller Begeisterung und mit Verantwortungsbewusstsein.

Marco hat für das Orga-Team dann auch gleich unter facebook sich bei allen für das Gelingen bedankt:



Die folgenden Bilder sind von Cornelius
Im Gespräch mit Dr. Frank Mentrup vor der Tour

Am Rondell-Platz

Vor dem Ettlinger Tor ging es dann doch recht eng zu
Vor der Säule das Tandem mit dem großen Rad, dem Cyr Wheel. Mit diesem Tandem sind Thorne und Juri von England nach Karlsruhe gefahren. 





Karl-Wilhelm-Platz Oststadt. OB Dr. Frank Mentrup vorne links

Alle verantwortungsbewusst mit Maske

Alle verantwortungsbewusst mit Maske
Durlacher Tor, hier sieht man noch einmal, wie viele dabei waren


Ankunft auf dem Schlossplatz

Abschluss vor dem Schloss

Weitere Bilder (von Roland):
Im Gespräch mit OB Dr. Frank Mentrup vor dem Start


Abschluss Schlossplatz


Samstag, 22. August 2020

Critical Mass am 28.08.2020: Informationen dazu 10 km

Critical Mass am 28.08.2020: Informationen dazu  10 km

Liebe Freunde der Critical Mass Karlsruhe,

wir haben uns bei unserem Planungstreffen dazu entschlossen, für den August eine Critical Mass anzumelden.

Criticial Mass im August 

Es geht also am 28.08.2020 um 18 Uhr wieder los!

Uns ist allerdings in dieser Zeit die Sicherheit jedes einzelnen und damit auch der Gesellschaft wichtig und wir haben daher beschlossen, uns im Vorfeld auf einige Regeln zu verständigen, was die Teilnahme anbelangt.

Wir möchten euch bitten, nur bei der CM teilzunehmen. wenn ihr auch bereit seid über die Veranstaltung, also während der Fahrt, eure Masken zu tragen.

Wir möchten niemanden von unseren Veranstaltung ausschließen, sind aber auch bereit, diese Maßnahme notfalls mit Hilfe der Polizei durchzusetzen.

Das klingt vielleicht hart, ist für uns aber ein wesentliches Kriterium dafür, die Veranstaltungen wieder durchzuführen. Die Critical Mass darf auf keinen Fall zu einem Hotspot für die Verbreitung des Corona-Virus werden.

Wenn wir genauere Vorgaben von der Stadt bekommen haben, werden wir uns, denke ich, nochmal an euch wenden.

Haltet euch aber schonmal den Termin frei!

Wir suchen auch weiterhin nach Ordner und Ordnerinnen, wenn ihr uns unterstützen wollt, meldet euch bitte unter marcowagner@siemens.com, dann bekommt ihr die relevanten Infos dafür.

Falls sich das Infektionsgeschehen in den nächsten Woche doch wieder erheblich verschlechtert, werden wir notfalls auch kurzfristig die Tour absagen.

Pressemeldung der Stadt Karlsruhe
"Critical Mass" in Karlsruhe - OB Mentrup radelt mit

Termin: Freitag, 28. August 2020, 17.45 Uhr
Ort: Kronenplatz, Karlsruhe 

Nach mehreren Monaten Corona-Pause rollt "Critical Mass" am kommenden Freitag, 28. August, wieder durch Karlsruhe und Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup radelt mit. Das Stadtoberhaupt löst damit sein Versprechen gegenüber den Aktiven ein, an der Radtour teilzunehmen - auch im Rahmen seines Angebots im Beteiligungsportal der Stadt Karlsruhe unter der Rubrik "Ihr direkter Draht zum OB".

Unter www.karlsruhe.de/beteiligung können gemeinnützige Organisationen, Vereine oder Initiativen Oberbürgermeister Mentrup zu sich einladen und ihm ihre Aktivitäten und Projekte vorstellen. Damit der Besuch zustande kommt, muss die Bewerbung im Beteiligungsportal unterstützt werden.

