Freitag, 6. März 2020

Veranstaltung am 5.3.2020 zum Radverkehrskonzept

Veranstaltung am 5.3.2020 zum Radverkehrskonzept im Gebäude der IHK
Thomas war dort


Weiterentwicklung in Karlsruhe von Thomas Gentner

6. März 2020
Gestern Abend fand im Saal Baden der IHK am Friedrichsplatz eine Veranstaltung der Stadt Karlsruhe statt zur Bürgerbeteiligung für das aktuell laufende BYPAD-Verfahren. BYPAD steht für Bicycle Policy Audit. In Karlsruhe wurde die Anwendung dieses Verfahrens unter Beteiligung eines externen Auditors vor über 15 Jahren gestartet. Es war die Reaktion auf das damals miserable Abschneiden bei einer Beurteilung der Fahrradfreundlichkeit durch den ADAC (kein Tipfehler: wirklich ADAC und nicht ADFC). Damals wurde das 20 Punkte Programm aufgelegt, das doch schnell Erfolge gezeigt hat und den Anteil des Radverkehrs schnell deutlich erhöhte.


Hier könnt ihr euch anmelden, um die Vorschläge zu bewerten, zu kommentieren oder selbst welche einzureichen. Aber die Zeit läuft: nur bis 15.3., da dann das Audit bereits weiter gehen soll.

Jetzt geht es also weiter, weil man offensichtlich nicht stehen bleiben will. Man hat sich entschieden, dabei auch gleich den Fußverkehr mit zu betrachten, der bisher eher stiefmütterlich behandelt wurde. Zudem soll die Bevölkerung mit involviert werden. Es wird über das Verfahren informiert und eingeladen, sich auch selbst zu beteiligen. Dazu diente die Veranstaltung am gestrigen Abend, zu der trotz wirklich widrigem Wetter nach meiner Schätzung gut 150 Karlsruher erschienen sind. Tatsächlich kann man den Eindruck gewinnen, dass wieder richtig Schwung genommen wird in der Stadt. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich das bestätigte.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Michael Adler von der Agentur Tipping Points. Bürgermeister Daniel Fuhrer war der Gastgeber, unterstützt von Mitarbeitern vom Stadtplanungsamt und auch anderen Dienststellen der Stadt. Vom externen Auditor PGV-Alrutz war Geschäftsführerin Heike Prahlow anwesend.

Zunächst lieferte Bürgermeister Fuhrer ein kleines Eingangsstatement ab mit einigen Bekenntnissen zu einem nachhaltigeren Verkehr in Karlsruhe, der zukünftig mit dem neuen Konzept Öffentlicher Raum / Mobilität Innenstadt - kurz ÖRMI - das Ziel Aufenthaltsqualität priorisieren soll und nicht mehr, wie man schnellstmöglich und bequemst mit einem Auto an jede Stelle der Stadt kommt. Dabei scheute er sich nicht vor der Aussage, dass das auch heißen wird, dass man dem Auto Platz wegnehmen muss, um letztlich die Zahl der Autos zu reduzieren. Positiv überrascht war ich von der aktuellen Zahl zum Modal Split in Karlsruhe, wonach inzwischen 33% der Wege mit dem Rad zurück gelegt werden und fühle mich auch ein bisschen bestätigt, weil ich die zuletzt angehobenen Ziele für zu wenig ehrgeizig hielt.

Herr Wagner vom Stadtplanungsamt berichtete über aktuelle Projekte - unter anderem über die Idee Parkhäuser im Innenstadtbereich als Fahrradgaragen umzuwidmen, worüber ich auch gerade in den BNN gelesen hatte. Das halte ich tatsächlich für eine gute Idee, weil man damit zum einen sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder schafft und zudem den Autoverkehr dorthin vermeidet.

Dann wurden die Besucher gebeten sich in kleinen Gruppen an Stehtischen zusammenzufinden, um Ideen zu sammeln, wie man wohl den Anteil des Fuß- und Radverkehrs weiter erhöhen könnte. Die Frage: Was könnte dich dazu bringen, mehr Wege zu Fuß oder mit dem Rad zu machen? Dabei ging es jetzt nicht um die eine Kreuzung hier oder den Radweg dort, sondern um konzeptionelle Fragen.

