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Mittwoch, 14. November 2018

CM 30.11.2018 Umleitungen, Weihnachtsmarkt

CM 181130 Umleitungen, Weihnachtsmarkt  9,8 km
86 sind diesmal mitgeradelt


Strecke auf gpsies: https://www.gpsies.com/map.do?fileId=etzcqvlvzcaxbubn
  
Nachdem wir uns um den Weihnachtsmarkt herumgeschlängelt haben, geht es weiter über die eher weniger taugliche Fahrradumleitung um den Ludwigsplatz herum weiter und über Amalienstraße und Kaiserallee bis zur Yorckstraße, dann um den großen Kreisel fast komplett herum, bis in die Weinbrennerstraße. Über die Kriegstraße wieder Richtung Osten, um dann zum Teil der inzwischen ausgeschilderten Fahrradumleitung um die Baustelle auf der Kriegstraße zu folgen, bis wir über Ludwig-Erhard-Allee, Wolfartweierer Straße und Durlacher Allee auf dem Gelände des alten Schlachthofs vor der Fettschmelze landen werden.

Rückblick:
Regen haben wir zwar schon dringend nötig, aber doch nicht ausgerechnet, wenn die Critical Mass durch Karlsruhe rollen soll. Und so war es dann auch, pünktlich um 18 Uhr hörte der Regen auf und es fanden sich 86 Radlerinnen und Radler am Kronenplatz ein. Nicht schlecht für einen November. Und wir hatten viel Aufmerksamkeit auf dem Weg Richtung Weihnachtsmarkt Friedrichsplatz, wir wurden immer wieder gefragt, wohin wir radeln, wofür wir radeln. Da war es auch gut, dass Informationen zu unseren Anliegen an den Rädern standen. Überhaupt die Räder, Lichterketten auch an einem Teil von ihnen.
Und wie sind wir jetzt am Weihnachtsmarkt vorbei geradelt? Die offizielle Umleitung ist Richtung Westen direkt hinter den Ständen an der Handwerkskammer vorbei, Richtung Osten parallel dazu durch den Bankhof. Da wäre es eng geworden. So wurde von uns eine ganz andere Umleitung geradelt, auf der Lammstraße bis zur Kriegstraße und dann über die Ritterstraße wieder zurück in die Stadt. Etwas länger, aber als Ost-West-Umleitung eine zügige Alternative, die man sich auch für den Alltagsverkehr merken kann. Als Einzelradler kann man es auch in beiden Richtungen als Umleitung nehmen, wenn man den Weg zwischen Nymphengarten und Naturkundemuseum wählt. Mit dem Fahrrad ist man halt doch am flexibelsten mobil und punktgenau unterwegs. 
Die Stimmung war super, es gab auch keine negativen Vorkommnisse wegen fehlender Beleuchtung oder Telefonierens während der Fahrt. Am Schluss am Feuertopf bei der Fettschmelze blieben dann noch viele eine Weile da, wir konnten mit schönen Unterhaltungen die Critical Mass ausklingen lassen. Gut gestimmt verabredeten wir uns für die nächste CM zum Jahresende.


Start wie immer am Kronenplatz, der Regen war vorbei, adventlich erstrahlt der Weihnachtsbaum

Nach einer sehr schönen Tour unter anderem um den Weihnachtsmarkt am Friedrichsplatz beendeten wir die Critical Mass an der Fettschmelze um den Feuerkorb.


Und hier Bilder von Steffen:









https://drive.google.com/drive/folders/1zS14X9Lv-Imh2VEA171jBX2IxdoFzb03

Hinweis: Wenn man obigen Link anklickt, sind neben den Fotos auch zwei Videos der Critical Mass vom November. Mit einem Doppelklick kann man sie anschauen.

Pressemeldung:


In der Fahrradstadt Karlsruhe wird wieder mal pünktlich zur Vorweihnachtszeit die wichtige Ost-West-Fahrradroute über den Friedrichsplatz für den Weihnachtsmarkt blockiert. Zudem ist zu erwarten, dass auch die Zufahrt für Autos in den Innenstadtbereich wieder erleichtert wird, anstatt die Besucher, die für ihre Weihnachtseinkäufe kommen, zu motivieren, die komfortablen Angebote des KVV oder noch besser das Fahrrad zu nutzen. 