Bevor die Radtour unter Corona-Auflagen vom Kronenplatz aus startet, stehen Aktive der Initiative "Critical Mass" und OB Mentrup den Medien ab 17:45 Uhr für Statements und Foto- oder Filmaufnahmen zur Verfügung. Weitere Hinweise und die Streckenführung der Tour findet man im Internet unter Critical Mass Karlsruhe 


Route der CM am 28.08.2020



Start: Kronenplatz, Kronenstr., 
(R) Markgrafenstr., Rondellplatz, 
(KL) Karl-Friedrich-Str., Ettlinger Str., 
(L) Fautenbruchstr, (L) Mittelbruchstr., 
(R) Stuttgarter Str., ((G)) Wolfahrtweierer Str. Richtung Gottesauer Platz, 
(R) Durlacher Allee, 
(L) Ostring, (L) Rintheimer Str., (R) Georg-Friedrich-Str., 
Karl-Wilhelm-Platz, Parkstr., 
(L) Am Fasanengarten, 
(L) Adenauerring, (R) Kaiserstr., (R) Waldhornstr., 
(L) Zirkel, (R) Kreuzstr., 
Ziel: Schlossplatz



 Zur nächsten CM am 28. August fährt unser Oberbürgermeister Mentrup mit, einzige Bedingung, dass alle Masken tragen!
Das werde ich auch der BNN mitteilen, damit die einen Reporter vorbei schicken.

Pressemitteilung:


Critical Mass startet wieder am 28.08.20

Nach mehreren Monaten Corona-Pause startet die Fahrradtour "Critical Mass" wieder in Karlsruhe.
Sie wird nach den aktuellen Corona-Auflagen stattfinden.
Die Route führt über die Innenstadt (Rondellplatz), Südstadt (Tivoli), Oststadt (Durlacher Allee, Ostring) wieder zurück in die Innenstadt und endet am Schloßplatz. Sie sollte im gemütlichen Tempo auch mit Mund-/Nasenschutz zu schaffen sein.
Die weltweite Bewegung "Critical Mass" wirbt für das Fahrrad und die Freude am gemeinsamen Radfahren. Termin ist in Karlsruhe jeweils der letzte Freitag im Monat (18:00 Uhr Kronenplatz), diesmal der 28. August.



Hinweis zur Internetadresse: eventuell ist den BNN keine Internet-Adresse angegeben worden. Im obigen Entwurf sehe ich keine. Dann haben wohl die BNN eine gegoogelt. Die hier angegebene ist eine allgemeine Internetadresse für deutsche Critical-Mass, aber nicht die unsere. Sie enthält keine speziellen Informationen zu unser Critical Mass. Noch dazu hat sie das hässliche Logo mit der Faust auf Rädern und nicht unser Fächerlogo.
Die richtige Adresse lautet natürlich
Aber die Zeitung lag gedruckt schon heute morgen in den Briefkästen.

Endlich wieder CM in Karlsruhe

Insgesamt 5 Monate lang haben wir pausiert in Karlsruhe mit der Critical Mass, in der Zwischenzeit immer wieder diskutiert, ob und wie man eine CM verantwortlich durchführen kann, um uns dann jetzt für den August zu entscheiden: Sie rollt wieder! Also heißt es endlich mal wieder für den letzten Freitag im Monat, sich um 18h am Kronenplatz einzufinden - nach so langer Pause darf man diese eigentlich selbstverständlichen Daten schon mal wieder erwähnen. Ich hoffe, dass möglichst viele den Weg noch finden! ;)

Freitag, 21. August 2020

Fünfter Pop-up-Streifen Hans-Thoma-Straße am 29.08.2020 und Bericht dazu am 31.08.2020


BNN am 31.08.2020

Karlsruhe tritt kräftiger in die Pedale

Das Radler-Bündnis erhöht mit dem Pop-up-Radweg die Drehzahl in der Verkehrswende