In der ersten 'Arbeitsrunde' zum Fußverkehr fand ich mich an einem Tisch, der wirklich toll moderiert wurde von einer Mitarbeiterin der Stadt - leider habe ich den Namen vergessen. Da wurden auch - wie ich finde - gute Ideen notiert. Für die Ideensammlung zum Radverkehr habe ich dann die Runde gewechselt und fand mich an einem Tisch, wo es plötzlich um Kennzeichnungspflicht für Fahrräder, Infos über Helm-Tragen und Leuchtwesten ging. Puh! Ich habe kurz versucht zu argumentieren, um dann aber einzusehen, dass hier Hopfen und Malz verloren war und mich wieder getrollt.

Schließlich gibt es aber auch online noch bis zum 15.3. die Möglichkeit weitere Vorschläge einzureichen und die dort präsentierten Vorschläge zu kommentieren. Ich habe hier schon ein paar Sachen ergänzt, die mir gestern nicht direkt eingefallen sind und anderen Vorschläge ein 'like' gegeben. Die nächsten 10 Tage werde ich da sicher noch ein paar Mal zu Gast sein. Ich finde es eine sehr gute Sache, dass die Stadt uns hier mitreden lässt. Wir sollten das nutzen.

Am Ende noch ein kleiner Hinweis zur BNN, die in der Berichterstattung zum Thema Radverkehr sich teils wirklich erfreulich positioniert. Es gibt hier inzwischen die Radreporter, die gezielt diese Themen aufgreifen und wo man sich auch für einen Newsletter anmelden kann. Ich hoffe, dass die Zeitung mit ihren Redakteuren an dem Thema dran bleiben und dabei vielleicht auch den Leuten, die da nicht so direkt drin sind, die positiven Seiten von mehr Rad-, mehr Fußverkehr, mehr ÖPNV und deutlich weniger miefenden MIV näher bringen.

Links:

http://presse.karlsruhe.de/db/meldungen/verkehr/stadtbauforum_fragt_burgerwunsche_zum.html

https://bnn.de/lokales/karlsruhe/stadt-karlsruhe-will-auto-parkhaus-in-der-innenstadt-fuer-fahrraeder-umwidmen

https://beteiligung.karlsruhe.de/aktuelle-projekte/

https://beteiligung.karlsruhe.de/content/bbv/details/98/phase/197/#teilnehmen 

https://twitter.com/meinKA_de/status/1235442427202134016

https://mailchi.mp/bnn/bnn-radreporter-wo-sollen-all-die-fahrrder-in-zukunft-parken?e=ece8f9910e

https://www.karlsruhe.de/b3/verkehr/radverkehr/2020_bypad.de
eingestellt von um 12:43:00

Freitag, 28. Februar 2020

CM 28.02.2020 Keine Sperrung Fahrradstraße Weihnachtszeit 9,5 km

CM 28.02.2020 Keine Sperrung Fahrradstraße Weihnachtszeit  9,5 km
205 waren wir diesmal
Start: Kronenplatz, 
Zähringer Str., 
(L) Adlerstr., 
(R) Markgrafenstr., 
Rondellplatz, 
(KL) Karl-Friedrich-Str., Ettlinger Str., 
(R,L) Ettlinger Allee, 
(R) Nürnberger Str., 
Belchenstr., 
Belchenplatz, 
(R) Neckarstr., 
Weiherfeldstr., 
(L) Breite Str., 
(R) Gebhardstr., 
(L) Ebertstr., 
(R) Brauerstr., 
Reinhold-Frank-Str., 
(R) Kaiserplatz, Amalienstr., 
(L) Herrenstr., 
(R) Erbprinzenstr., 
(L) Ritterstr., 
(R) Ziel: Friedrichsplatz