Die Critical Mass Karlsruhe, die sich am 30. November um 18 h am Kronenplatz trifft, nimmt dies zum Anlass die teilnehmenden Radlerinnen und Radler direkt am Friedrichsplatz vorbei zu leiten, so dass die Gäste dort sehen können, wie man bequemer, schneller, sauberer und günstiger zum Weihnachtsmarkt kommen kann.
Die Route führt dieses Mal von der Markgrafenstraße kommend, über Lamm- und Ritterstraße zur Herrenstraße. Dann via Amalienstraße auf die Kaiserallee, weiter in die Yorck- und Weinbrennerstraße wieder auf die Kriegstraße. An der Ritterstraße geht es dann zur Hermann-Billing-Straße, auf der Baumeisterstraße Richtung Osten, bis in Höhe der Henriette-Obermüller-Straße auf die Ludwig-Erhard-Allee eingebogen wird. Dann über die Wolfartsweierer Straße zur Durlach Allee und zum Alten Schlachthof, wo die Tour vor der Fettschmelze endet. Wenn es das Wetter erlaubt, ist geplant dort noch ein kleines Feuer zu entzünden, an dem man sich wärmen kann. Egal ob draußen oder drinnen - der Fiesta Friday der Fettschmelze sorgt dafür, dass bei dieser After Mass niemand Hunger oder Durst leiden muss.
Informationen im Radler-Blog, zum Lesen des ganzen Beitrags, diesen anklicken:

Critical Mass November im Umleitungs-Modus



Es ist gerade mal Mitte November und schon wieder ist der Friedrichsplatz dicht gemacht - der Aufbau der Buden für den Weihnachtsmarkt hat begonnen - und wieder müssen wir als Radler über untaugliche Umleitungen uns irgendwie durchschlängeln. Es ist zudem zu befürchten, dass erneut für die Autofahrer das Motto 'Macht hoch die Tür, die Tor macht weit' ausgegeben wird, anstatt die Leute dazu zu bringen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem KVV in die Stadt zu kommen. Somit gilt wie auch in den vergangenen Jahren ein erhöhtes Gefährdungspotential für diejenigen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind und das für mindestens 6 Wochen. 

Weitere Informationen

Liebe Freunde und Freundinnen der Critical Mass,
 passend zur Jahreszeit führt die Tour am Weihnachtsmarkt vorbei. Mehr dazu findet ihr unter http://ka-radler.blogspot.com/2018/11/critical-mass-november-im-umleitungs.html und in der heutigen BNN (siehe unten) 


Am 27.11. erinnert die BNN mit einem größeren Artikel (siehe Anhang) an den Fahrradklimatest, der nur noch bis morgen läuft!!!
Ein weiterer Anhang der heutigen BNN geht mit dem Artikel "Karlstraße kommt unter die Lupe " auf die Erweiterung der Fußgängerzone in der nördlichen Karlstraße ein. Ihr könnt die Forderung unterstützten, indem ihr das unten angehängte Plakat an euer Fahrrad hängt.

Vier Radaktivsten aus Karlsruhe besuchten am 16.11.18 die Verkehrswendekonferenz der Heinrich-Böll-Stiftung in Stuttgart. Erfreulicherweise hat Curt Schmidt für euch eine kurze Zusammenfassung geschrieben s.u. 

 Wie jeden ersten Montag im Monat treffen wir uns wieder am 3.12., 18:00 Uhr, im Umweltzentrum und würden uns über Unterstützung freuen.

Euer Team der Critical Mass Karlsruhe
  
Critical Mass beim Christkindlesmarkt
BNN 29.11.2018  – In der Fahrradstadt Karlsruhe wird zur Vorweihnachtszeit die Ost-West-Fahrradroute über den Friedrichsplatz für den Christkindlesmarkt blockiert. Die Bewegung Critical Mass, die sich am Freitag, 30. November, um 18 Uhr am Kronenplatz trifft, nimmt dies zum Anlass, die teilnehmenden Radler direkt am Friedrichsplatz vorbei zu leiten, so dass die Gäste dort sehen können, wie man bequemer, schneller, sauberer und günstiger zum Weihnachtsmarkt kommen kann“, heißt es.
Die Route führt von der Markgrafenstraße kommend über Lamm- und Ritterstraße zur Herrenstraße. Dann geht es weiter unter anderem durch die Amalienstraße und Kaiserallee. Schluss ist am Alten Schlachthof, wo die Tour dann vor der Fettschmelze endet.
  