Von unserem Redaktionsmitglied

Rupert Hustede am 31.08.2020

Die Fahrbahn ist frisch gespurt: Jetzt können die Radler stadteinwärts zwischen Stephanien- und Waldstraße sicheren Tritts und ohne beengendes Blech in gefährlicher Nähe neben sich in die Innenstadt gelangen.Foto: Peter Sandbiller

Die Radler haben eine Spur für sich, die Autofahrer eine weniger. Die nur für vier Stunden verkehrte Welt auf der Karlsruher Hans-Thoma-Straße heizt die Diskussion über die Verkehrswende an. Wie viel Umbau zu Gunsten der Radler ist für die moderne Stadt zwingend?

Den Autofahrern wird eine von zwei Spuren genommen, und den Radfahrern wird sie gegeben. Am Samstag hat das Bündnis Karlsruher Aktiver für mehr Fahrradverkehr bei seiner fünften und letzten Sommerferienaktion die Verhältnisse in der Hans-Thoma-Straße für vier Stunden verändert. 

Die Fahrbahn ist frisch gespurt: Jetzt können die Radler stadteinwärts zwischen Stephanien- und Waldstraße sicheren Tritts und ohne beengendes Blech in gefährlicher Nähe neben sich in die Innenstadt gelangen. Die Autofahrer haben mit einem Streifen auszukommen, was sie im Einkaufsverkehr am Samstag Richtung Geschäfte in dichter Reihe vor der Ampel bei der Kunsthalle auffahren lässt. Die große Schlange aber bildet sich nicht. 

„Es geht“, meint Joachim Weiß vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club. Die Rad-Aktivisten fühlen sich bestätigt. Was an einem Sommersamstag funktioniere, könne sich auch im Berufsalltag bewähren: Mehr eigene Spuren für Radfahrer und damit mehr Sicherheit, selbst Kinder könnten dann ungefährdet in der Großstadt radeln. Folglich würden auch noch mehr Autofahrer bei der Fahrt in der Stadt aufs Rad umsteigen, was wiederum die Stadtluft verbessert, meint Weiß.

Auf jeden Fall sorgt so ein schnell mal mit Hütchen auf die Straße gezauberter Pop-up-Radweg für Diskussionsstoff, was dem Pro-Rad-Bündnis nur recht ist. Immerhin ist die seit rund 20 Jahren immer kräftiger strampelnde Fahrradstadt Karlsruhe derzeit besonders stark in Bewegung: Die Klimakrise und die Stadtplanung für eine attraktive City mit hoher Aufenthaltsqualität treiben die Verkehrspolitiker inzwischen fast aller Fraktionen zu einer immer höheren Drehzahl in der Verkehrswende an. Der Umbau Karlsruhes von der einst autogerechten zur immer mehr fahrradgerechten Innenstadt läuft voll auf Hochtouren.

Oberbürgermeister Frank Mentrup ist dabei längst der wichtigste Dynamo. Die Entwicklung der Innenstadt mit der Neuverteilung der Verkehrsflächen als Hauptkraft hat der OB zur Chefsache gemacht. Deshalb lobt er das Fahrradbündnis: Es biete mit den Pop-up-Radstreifen Praxistests an Samstagen, die wertvolle Anstöße für die Politik sowie Erlebnisse für die Radfahrer selbst lieferten. 

Mentrup sieht Handlungsbedarf, um die Situation der Radfahrer an den Kreuzungen zu verbessern. Überhaupt müsse die Qualität des Radwegnetzes ausgebaut werden. Er macht deutlich, dass manche Straße, die bislang wie die Hans-Thoma-Straße vom Autoverkehr dominiert wird, auch aus städtebaulicher Überzeugung umzugestalten sei. Dabei bringt er auch eine Neuordnung mit deutlich vergrößerter Freifläche für die Besucher vor der Kunsthalle ins Spiel.