Rückblick
Donnerstag vor der Critical Mass. Schneeregen, kalt, nass. Der Freitag mit der CM stand vor der Tür, Lust machte dieses Wetter nicht. Auch die Eröffnung der Freibadsaison im Sonnenbad, ebenfalls an diesem Freitag wäre bei Sonnenschein noch schöner. 
Freitag, die Sonne lässt sich blicken, die trüben Wolken verziehen sich. Am Nachmittag im Sonnenbad, die Sonne scheint warm auf uns Schwimmgäste,es ist Frühling, die Temperatur 2-stellig. Ideal, um sich auf die Radtour Critical Mass zu freuen.
Kronenplatz, er füllte sich langsam. Bei diesem Wetter hatte ich mit stärkerem Andrang gerechnet. Wir sind inzwischen von den sich steigernden Zahlen verwöhnt. Das schöne Wetter lockte dann doch noch Radlerinnen und Radler auf den Platz. Auch einige, die ich vorher im Schwimmbad gesehen habe.
205 wurden es dann doch, wer sagt es denn. Der KSC spielte, kämpft, um wieder von den Abstiegsplätzen wegzukommen. Dann sind noch Faschingsferien, deshalb waren weniger Kinder da.
Eingestimmt wurden wir mit der großen Musikbox, über die auch diesmal gut hörbar unsere Durchsagen über den Kronenplatz schallten.
Die Route machte Spaß, wir radelten mal etwas flotter, es war eine Stimmung, wo alle gut drauf waren. Wir auf unseren Rädern, die Menschen, die uns vom Straßenrand beobachteten. Ein LKW grüßte mit seiner lauten Fanfare, so aufmerksam wünscht man sie sich auch im Verkehrsalltag, so richtig ohne Bedrohung.
Doch halt, nicht alle, es waren nur fast alle gut drauf. An der Straßenbahnhaltestelle in der Ebertstraße mischte sich in das bunte Treiben die Stimme einer laut schimpfenden Frau, die sich lautstark aufregte über uns, die wir wohl nichts besseres zu tun hätten, als klingelnd durch die Gegend zu radeln. Dabei haben wir sie oder ihre Tram in keiner Weise behindert. Ich wünsche ihr, dass sie sich wohl und entspannt fühlt, nachdem sie ihren Frust ablassen konnte. Wir auf jeden Fall radelten fröhlich weiter Richtung Bahnhof.
Unsere Losung, kein Weihnachtsmarkt auf der Fahrradstraße am Friedrichsplatz, hatte sich erledigt, der Gemeinderat will jetzt nach und nach den Weihnachtsmarkt vom Friedrichsplatz zurück auf den Marktplatz bringen.
Also eine durch und durch entspannte Tour ...
 Start
 Start vom Kronenplatz




Herrenstraße
Ziel am Friedrichsplatz

PRESSEMELDUNG:

Critical Mass - Februar 2020

Keine Sperrung der Fahrradstraße in der Weihnachtszeit

Die Fahrradbewegung Critical Mass trifft sich wie immer am letzten Freitag des Monats, also den 28.02., um 18 Uhr am Kronenplatz. Die 9,5 km lange Fahrradtour durch die Stadt führt dieses Mal über Ettlinger Straße, Dammerstock, Weiherfeld, Beiertheim, Ebertstraße, Brauerstraße zurück in die Innenstadt.
Das Ende wird am Friedrichsplatz sein, um dort noch einmal auf die Wichtigkeit der dortigen Fahrradstraße für den innerstädtischen Radverkehr zu unterstreichen. Die Critical Mass begrüßt die kürzliche Entscheidung des Gemeinderats, dass die Erbprinzenstraße am Friedrichsplatz künftig auch zur Weihnachtszeit für den Radverkehr freibleibt


Auch die neuen Regeln der StVO (s.u.) zeigen: Es geht in die richtige Richtung, aber der Beschluss für ein längst überfälliges Tempolimit blieb wieder einmal aus.
Rollen wir also weiter unserem Ziel entgegen für einen sicheren und bequemen Radverkehr in Karlsruhe.  Ganz konkret könntet ihr die Critical Mass morgen unterstützen, als Ordnerin und Ordner  oder einfach mitrollen und die Stimmung in der Gruppe genießen.
Euer Team der Critical Mass Karlsruhe


Montag den 2.3., 18:00 Uhr,  Critical Mass Treff, Karlsruhe Fahrradbüro, Welfenstraße 13 
Sonntag den 22.3., 13:30-16:30 Uhr, Kitical Mass,(Critical Mass für Kinder und Erwachsene) weitere Infos, ADFC Tel.0721 47043787