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Kurzbericht über den Verkehrswendekongress der Heinrich Böll Stiftung 
in Stuttgart am 16.11. 2018
von Curt Schmidt

Städte sind in Bewegung: Bürger/innen fordern mehr Lebensqualität im öffentlichen Raum und setzen sich für eine menschen- und umweltgerechte Mobilität ein. Eine Verkehrswende soll Städte lebenswerter machen. 
Städte stehen im Stau: Die CO2-Emissionen im Verkehrsbereich steigen weiter. Lärm- und Schadstoffbelastungen sind unvermindert hoch. In immer mehr Städten in Deutschland drohen Diesel-Fahrverbote.Schwächere Verkehrsteilnehmer/innen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, sind oft Opfer von schweren Unfällen.
Ruedi Ott, bis 2013 verantwortlich für Verkehrsplanung in Zürich, führte aus, dass man in der Schweiz schon wesentlich weiter ist.Die Bevölkerung denke oft progressiver als Politiker, daher begann man schon seit den 70er Jahren, oft durch Volksentscheide erzwungen, mit Fahrradförderung, Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und flächendeckender ÖV-Versorgung. Auch in den Niederlanden wurden schon vor Jahrzehnten die Weichen für eine fahrradfreundliche Verkehrspolitik gestellt. Wir hinken da leider weit hinterher.
Der Abschied von der autogerechten Stadt führt zu Konflikten um den wertvollen Raum in der Stadt, von dem das Auto einen viel zu großen Teil beansprucht. In Zürich dürfen z.B. seit Jahrzehnten keine neuen Parklätze ausgewiesen werden, für den Bau eines Parkhauses müssen entsprechend viele Straßenparkplätze wegfallen. 
Stuttgarts OB Fritz Kuhn räumte ein, dass die Stadtverwaltung gegen einen mächtigen Autokonzern kaum etwas durchsetzen könne, sondern nur in Kooperation mit ihm. Dennoch gebe es auch in Stuttgart Fortschritte bei der Fahrradförderung und der Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs. Auch Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Herrmann hatte es nicht leicht, Skeptiker von den Fortschritten in der Landesverkehrspolitik, die er ausführlich darstellte, zu überzeugen. Auf den Vorwurf, dass der Weiterbau von Stuttgart 21 eine Rolle rückwärts in der Verkehrspolitik sei, wollte er allerdings nicht eingehen.
Ein Glanzpunkt war der Vortrag von Heinrich Strößenreuther, 'Verkehrsrebell im schwarzen Anzug' (die ZEIT), Deutschlands bekanntester Fahrrad-Aktivist und Mitinitiator des Volksentscheid Fahrrad in Berlin. Seine These als Hilfe für Politiker, die Gutes wollen, aber sich gegen die Autolobby nicht trauen: Wir müssen dafür sorgen, dass sie mehr Angst vor Radfahrern als vor Autofahrern haben. Wenn sie z.B. bei einem Antrag zur Reduzierung von Parkplätzen scharfen Gegenwind bekommen, brauchen sie unsere Unterstützung durch eine Soli-Demo. 
An den vielleicht wichtigsten Aspekt, der zunächst etwas zu kurz kam, wurde von Jobst Kraus vom BUND Baden-Württemberg eindringlich erinnert: Die Auswirkungen von Verkehr auf die Klimaentwicklung. Es ist keine Zeit mehr zu verlieren mit halbherzigem Klein-klein. Unser Budget an Treibhausgasen, das wir an die Atmosphere abgeben dürfen, ist bald erschöpft und die Warnungen der Klimaforscher werden immer alarmierender. Deshalb sind drastige und schnell wirksame Maßnahmen nötig. 
In den Arbeitsgruppen bewies Anne Pelzer, dass Lieferverkehr per Lastenrad auch in Stuttgart möglich ist. Ein gelungenes Beispiel für die Umgestaltung des Straßenraums zeigte der OB von Leonberg. Einrichtung einer Tempo 30 Zone, Abbau des Schilderwalds und Pflasterung in der Hauptdurchgangsstraße führte zu einer deutlichen Verkehrsreduzierung, da dieser "Schleichweg" zur Umgehung von Staus auf der Bundesstraße unattraktiv wurde. 
In der Diskussion wurde gesagt, dass angesichts des Klimawandels Straßenbau nicht mehr verantwortbar ist. Eine bessere Städteplanung und Siedlungspolitik soll zu kürzeren Wegen führen. Anstatt der autogerechten Stadt brauchen wir als Vision die autofreie Stadt, die den Menschen die Stadt zurückgibt und hohe Lebensqualität verspricht. Die notwendige und gewünschte Mobilität ist dabei genauso gut oder sogar besser möglich.
Schließlich wurde immer wieder betont, dass Politiker den Schub aus der Bevölkerung brauchen, und sie brauchen Unterstützung durch Aktionen. Hier ist jeder von uns gefragt.

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Ein sehr gefragter Referent auf der Konferenz war  Heinrich Stößenreuther, Mitinitiator des Volksentscheides Berlin. Hier könnt ihr ihn in einem Interview sehen. https://www.youtube.com/watch?v=koClGI5eSwI&feature=share&fbclid=IwAR0DCrnx4CqMZGs9biruOYyQcVdtF3qwFprDjJxfc6yEqy68-htasC-zNvI









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