Dabei will Mentrup den Autos nicht den Weg in die City versperren. Die Innenstadt müsse für alle gut erreichbar sein – auch für den, der auf das Auto angewiesen sei, oder für den, der nur meine, auf den eigenen Wagen bei der Fahrt in die Stadt nicht verzichten zu können. Am Willen zu einer Änderung der Raumaufteilung lässt er aber keinen Zweifel. 

Karsten Kilian von Greenpeace erkennt zwar positive Entwicklungen in der Karlsruher Radpolitik, prangert aber weiter gravierende Missstände an. „Es gibt immer noch viele Gefahrenpunkte und Ampelschaltungen, an denen der Radverkehr keinen Vorrang genießt oder sogar krass benachteiligt wird“, kritisiert er. Überhaupt sei die ungleiche Flächenverteilung zwischen Auto und Rad nicht mehr hinnehmbar, meint Karsten Kilian.

Tilman Pfannkuch, Vorsitzender der CDU-Gemeinderatsfraktion, hält nichts vom „ideologischen Kampf gegen das Auto“ und fordert differenzierte Lösungen, die sich am Bedarf der Bürger orientierten. Deshalb hält er nichts von der Radspur auf Kosten der Autofahrer in der Hans-Thoma-Straße stadteinwärts. Er fordert Rezepte, die die Situation der Radler dort verbessern, wo sie wie in der Hans-Thoma-Straße im Alltag nicht mal einen schmalen Weg für sich haben, sondern im starken Autoverkehr mitschwimmen müssen „Die Zweispurigkeit auf der Hans-Thoma-Straße stadteinwärts für die Autofahrer hat sich bewährt. Eine Verengung bringt das Chaos, das führt den Berufsverkehr am Morgen in den Stau“, meint Pfannkuch.






BNN am 27.08.2020

Fünfter Pop-up-Streifen Hans-Thoma-Straße am 29.08.2020

ke. In der Hans-Thoma-Straße zwischen Stephanien- und Waldstraße markiert das Bündnis Karlsruher Aktiver für mehr Fahrradverkehr am Samstag, 29. August 2020, zum fünften und letzten Mal einen Pop-up-Fahrradstreifen in der Innenstadt. Sie nehmen Autofahrern dabei vorübergehend eine Spur weg und stellen sie Radfahrern zur Verfügung.

Spur ist von 

11 bis 15 Uhr markiert

Die separate Fahrspur explizit für Radfahrer ist von 11 bis 15 Uhr markiert. Weil die Strecke im befriedeten Bezirk für Verfassungsorgane des Bundes liegt, holten die Organisatoren zusätzlich zur Genehmigung durch die Stadt dieses Mal auch die Erlaubnis des Bundesinnenministeriums und des Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts ein. 

Mit dieser Aktion deuten die Karlsruher Gruppen des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), von Critical Mass, Fossil Free, Fridays for Future, Greenpeace und des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) ein weiteres Mal an, was eine Umgestaltung des Straßenraums für Autofahrer, Radfahrer und Passanten verändern würde.

In der Hans-Thoma-Straße sind besonders viele Studierende, radelnde Schüler und Jugendliche unterwegs. Radfahrer kritisieren die Gestaltung der Straße stadteinwärts seit langem. Auch die Radverkehrsplaner im Rathaus halten sie für unbefriedigend. Für Autos gibt es durchgehend zwei parallele Fahrspuren, Radfahrer mischen sich ungeschützt in den Verkehr. Bei der Einmündung der Bismarckstraße soll voraussichtlich ab dem Jahr 2022 aufwändig umgestaltet werden.

Seit Juli prüft die Stadt aber auch eine Vorablösung für den östlichsten Abschnitt der Hans-Thoma-Straße – eben die Strecke, wo nun die Pop-up-Aktion stattfindet.