21.+22. März: Kidical Mass-Aktionstag (bundesweit)
27. März 18:00 Uhr, Critical Mass Karlsruhe, Kronenplatz
29. März RADinitiative Malsch 1. Fahrradfest  fb.com/radinitiative malsch
6. April, 18:00 Uhr  Critical Mass Treffen, Karlsruhe, Welfenstr.13
24. April 18:00 Uhr Critical Mass Karlsruhe, Kronenplatz
25.+26. April: Internationale Spezialrad-Messe (Germersheim)
4. Mai Critical Mass Treffen, Karlsruhe, Welfenstr.13
15. Mai: Bike-To-Work-Day 
17. Mai: RadSternfahrt (nach Stuttgart)


BNN 15.02.2020


 Besserer Schutz für Radler


 

Bundesrat stimmt zahlreichen neuen Verkehrsregeln zu und lehnt Tempo 130 ab
Berlin (dpa). Schärfere Strafen für rücksichtslose Autofahrer, mehr Schutz für Fahrräder und Fußgänger: Um gefährliche Situationen vor allem in den Städten in Deutschland zu verhindern, kommen zahlreiche neue Regeln. Der Bundesrat stimmte einer Reform der Straßenverkehrsordnung (StVO) von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am Freitag mit mehreren Änderungen zu. Ein Vorstoß aus dem Kreis der Länder, auf diesem Weg auch gleich ein Tempolimit auf Autobahnen von 130 Kilometern in der Stunde zu beschließen, fiel im Bundesrat aber erwartungsgemäß durch.
Scheuer sprach mit Blick auf die StVO-Neuregelungen von einer „wirklichen Stärkung des Radverkehrs“. Gerade bei Radfahrern habe sich die Unfallbilanz in den vergangenen Jahren verschlechtert. Im Blick stehen auch immer wieder tödliche Unfälle, bei denen Lkw-Fahrer beim Abbiegen Radler übersehen haben. Das Ministerium will die neuen Regeln „schnellstmöglich“ in Kraft setzen, ein genaues Datum gibt es noch nicht. Darauf müssen sich Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer einstellen: 
Falschparken
  
Die Bußgelder fürs Parken in der „zweiten Reihe“, auf Geh- und Radwegen steigen – von mindestens 15 Euro auf bis zu 100 Euro. Das gilt auch fürs Halten auf Schutzstreifen für Radfahrer, also auf Radwegen, die mit gestrichelter weißer Linie auf die Straße gemalt sind. Bisher dürfen Autos dort drei Minuten halten, künftig ist es tabu. In schweren Fällen kann es auch einen Punkt im Register in Flensburg geben. Falschparken an unübersichtlichen Stellen kann statt 15 Euro künftig 35 Euro kosten, unberechtigtes Parken auf Schwerbehinderten-Plätzen statt 35 Euro künftig 55 Euro.
Rettungsgasse
  
Autofahrer müssen Platz machen für Einsatzkräfte und im Stau eine Rettungsgasse bilden. Schon bisher wird es geahndet, wenn man das nicht tut. Künftig soll es auch dieselben Folgen haben, wenn man unerlaubt durch eine Rettungsgasse fährt: Dann drohen Bußgelder zwischen 200 Euro und 320 Euro, ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg.
Schutz für Radler
  
Bisher müssen Autofahrer „ausreichenden“ Abstand beim Überholen von Radlern halten. Künftig sind konkret mindestens 1,50 Meter im Ort und zwei Meter außerorts vorgeschrieben. Lkw über 3,5 Tonnen dürfen beim Rechtsabbiegen im Ort nur noch Schritttempo fahren, wenn mit Rad- oder Fußverkehr zu rechnen ist – also maximal elf Kilometer pro Stunde. An gefährlichen Stellen kann ein neues Schild Autos und Lastkraftwagen das Überholen einspuriger Fahrzeuge verbieten. Vor Kreuzungen und Einmündungen mit Radwegen gilt auf bis zu acht Metern ein Parkverbot, um die Sicht zu verbessern.
Ein grüner Pfeil erlaubt das Rechtsabbiegen, wenn eine Ampel rot leuchtet – aber nur, wenn man erst anhält und niemanden gefährdet. Künftig darf es solch einen Grünpfeil speziell für Radfahrer geben. Neben Fahrradstraßen kann es auch ganze Fahrradzonen geben. Dort ist höchstens Tempo 30 erlaubt, der Radverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden.
Rasen und Lärm
  
Innerorts droht Rasern künftig früher ein Monat Fahrverbot – nämlich schon, wenn sie 21 Kilometer pro Stunde schneller sind als erlaubt. Auch unnötige Lärm- und Abgasbelästigung, sogenanntes „Auto-Posing“, wird teurer – künftig könnten statt 20 Euro bis zu 100 Euro fällig werden.

RECHTS ABBIEGEN ERLAUBT bei roter Ampel: Künftig soll es einen solchen grünen Pfeil speziell für Fahrradfahrer geben. Foto: dpa




Seit diesem Jahr gelten auch neue Verkehrsregeln zum Schutz des Fahrradverkehrs.
Verordnete Regeln sind aus Erfahrung nur dann wirksam, wenn sie auch überwacht und geahndet werden. Das ist bei diesen Regeln schwierig, da diese Übertretungen ja spontan und kurzfristig passieren. Wichtig ist darum, dass im Bewusstsein der Menschen eine Veränderung und eine Sensibilisierung stattfindet.
Aber die Erfahrung zeigt, es ist ein schwieriger Prozess, zu unterschiedlich sind die Interessen der Menschen. Die, die sich für notwendige Veränderungen einsetzen, treffen auf die, die an Besitzständen festhalten. Denn an sich sind das alles Selbstverständlichkeiten, die auch ohne Verordnungen im eigenen Verhalten verankert sein sollten. Schon Paragraph 1 der Straßenverkehrsordnung besagt, dass die Grundlage für alles die gegenseitige Rücksichtnahme ist.
Dem Schutz aller Verkehrsteilnehmer und auch dem Klima nützt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 130 km/h auf Autobahnen. Das Tempolimit kommt schon seit meiner Studienzeit regelmäßig in die Diskussion und Abstimmung. Anlässe dafür gibt es immer wieder. Es wäre eine Maßnahme, wo mit wenig Aufwand Effekte erreicht werden können. Es wird als Eingriff in die persönliche Freiheit angesehen, "freie Fahrt für freie Bürger", es ist irgendwie irrsinnig, dass hier bei einem Großteil der Bevölkerung die Vernunft aussetzt. So ist auch diesmal wieder das Tempolimit abgelehnt worden. Wenn alle vernünftig wären, bräuchte es auch dieses Gesetz nicht. 130 kann man auch ohne Gesetz fahren.
Wenn man 200 km/h und mehr fahren will, kann man die Ziele ja auch entspannt mit dem ICE ansteuern. Aber das ist ein anderes Thema.
Darum hier nochmal (und immer wieder) eine Zusammenfassung der neuen Verkehrsregeln für den Fahrradverkehr. Das haben wir erreicht:


Neu-Neu-Neu RADREPORTER - NEWSLETTER der BNN
Der erste Radreporter-Newsletter erscheint am 5. März. Dabei ist die Redaktion auf Ideen und Tipps der Radfahrenden angewiesen: Der Radreporter soll auch ein Ort für eure Themen und Fragen sein. Was bewegt euch? Schreibt einfach eine Mail an: radreporter@bnn.de.
BNN-Radreporter: Der Fahrrad-Newsletter für Karlsruhe
kann hier kostenlos abonniert werden.   

https://bnn.de/lokales/karlsruhe/radreporter-der-fahrrad-newsletter-karlsruhe-anmelden-bnn?fbclid=IwAR3wC0u958H3OPjGeGJ6WShl3m6PPGXY_By-ROarFCOWO-uATsA0vqIDxsk