BNN Radspur in der Kapellenstraße vom 21.08.2020

 


Im Herbst bekommen Radler Extraspuren in der City

Von unserem Redaktionsmitglied

Kirsten Etzold

Neu gestaltet: Wo die Kapellenstraße in die Ludwig-Erhard-Allee mündet, entsteht ein kleiner Platz. Für Autos ist die Fläche reduziert.Foto: Jörg Donecker

Zugunsten von Radlern und Fußgängern baut Karlsruhe rund um den neuen Autotunnel die Stadt um. Am Ostrand der City machen Autos Platz fürs neue Kapellenplätzle, Radfahrstreifen und ein Rasengleis als grünen Tupfer. Eine Pop-up-Aktion greift dem Umbau auf voller Länge nun um ein paar Wochen vor.

Am Ostrand der City am Ende der Waldhornstraße die Kapellenstraße zu überqueren, war für Fußgänger und Radfahrer lange schwierig und gefährlich. Noch 2018 gab es vier Unfälle mit Radlern bei der Querung der Kapellenstraße auf Höhe der Kapelle auf dem Alten Friedhof. Eine Ampel vor der Schillerschule, tagsüber ein Tempo-30-Limit, ein Blitzer: Auch dies belegt die Probleme, den Verkehr auf der mehrspurigen, viel befahrenen Straße zu bändigen.

Jetzt ist dies Geschichte. An beiden Enden der 450 Meter langen Verbindung zwischen Durlacher Tor und Mendelssohnplatz ist die Umgestaltung schon weit fortgeschritten. Kleiner ist feiner: Karlsruhe baut rund um den neuen Autotunnel in der Kriegsstraße die Stadt schrittweise zugunsten von Radlern und Fußgängern um. In der Kapellenstraße machen Autos Platz für Neues. 

Wo die Kapellenstraße in die Ludwig-Erhard-Allee mündet, entsteht ein Kapellenplätzle. Ein Rasengleis bringt schon einen Tupfer Grün. Das Mittelstück packen die Bauarbeiter im Herbst an, kündigt der Chef der Radverkehrsplaner im Karlsruher Rathaus, Ulrich Wagner, an.

Ausgerechnet in der Kapellenstraße klappt nun am Samstag, 22. August 2020, von 11 bis 15 Uhr ein Bündnis Karlsruher Verkehrs- und Umweltgruppen provisorisch die vierte Pop-up-Fahrradspur im August auf. Mit ihrer Aktion deuten die Karlsruher Gruppen des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), von Critical Mass, Fossil Free, Fridays for Future, Greenpeace und des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) an, was der anstehende Straßenumbau verändert.

Schon heute verläuft ein provisorisch von der Stadt angelegter Pop-up-Fahrradstreifen in der Kapellenstraße nordwärts. Ab dem Blitzer an der Schillerschule ist die Spur für Radfahrer auf der Fahrbahn gelb markiert.

Kapellenstraße und angrenzendes Areal bilden den südöstlichen Rand des Sanierungsgebiets Innenstadt Ost. Das drei Jahre alte Neuordnungskonzept der Karlsruher Fächer GmbH soll den öffentlichen Raum aufwerten und das Wohnumfeld verbessern. Dazu gehört, die Kapellenstraße so umzugestalten, dass der Alte Friedhof jenseits der Kapellenstraße und auch der nahegelegene Citypark besser zu erreichen sind.

BNN Neuaufteilung der Innenstadt

BNN Neuaufteilung der Innenstadt

Dänen treiben die Veränderung zur Rad-City an

Neuaufteilung der Innenstadt zwischen den Verkehrsmitteln beginnt / Beteiligungsverfahren im September

Von unserem Redaktionsmitglied

Rupert Hustede


Neue Perspektive gefragt: Über eine attraktive Gestaltung einer autofreien Kreuzung von Karlstraße (links) und Kaiserstraße (rechts) am Europaplatz brüten jetzt Planer aus Dänemark mit Bürgern aus Baden.Fotos: Jörg Donecker

Experten mit Weltruf und Bürger mit Bodenhaftung suchen jetzt nach den Lösungen für ein attraktives Karlsruhe. Die Arbeit am Großprojekt zur Neuaufteilung der Innenstadt zwischen den Verkehrsmitteln beginnt. Wird man das Pflaster der Kaiserstraße noch einmal anders umgraben? Bekommen auch die Radler auf Durchfahrt eine Umleitung am Cityrand?