Stadtbauforum fragt nach Bürgerwünschen zum Fuß- und Radverkehr


Karlsruhe justiert seine Fuß- und Radverkehrspolitik neu
Was erwarten Karlsruherinnen und Karlsruhern von der Fuß- und Radverkehrspolitik der Stadt? Das ist Thema des Stadtbauforums "Neue Wege zu Fuß und Rad" am Donnerstag, 5. März, unter Leitung von Bürgermeister Daniel Fluhrer. "Aktuell ist die Verwaltung zusammen mit der Politik sowie Vertretungen von Verbänden und Interessengruppierungen dabei, die strategische Ausrichtung für den Fuß- und Radverkehr neu zu definieren", informiert Fluhrer. "Über das Stadtbauform wollen wir die Öffentlichkeit in diesen Prozess direkt einbinden", betont der Mobilitäts-Dezernent. Das Forum beginnt um 20 Uhr im Raum Baden der IHK am Friedrichsplatz. Moderiert wird das Stadtbauforum von Michael Adler von der Agentur tippingpoints aus Bonn. Michael Adler ist der Kopf hinter so bekannten Radförderkampagnen wie "Kopf an: Motor aus." und "Tu´s aus Liebe!".
An Thementischen Vorschläge einbringen
Die Grundlagen für eine künftige Fuß- und Radverkehrspolitik werden im Rahmen eines sogenannten "Bicycle Policy Audits" (BYPAD-Verfahrens) erarbeitet. In einem ersten Workshoptermin hat die Arbeitsgruppe im Januar den Ist-Zustand im Fuß- und Radverkehr analysiert. Das Ergebnis dieser Analyse stellt Heike Prahlow vom Büro PGV-Alrutz (Hannover) im Stadtbauforum vor. Das deutschlandweit führende Planungsbüro in der Fuß- und Radverkehrsplanung wurde mit dem BYPAD-Prozess beauftragt.
An Thementischen können Forums-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer anschließend ihre Vorschläge einbringen. Dabei lautet die übergeordnete Fragestellung: "Was müsste in der Stadt geändert werden, damit man mehr Wege mit dem Rad/zu Fuß zurücklegt?". Als weiterführende Stichworte dienen Begriffe wie Wegeinfrastruktur, Fahrradparken, Orientierung und Service oder auch Öffentlichkeitsarbeit, für den Fußverkehr relevant ist sicher auch der Aspekt "Aufenthaltsqualität".
Die Vorschläge aus dem Stadtbauforum wird PGV auswerten und in den weiteren Planungsprozess und die beiden folgenden BYPAD-Workshoptermine einfließen lassen. Das neue Fuß- und Radverkehrskonzept wird dem Gemeinderat voraussichtlich im Herbst zur Entscheidung vorgelegt.
Radverkehrspolitik muss auf neue Themen reagieren
Das Karlsruher 20-Punkte-Programm zur Förderung des Radverkehrs ist nun 15 Jahre alt. Seitdem sind zahlreiche neue Themen aufgetaucht, mit denen sich die Politik und die Planung auseinandersetzen müssen. So teilen sich die Radfahrenden durch Pedelecs in zwei unterschiedlich schnelle Gruppen. Dies führe, so Ulrich Wagner vom Stadtplanungsamt, zukünftig zu immer mehr Überholvorgängen im Radverkehr und erfordere größere Radfahrstreifenbreiten. "Auch die verstärkte Nutzung von Lastenrädern spielt hier eine Rolle", ergänzt der Verkehrsplaner. Da das Thema Fußverkehr immer mehr Bedeutung erhält, werden die Belange der zu Fuß gehenden erstmals im Prozess gezielt berücksichtigt.

Mittwoch, 12. Februar 2020

Petition für Tempolimit

Petition für Tempolimit

Die Critical Mass hat jetzt nicht unbedingt was mit einem Tepolimit zu tun.
Die Critical Mass kämpft für bessere Bedingungen für alle, die mit dem Fahrrad mobil sind.
Für das Radfahren gibt es viele Gründe, das Schonen des Klimas ist immer dabei.
Eine preiswerte Massnahme, die man leicht in den Alltag einbauen kann.

Eine kostenlose Möglichkeit, das Klima zu schonen, die sofort realisiert werden kann, ist ein Tempolimit auf Autobahnen. 
Deshalb kann man die Petition auch aus unserem Blog heraus unterschreiben.
Sign the Petition