Karlsruhe will sich stark verändern. Die U-Strab, Corona und die Klimakrise sind die Auslöser für einen absehbar großen Wandel zur ultimativen Fahrrad-City. Was wird sein? Naheliegend sind beispielsweise: Die Autos werden noch mehr ausgeschlossen, die nördliche Karlstraße wird zur Fußgängerzone. Der Strom der Durchradler wird auf Schnelltrassen über den neuen Boulevard Kriegsstraße gelenkt, sodass die dann schienenfreie Kaiserstraße und die Route Ludwigsplatz/Erbprinzenstraße als beruhigte Zonen für die Radler mit City-Ziel und für die Einkaufsbummler reserviert sind.

Es geht um nicht weniger als ein neues Gesicht für die Karlsruher Innenstadt. Ein dänisches Stadtplanungsbüro von Weltruf soll eine andere Mixtur der Nutzungen auf Plätzen und Straßen finden und die Mobilitätsverhältnisse neu ordnen. Gerade die weitere Machtverschiebung vom Auto zum Fahrrad und auf die eigenen zwei Füße gilt der Politik als Erfolgsrezept, um das City-Pflaster attraktiver zu machen. 

Mit dem am Ende zwölfjährigen Stadtumbau per Kombilösung aus U-Strab und Autotunnel Kriegsstraße ist es Weihnachten 2021 ohnehin nicht vorbei. Das Pflastern der Fußgängerzone Kaiserstraße samt Europaplatz mit edlen Granitplatten wie auf dem Marktplatz schließt sich bis über die Mitte des Jahrzehnts an. Und nun wird mit dem städtischen Leitprojekt „Öffentlicher Raum und Mobilität der Innenstadt” (Örmi) noch ein drittes Großprojekt drauf gesattelt. Örmi soll alle Einzelprojekte bündeln und krönen. 

Die global hochgeschätzten Strategen für eine moderne und damit radgerechte Stadt von Gehl People aus Kopenhagen mögen es nach dem Willen der Stadtpolitik richten. Mit viel Vorschusslorbeeren empfängt Oberbürgermeister Frank Mentrup die Impulsgeber aus dem skandinavischen Mekka des Radverkehrs.

Dazu beginnt am Donnerstag, 24. September, um 18 Uhr im Südwerk, Henriette-Obermüller-Straße 10, ein Beteiligungsverfahren. Wegen der Beschränkung auf 100 Teilnehmer ist eine Anmeldung bei der Stadt nötig. Dort werden die Dänen mit den Bürgern und im Verein mit Verkehrsplanern der Hamburger Firma Argus und Moderatoren von Weeber+Partner aus Stuttgart das Konzept zimmern. Im Frühjahr erwartet Mentrup ein Zwischenergebnis. Im Herbst 2021 soll der neue Rahmen für die City-Entwicklung fertig sein. So können die Ergebnisse von Örmi noch direkt in die ohnehin dann geplante Neugestaltung der Kaiserstraße und der Karlstraße, des Europaplatzes und des Kronenplatzes einfließen.

„Das international anerkannte Büro steht dafür, bei seinen Konzepten das öffentliche Leben und den menschlichen Maßstab in den Mittelpunkt zu rücken”, preist der OB die Dänen. Für Mentrup ist die konsequente Ausrichtung der öffentlichen Fläche auf die Bürgerbedürfnisse das A und O der Innenstadtentwicklung. Nur wenn man mit der Umgestaltung der City auf die neuen Entwicklungen angemessen reagiere, habe die Innenstadt eine lebendige Zukunft, meint er. Dabei geht es um die Reaktion auf den durch Corona verstärkten Run auf den online-Handel, auf die Hitze durch den Klimawandel sowie auf den Wunsch der Menschen nach einem Erlebnisangebot aus Einkaufen, Entspannen und Unterhaltung.

Neben der vom Land geforderten radikalen Mobilitätswende vom Auto zu Rad und Straßenbahn hat Karlsruhe als Magnet der Region demnach auch noch den großen Durchbruch zur interessanten Erlebniszone vor sich. Und nach dem Wunsch der Stadtpolitik sollen nun die Dänen mit dem Planerduft der großen Welt und zusammen mit dem Sachverstand der Bürger die Karlsruher Verhältnisse kräftig durchpusten.

Mentrup möchte die Plätze und die Kreuzungen der Fußgängerzone Kaiserstraße mit den Fächerstraßen mit jeweils eigener Gestaltung für die Nutzer profilieren. Dies kann zumindest teilweise den Abschied von einer homogenen Kaiserstraße als uniform frisch gepflastertem Flanierband vom Europaplatz bis zum Kronenplatz bedeuten. Mentrup meint, im Sinne der Bürger zu handeln, wenn über zehn Jahre alte Planungen wegen neuen Anforderungen an „die Aufenthaltsqualität der Stadt” verändert werden. Auf dem Europaplatz entsteht neue Nutzungsfläche, weil die Stadt nun doch die oberirdische Straßenbahnhaltestelle streichen will. Die Bahnen halten dann oberirdisch bei der Postgalerie nur noch um die Ecke in der Karlstraße. Mentrup erkennt da die Möglichkeit, die Fußgängerzone Kaiserstraße bis zum Kaiserplatz auszudehnen.

Brigitte Bundesen Svarre strahlt bei der Besichtigung der Karlsruher Möglichkeiten in der Karlstraße, wo in diesem Sommer wegen der Kombi-Baustelle Karlstor Palmen in Kübeln auf den Straßenbahnschienen wachsen dürfen. Die Vize-Chefin der Kopenhagener Planer schwärmt dort von Karlsruhe als einer deutschen „Pionierstadt” des Radverkehrs. Da lasse sich aber noch viel mehr erreichen, meint die Dänin, deren Büro schon die Straßen von New York und Melbourne umgemodelt hat. 


Hinweis:

wie schön zu lesen, siehe unten, dass die Stadt die "Gehl People" aus Kopenhagen, zur Planung der KA Innenstadt, mit ins Boot geholt haben. Dazu gibt es am Donnerstag den 24.8. im Südwerk, Henriette-Obermüller Straße 10, ein Beteiligungsverfahren. Wegen der Beschränkung auf 100 Teilnehmer ist eine Anmeldung bei der Stadt nötig. 
Vielleicht schafft es ja jemand von uns mit dabei zu sein.

Dienstag, 18. August 2020

Pop-Up-Radweg Fritz-Erler-Straße / Mendelsonplatz BNN Artikel am 10.08.2020

 Pop-Up-Radweg Fritz-Erler-Straße / Mendelsonplatz BNN Artikel am 10.08.2020

Bike Lane Aktion in Karlsruhe


Am 08.08.2020 geht die Bike Lane Aktion in Karlsruhe in die nächste Runde!

Ab 11 Uhr wird der südliche teil der Fritz-Erler-Straße vorübergehend zum Radweg.

Kommt gerne vorbei und probiert es aus! Je höher die Beteiligung, desto höher wird auch der Druck auf die Stadt, etwas zu verbessern.

Impressionen von der vergangenen Aktion am 01.08.:


Experiment beim Mendelssohnplatz

Am zweiten Aktionssamstag wird in der Innenstadt temporär mehr Platz fürs Fahrrad geschafft

Von unserem Mitarbeiter 

Jürgen Hotz 

In der Karlsruher City ist am Wochenende für vier Stunden die rechte Fahrbahn zwischen Markgrafenstraße und Mendelssohnplatz in einen Pop-up-Radweg umgewandelt worden.