Dienstag, 11. Februar 2020

Fahrrad-Professur für Karlsruhe

Fahrrad-Professur für Karlsruhe





Badische Neueste Nachrichten | Karlsruhe | KARLSRUHE | 11.02.2020 

Perspektivenwechsel für Verkehrsplaner

Hochschule Karlsruhe erhält Stiftungsprofessur für Erforschung des Radverkehrs

Von unserem Redaktionsmitglied Ekart Kinkel
Mit den Auswirkungen des Wetters auf den Fahrradverkehr hat sich Jochen Eckart bereits wissenschaftlich auseinandergesetzt. „Wenn es morgens stark regnet, lassen viele Radfahrer ihr Zweirad zuhause stehen“, sagt der Verkehrsökologie-Professor der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft. Setzen Niederschläge erst mittags ein, habe das dagegen nur marginale Auswirkungen auf den Radverkehr. Wie Radpendler bei Extremereignissen wie dem Sturmtief Sabine reagieren, darüber hat er jedoch noch keine Erkenntnisse. „Es gibt auf jeden Fall Leute, die bei jedem Wetter aufs Rad steigen. Für eine präzisere Beschäftigung mit dem Thema haben uns bisher aber die Kapazitäten gefehlt“, sagt Eckart.

Das könnte sich ändern, denn an der Hochschule wird es bald einen Studiengang zur Radverkehrsforschung geben. Als eine von sieben Wissenschaftsschmieden in Deutschland erhielt die Hochschule eine Stiftungsprofessur des Bundesverkehrsministeriums. Nun wird die Professur ausgeschrieben. Falls sich in absehbarer Zeit ein geeigneter Kandidat findet, soll bereits im kommenden Wintersemester ein Masterstudiengang für den Radverkehr angeboten werden. Außerdem sind der Aufbau eines Radfahrinstituts und Weiterbildungsangebote für Radverkehrsplaner in den Kommunalverwaltungen geplant. „Bei der Radverkehrsplanung fehlt es derzeit noch an den wissenschaftlichen Grundlagen“, nennt Eckart einen Grund für die Stiftungsprofessur, die er gemeinsam mit seinem Kollegen Christoph Hupfer beantragt hat.

Selbst in Karlsruhe, laut dem Fahrradklimatest des ADFC die fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, ist die angestrebte dauerhafte Erhöhung des Radverkehrs derzeit ins Stocken geraten. „Hier fahren bereits 25 Prozent der Verkehrsteilnehmer mit dem Rad. Die wichtige Frage ist deshalb, wie man die nächsten 25 Prozent zum Umsteigen motivieren kann“, betont Eckart.

Neu ist das Thema an der Hochschule nicht. Bereits in den vergangenen Jahren initiierten Eckart und Hupfer dazu zahlreiche Forschungsprojekte. Die Entwicklung eines Sensor-Rades gehörte ebenso zu den Leuchtturmprojekten wie die Vortragsreihe „Radverkehr als Baustein nachhaltiger Mobilität“ im Sommersemester 2019. Von der Stiftungsprofessur erhoffen sich Eckart und Hupfer neue Impulse aus Theorie und Praxis. „Wenn jemand hier frischen Wind hereinbringt, erzeugt das schnell eine Aufbruchsstimmung“, sagt Eckart. Gemeinsam mit den Experten vor Ort könne das Institut dann mit Leben gefüllt werden.
Nachholbedarf herrscht nach Eckarts Einschätzung vor allem beim Auf- und Ausbau der Infrastruktur. Hier müssten sich Verkehrsplaner künftig verstärkt in die Rolle der Radfahrer hineinversetzen und die Erhöhung des Fahrkomforts im Visier haben. Die Oberflächenbeschaffenheit von Radwegen könne nämlich ebenso positive Auswirkungen haben wie grüne Wellen für den Radverkehr. Und während das Fahrrad in Ballungsräumen bereits ein weit verbreitetes Verkehrsmittel ist, sind Radpendler auf dem Land relativ wenige Überzeugungstäter. Bei der technischen Weiterentwicklung des Fahrrads sieht Eckart ebenfalls genügend Spielraum für Forschungsprojekte. „Bislang kamen Innovationen fast ausschließlich von den Herstellern oder kleineren Unternehmen“, sagt Eckart. Durch Impulse aus der Wissenschaft könnten Bremsen, Schaltungen und elektrische Hilfsantriebe künftig verfeinert werden.

FAHRRÄDER MIT SENSORTECHNIK: Diese Exemplare wurden an der Hochschule Karlsruhe von Professor Jochen Eckart (rechts) und Studierenden entwickelt. Archivfoto: jodo