 

Die Experimentierphase eines Bündnisses mehrerer Karlsruher Organisationen, die für eine „Verkehrswende“ hin zum Fahrrad werben, ist am Samstag in der Fritz-Erler-Straße fortgesetzt worden. Von 11 bis 15 Uhr wandelte das Aktionsbündnis zur „Priorisierung des Radverkehrs“ die rechte Hälfte der Fahrbahn zwischen Markgrafenstraße und Mendelssohnplatz in einen Pop-up-Radweg um.

An der Kreuzung von Markgrafen- und Fritz-Erler-Straße ist ein Radweg vorhanden – allerdings als Gehweg, den sich die Radler mit Fußgängern teilen. Deshalb plädiert das Bündnis für die Einrichtung einer durchgängigen Radspur. 

„Eine dünne Stelle, die eine verwirrende Situation herstellt“, so empfindet die Radfahrerin Alissa Essig das Kreuzen mit den Fußgängern an der Einmündung der Markgrafenstraße. Dort wird die Radspur vom Kronenplatz kommend auf den Gehweg geführt. Kurz darauf folgt noch eine schlecht einzusehende Ein- und Ausfahrt.

Zudem komme es zu gefährlichen Situationen, wenn die Radler am Ende der Radspur beim Nedelssohnplatz wieder auf die Fahrbahn einscheren, gibt Joachim Weiß vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) zu bedenken. „Es geht um die Neuverteilung des zur Verfügung stehenden Platzes, denn die Häuser stehen.“ Seit den Siebzigerjahren sei die Infrastruktur „eher autozentriert.“ 

Als Reaktion auf die erste Aktion hatte eine Leserbriefschreiberin die Reduzierung der Fahrspuren zugunsten der Fahrräder hingegen kritisch beurteilt. Sie sehe eine „Verbots- und Verdrängungspolitik“ für Autos im Gange. 

„Nur durch ordnungspolitische Fahrverbote“ könne eine Änderung herbeigeführt werden und die Radwende in die Gesellschaft getragen werden, meint wiederum Klaus Jochims von Critical Mass. Nach Ansicht von Pawel Bechthold von „Fridays For Future“ wird „die Lenkungswirkung unterschätzt“: Sei erst das Angebot separater Fahrradspuren da, kämen die Radler von selber. 

Mathilde Göttel, Stadträtin von Die Linke, findet es einfacher, „über konkrete Vorschläge zu sprechen, so wie sie das Planungsamt vorgelegt hat“. Jedoch kritisiert sie eine „mangelnde Prioritätssetzung beim Tiefbauamt, das die Projekte dann nicht umsetzt“. 

Viele Autofahrer an der Ampel Mendelssohnplatz wollen sich nicht zu dem Experiment befragen lassen. „Super Idee!“ sagt aber Melanie Stross, die Fahrerin eines vollbesetzten Pkw. Sie lobt das Radwegkonzept von Barcelona. Dort habe sie mit ihren Mitreisenden Fahrräder gemietet, um die Stadt zu erkunden. 

Mittwoch, 5. August 2020

PopUp Bikelane: 08.08.2020 SA 11-15 Uhr südliche Fritz-Erler-Straße



Post im Blog KA-Radler von Thomas zum Pop-Up Radweg

Bike Lane Aktion in Karlsruhe

Am 08.08.2020 geht die Bike Lane Aktion in Karlsruhe in die nächste Runde!

Ab 11 Uhr wird der südliche teil der Fritz-Erler-Straße vorübergehend zum Radweg.

Kommt gerne vorbei und probiert es aus! Je höher die Beteiligung, desto höher wird auch der Druck auf die Stadt, etwas zu verbessern.

Impressionen von der vergangenen Aktion am 01.08.:


Thomas hat wieder einen Artikel zu den Popup Bikelanes geschrieben, s.u.: